Abgeschlossene Projekte

Übersicht über abgeschlossene Forschungsprojekte:

Projekt Name Abschlussjahr
Kombination von Isogeometrischer Analyse, Finite-Elemente-Methoden und Embedded-Mesh-Kopplungsverfahren für Kontaktprobleme 2026
Mehrskalige Modellierung des thermomechanischen Reibkontakts von komplexen Problemen in technischen Anwendungen 2025
Individuelle Fließfertigung für Betonfertigteile 2025
2024
2023
Gemischt-dimensionale Kopplungsstrategien in der Festkörpermechanik 2022
Optimalsteuerprobleme für elliptische Variationsungleichungen 2022
Anisotrope druckrobuste Diskretisierungen von inkompressiblen Strömungen 2022
Experimentelle Charakterisierung und Numerische Simulation des Automated Fiber Placement (AFP)-Prozesses für Faserverbundkunststoffe 2021
2018
2017
2017

 


 

Kombination von Isogeometrischer Analyse, Finite-Elemente-Methoden und Embedded-Mesh-Kopplungsverfahren für Kontaktprobleme

Fördergeber Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), eigene Finanzierung
Laufzeit 2021 – 2026
Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren wurden Kontaktformulierungen meist mit der klassischen Finite-Elemente-Methode (FEM) entwickelt. Ein typisches Finite-Elemente-Netz kann jedoch aufgrund der C0-Stetigkeit an Elementschnittpunkten kein kontinuierliches Normalenvektorfeld liefern. Eine gängige Lösung besteht darin, das Netz an der Kontaktoberfläche zu verfeinern, was üblicherweise zu einer unnötigen Ausdehnung der verfeinerten Elemente in das Domänenvolumen führt. Um eine Kontinuität höherer Ordnung an der Kontaktoberfläche zu erreichen, wurden in letzter Zeit Kontaktformulierungen unter Verwendung der Isogeometrischen Analyse (IGA) entwickelt. Diese verwenden typischerweise NURBS-Formfunktionen für die Geometriebeschreibung sowie die Approximation des Lösungsfeldes. Allerdings reichen die NURBS-Elemente wiederum in das Domänenvolumen hinein, wo ihre Kontinuität höherer Ordnung nicht unbedingt mehr Vorteile bietet (aufgrund der ohnehin reduzierten Regularität von Kontaktproblemen), sondern eher Rechenkosten verursacht. 

In diesem Projekt schlagen wir eine Trennung des Vernetzungsprozesses für die Kontaktoberfläche und für das innere Gebiet der beteiligten Körper vor, da die beiden Bereiche unterschiedliche Anforderungen an Kontinuität, Elementtyp, Netzorientierung und Netzverfeinerung stellen. Für die Diskretisierung der Kontaktoberfläche wird ein oberflächenorientiertes Randschichtnetz aus NURBS-Elementen erzeugt, welches lokal an gewünschten Stellen verfeinert werden kann, ohne die Netzauflösung im innern des Körpers zu beeinflussen. Der Volumenbereich wird dagegen mit klassischen finiten Elementen auf strukturierten kartesischen Gittern diskretisiert. Daraus ergeben sich zwei unabhängige, aber überlappende Netze, die über Embedded-Mesh-Kopplungsverfahren konsequent miteinander gekoppelt werden. Dazu werden geeignete Mortar-/Lagrange-Multiplikator-Methoden sowie die Nitsche-Methode untersucht.
Kontakt am IMCS Dr.-Ing. Ivo Steinbrecher, Eugenia Gabriela Loera Villeda M.Sc.

 


 

Mehrskalige Modellierung des thermomechanischen Reibkontakts von komplexen Problemen in technischen Anwendungen

Fördergeber Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Ministero dell'Istruzione dell'Università e della Ricera (MIUR)
Laufzeit 2018 – 2020, 2021 – 2025
Partner MUSAM Lab, IMT School for Advanced Studies Lucca, Italien (Prof. Paggi)
Kurzbeschreibung
 
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines effizienten numerischen Zwei-Skalen-Schemas. Dabei sollen implizite Finite-Elemente-Berechnungen (FEM) auf der Makro-Skala und die Boundary-Elemente-Methode (BEM) auf der Mikro-Skala zum Einsatz kommen. Mit Hilfe dieses Ansatzes wird die genaue Lösung von Reibungs- und thermomechanischen Kontaktproblemen mit mikroskopischer Grenzflächenrauhigkeit berechnet. Das gesamte Spektrum der Reibungszustände, von der vollständigen Haftung über Zwischenzustände bis hin zum vollständigen Gleiten, wird ebenso behandelt wie jeder komplexe Belastungspfad. Das Zwei-Skalen-Modell wird mit einem vollständig aufgelösten 3D-FEM-Modell unter Verwendung von High-Performance-Computing (HPC)-Techniken verglichen. Reibungskontaktprobleme sind in vielen technischen und physikalischen Forschungsbereichen von Bedeutung. Im Maschinenbau treten sie bei Konfigurationen wie dem Rad-Schiene-Kontakt, Lagern, Bremsen oder Rad-Asphalt-Kontakt auf. Zu den Anwendungen des thermomechanischen Kontakts gehören Schraubverbindungen unter Temperaturbelastung und Schrumpfverbindungen. Reibung ist auch für die Wechselwirkung zwischen Boden und Pfahlgründung im Bauwesen und in der Geotechnik von Interesse, und in der Biomechanik führt die Relativbewegung in Hüftgelenksprothesen zu Abrieb. In all diesen Szenarien ist die Grenzfläche zwischen sich berührenden Körpern nicht mikroskopisch flach, sondern ihre Rauheit weist vielschichtige Merkmale auf, die die Verformung und die Spannungszustände im Material beeinflussen.
 
Das Projekt umfasst die Entwicklung einer BEM-Software auf Mikroebene namens MIRCO, ein Akronym für MUSAM-IMCS Rough Contact cOde. MIRCO wird aktiv weiterentwickelt und ist frei zugänglich. Es kann als konstitutives Kontaktgesetz in anderen FEM-Softwarepaketen verwendet werden, indem es als Bibliothek genutzt wird und steht auf GitHub zur Verfügung.
 
Kontakt am IMCS Dr.-Ing. Ivo SteinbrecherRishav Shaw M.Sc., Jacopo Bonari Ph.D.

 


Individuelle Fließfertigung für Betonfertigteile

Fördergeber Bayerisches Verbundforschungsprogramm (BayVFP)
Laufzeit 2023 – 2025
Partner

Max Bögl

FIT AG

Institut und Labor für Konstruktiven Ingenieurbau, UniBw München

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Verbundvorhabens Individuelle Fließfertigung für Betonfertigteile (IFB) wird eine durchgängig digitale Prozesskette zwischen Planung und Fertigung von Stahlbetonbauteilen geschaffen. Gleichzeitig werden modulare Fertigungslösungen unter Einsatz von Robotik und 3D-Druck entwickelt.

Der Hauptbeitrag unseres Instituts besteht in der Optimierung von Bewehrungsgeometrien in nicht standardisierten Stahlbetonbauteilen. Herkömmliche Berechnungsverfahren resultieren bei solchen Bauteilen zu einer Überdimensionierung und damit zu einem nicht optimalen Einsatz von Ressourcen. Der am IMCS Entwickelte Ansatz baut auf modernsten gemischt-dimensionalen Kopplungsverfahren auf um den Verbund Stahlbeton möglichst detailgetreu und effizient zu simulieren. Dies erlaubt die Anwendung von Formoptimierungsalgorithmen für die Bewehrungsgeometrie.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit starker Partner aus der bayerischen Bauwirtschaft (Max Bögl), der additiven Fertigung (FIT AG) sowie der Forschung (Institut und Labor für Konstruktiven Ingenieurbau, UniBw München).

Kontakt am IMCS

Dr.-Ing. Ivo Steinbrecher

 


 

Hoch effiziente und parallel skalierbare Mortar-Methoden für Kontakt- und Mehrfeldprobleme

Laufzeit 2021 - 2024
Partner 4C-Projektpartner an der TU München und am Helmholtz Zentrum Hereon
Kurzbeschreibung

Das Ziel des Promotionsprojektes ist die Weiterentwicklung der Kopplung physikalischer Mehrfeldprobleme mittels Mortar-Methoden mit besonderem Fokus auf die Anwendung im Bereich der nicht-linearen Kontaktmechanik. Aufgrund der intrinsisch nicht-linearen Natur der eingeführten Zwangsbedingungen an der Kontakoberfläche entstehen deutlich erhöhte Anforderungen unter anderem an Kontakt-Such-Algorithmen, nicht-lineare Löser, optimale Vorkonditionierung linearer Gleichungssysteme, eine vollständig konsistente Linearisierung des Problems für implizite Zeitintegration, sowie Mortar-spezifische Operationen wie z.B. die Berechnung der Netzverschneidung an der Kontaktfläche innerhalb jeder Newton-Iteration.

Hochaufgelöste Simulatiosmodelle von Kontaktproblemen bestehen potentiell aus mehreren Millionen Freiheitsgraden, erfordern jedoch höhere Rechenleistung als vergleichbare Probleme aus der reinen Festkörpermechanik. Daher ist die Implementierung in einem parallelen Framework unumgänglich. Der erste Schritt des Promotionsprojekts ist die Entwicklung eines hoch parallel skalierbaren Frameworks in einer MPI-basierten "Distributed Memory Environment”, einer unabhängig verteilten Volumen- und Mortardiskretisierung, sowie eine optimale Lastverteilung auf den physikalischen Prozessorkernen. Die Implementierung erfolgt im Multiphysics Framework “4C” (in Kooperation mit der TU München und dem Helmholtz Zentrum Hereon).

Kontakt am IMCS Dr.-Ing. Matthias Mayr, Christopher Steimer M.Sc.

 


 

Gemischt-dimensionale Modelle für die Interaktion zwischen Fasern und Fluiden

Zeitraum 2018-2023
Kurzbeschreibung Dieses Projekt zielt darauf ab, hocheffiziente gemischt-dimensionale Mortar-Finite-Elemente-Methoden zu entwickeln, die speziell auf die Modellierung der Wechselwirkung von sehr schlanken Stäben mit den 3-dimensionalen inkompressiblen Navier-Stokes-Gleichungen zugeschnitten sind. Die Wechselwirkung solcher balkenartigen Strukturen mit Fluidströmungen spielt eine wichtige Rolle in einem breiten Spektrum von Anwendungen, die von biomechanischen bis zu industriellen Prozessen reichen. Zu diesen Anwendungen gehören beispielsweise die Wechselwirkung endovaskulärer Geräte mit Blutfluss und der Einsatz faseriger Verkleidungen zur Strömungskontrolle.
 
Am IMCS konzentrieren wir uns auf die Entwicklung spezieller 1D-3D-Kopplungsansätze, die relativ grobe Hintergrundnetze zulassen, um die Vorteile - z.B. in Bezug auf die Systemgröße, die Löserzeit sowie die Auswertung der Kopplungsterme selbst - der Verwendung einer reduzierten-dimensionalen Strukturformulierung zu erhalten. Besonderes Augenmerk wird auf die Anwendung effizienter und skalierbarer paralleler Algorithmen gelegt, die in der Lage sind, große und komplexe technische Anwendungen zu bewältigen.
Kontakt am IMCS Dr.-Ing. Matthias MayrNora Hagmeyer M.Sc.
 

 

Gemischt-dimensionale Kopplungsstrategien in der Festkörpermechanik

Zeitraum 2018-2022
Partner

Lehrstuhl für Numerische Mechanik, TU München

Kurzbeschreibung

In verschiedenen technischen und biomechanischen Anwendungen verbessert die Integration schlanker Fasern in dreidimensionale Körper die mechanischen Eigenschaften der Gesamtstruktur erheblich. In diesem Projekt werden neuartige Kopplungsmethoden für solche Probleme entwickelt, bei denen die Fasern explizit mit eindimensionalen (1D) Balkentheorien modelliert werden, was zu einer sehr genauen und effizienten numerischen Formulierung führt. Für die 3D-Körper werden modernste Finite-Elemente-Methoden (FEM) verwendet. Solche Ansätze werden auch als gemischt-dimensionale Kopplung bezeichnet, da die zugrunde liegenden Differentialgleichungen auf Gebieten mit unterschiedlichen Dimensionen definiert sind. Ein wesentlicher Vorteil dieser gemischt-dimensionalen Methoden ist die Einfachheit der Modellerstellung, da die 1D-Fasern und 3D-Körper unabhängig voneinander diskretisiert werden können. Im Rahmen dieses Projekts wurden bereits erfolgreich Kopplungsmethoden für eingebettete Fasern in Volumina (1D-3D) und Fasern, die mit Oberflächen verbunden sind oder in Kontakt stehen (1D-2D), auf der Grundlage der Mortar/Lagrange-Multiplikatormethoden entwickelt.

Kontakt am IMCS Dr.-Ing. Ivo Steinbrecher

 


 

Optimalsteuerprobleme für elliptische Variationsungleichungen

Fördergeber Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
innerhalb des Internationalen Graduierten- und Doktorandenkollegs IGDK 1754 mit dem Titel
Optimization and Numerical Analysis for Partial Differential Equations with Nonsmooth Structures
Zeitraum 2017-2022
Partner Technische Universität München (Prof. Vexler)
Technische Universität Graz (Prof. Steinbach)
Kurzbeschreibung

Das Projekt beschäftigt sich mit der optimalen Steuerung von Variationsungleichungen. Neben a priori Fehlerabschätzungen für Finite-Elemente Diskretisierungen von Optimalsteuerproblemen für elliptische Variationsungleichungen werden auch verschiedene Regularisierungsstrategien untersucht. Weiter Informationen sind hier zu finden.

Kontakt am IMCS

Prof. Dr. Thomas Apel, Christof Haubner M.Sc.

 


 

Anisotrope druckrobuste Diskretisierungen von inkompressiblen Strömungen

Zeitraum 2018-2022
Partner Weierstrass Institut für angewandte Analysis und Stochastik (Priv.-Doz. Dr. Alexander Linke, Dr. Christian Merdon)
Kurzbeschreibung Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung von Fehlerabschätzungen für Diskretisierungen der Navier-Stokes-Gleichungen auf anisotrop verfeinerten Netzen, bei denen der Geschwindigkeitsfehler unabhängig von der Druckapproximation ist. Weitere Informationen finden Sie hier.
Kontakt am IMCS

Prof. Dr. Thomas Apel, Volker Kempf M.Sc.

 

 

Experimentelle Charakterisierung und Numerische Simulation des Automated Fiber Placement (AFP)-Prozesses für Faserverbundkunststoffe

Fördergeber Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), PO 1883/3-1
Zeitraum 2017-2021

Partner

Lehrstuhl für Carbon Composites, TU München (Prof. Drechsler)
Lehrstuhl für Numerische Mechanik, TU München (Prof. Wall)
Kurzbeschreibung Die effiziente, qualitativ hochwertige und reproduzierbare Herstellung von thermoplastischen faserverstärkten Kunststoffbauteilen erfordert automatisierte Fertigungsprozesse. Das automatisierte Faserplatzieren (AFP) hat durch die lastpfadorientierte Ablage von Fasern zu endkonturnahen Bauteilen ein besonders großes Potenzial. Bei geeigneter Temperaturführung während des thermoplastischen AFP (TP-AFP) ist eine In-situ-Konsolidierung möglich, d.h. eine Verfestigung anstelle des Prozesses ohne nachgeschaltete Aushärtung. Das Verständnis des Prozesses ist jedoch noch weit davon entfernt, den für eine breite industrielle Anwendung von TP-AFP erforderlichen Reifegrad zu erreichen. So ist es heute noch schwierig, für die wichtigsten Schlüsselparameter wie Laserleistung, Geschwindigkeit und Verdichtungsdruck geeignete Prozessfenster zu definieren, um eine gleichbleibend hohe Qualität der Bauteile zu gewährleisten. Insbesondere die Vorhersage von Eigenspannungen und Verzug ist nur unzureichend gelöst und die Prozesskalibrierung basiert häufig auf einer Trial-and-Error-Methode. Die Gründe für diese Diskrepanz zwischen geringer Vorhersagegenauigkeit und hohen industriellen Anforderungen sind ebenfalls auf noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten der experimentellen Charakterisierung sowie der Modellierung und Simulation zurückzuführen. Ziel dieses Projektes ist es daher, das Prozessverständnis im Bereich der TP-AFP durch neuartige experimentelle Untersuchungen und Methoden der numerischen Simulation grundlegend zu verbessern.
Kontakt am IMCS Prof. Dr.-Ing. Alexander Popp

 

 

Bottom-Up-Modellierung von Stents und Stentgrafts für die Endovaskuläre Aortenreparatur (EVAR) von Aneurysmen

Fördergeber   Daimler und Benz Stiftung
Zeitraum   2016-2018
Partner   Institute of Industrial Science, The University of Tokyo, Japan (Prof. Oshima)
Kurzbeschreibung   Das Einsetzen von arteriellen Stents hat sich zu einem sehr wichtigen und erfolgreichen Eingriff in der Gefäßchirurgie entwickelt. Eines der häufigsten Szenarien sind sogenannte selbstexpandierbare Stentgrafts, die aus einem speziellen Gewebetransplantat und einem Metallstentnetz bestehen. Stentgrafts werden bei der endovaskulären Aortenreparatur (EVAR) eingesetzt, um schwache, lokalisierte Ausbuchtungen (Aneurysmen) in einer rupturgefährdeten Arterie zu stützen, am häufigsten bei abdominalen Aortenaneurysmen (AAA). In den letzten zehn Jahren hat es einen enormen Forschungsschub bei der computergestützten Analyse biomedizintechnischer Probleme im Allgemeinen und bei der Gefäßmechanik und AAA im Besonderen gegeben. Obwohl bedeutende Fortschritte erzielt wurden, ist die rechnerische Analyse von AAA-Stentgrafts mit Hilfe von Finite-Elemente-Methoden (FEM) immer noch nicht aussagekräftig genug, um Gefäßchirurgen spezifische Ratschläge für die optimale Platzierung des Geräts während einer EVAR zu geben. Zu den möglichen Risiken, die bei weitem noch nicht vollständig verstanden sind, gehören eine Bewegung der Stents weg von der gewünschten Stelle (Migration), das Austreten von Blut um die Stentgrafts (Endoleckage) und die Beschädigung der Arterienwand durch den Stent selbst. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Entwicklung, Implementierung und Validierung neuer innovativer FEM-Simulationswerkzeuge für AAA-Stentgrafts auf der Grundlage eines Bottom-up-Modellierungsansatzes. Alle relevanten mikrogeometrischen und mechanischen Merkmale der komplexen Stentgraft-Designs werden in die neuen Modelle einbezogen, was eine erhebliche Steigerung der Effizienz der Simulation ermöglicht.
Kontakt am IMCS   Prof. Dr.-Ing. Alexander Popp

 

 

Neuartige Glatte Diskretisierungsansätze für Elastoplastischen Kontakt bei Festkörpern und Dünnen Strukturen

Fördergeber Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), PO 1883/1-1
im Rahmen des Schwerpunkprogramms SPP 1748
Zeitraum 2014-2017
Partner Lehrstuhl für Numerische Mathematik, TU München (Prof. Wohlmuth)
Kurzbeschreibung Ziel dieses Projekts war die Einführung einer neuen Diskretisierungsmethode für den Kontakt von sperrigen und dünnwandigen Strukturen, die ausgeprägte geometrische und materielle Nichtlinearitäten aufweisen. Der daraus resultierende Ansatz zur Glättung von Kontakten geht im Hinblick auf eine solide mathematische Grundlage über die traditionellen Glättungsverfahren hinaus, behält aber gleichzeitig die Einfachheit von Finite-Elemente-Diskretisierungen niedriger Ordnung im Großteil des Berechnungsbereichs bei. Volumen- und Kontaktflächendiskretisierungen sind strikt getrennt, aber über variabel konsistente Kopplungsoperatoren auf der Basis generischer biorthogonaler Lagrange-Multiplikatorbasen miteinander verknüpft. Dieser neue Ansatz verspricht maximale Flexibilität im Hinblick auf eine glatte Oberflächendiskretisierung (z.B. mit FEM höherer Ordnung, Hermite-Interpolation, Splines oder NURBS) und eine völlig unabhängige Volumendiskretisierung (z.B. mit nicht-konformer FEM niedriger Ordnung, EAS oder F-Bar-Techniken). Darüber hinaus wurde eine integrierte Behandlung von Kontakt und Reibung sowie finiter Dehnungsplastizität auf der Grundlage sogenannter nichtlinearer Komplementaritätsfunktionen und semi-smooth Newton-Methoden entwickelt, die im Vergleich zu traditionellen radialen Rückführungsschemata eine höhere Robustheit bieten.
Kontakt am IMCS Prof. Dr.-Ing. Alexander Popp

 

 

Robuste Simulationsmethoden für Kontakt, Reibung, Abrieb und Verschleiß in Verbindungselementen von Flugtriebwerken

Fördergeber Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG
im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms des BMWi
Zeitraum 2007-2017
Partner Rolls-Royce plc (U.K.)
Kurzbeschreibung Langfristige industrielle Zusammenarbeit (über 10 Jahre) mit mehreren Teilprojekten, die sich mit robusten Diskretisierungsschemata und Lösungsalgorithmen für Kontaktprobleme in Turbinenschaufel-Scheiben-Verbindungen befassten. Neue Berechnungsmethoden für Domänenzerlegung, Reibungskontakt, Reibungsverschleiß und Reibermüdung wurden entwickelt, validiert und in den internen Finite-Elemente-Code des Industriepartners integriert. Beratung zu Hochleistungsrechnern (HPC).
Kontakt am IMCS Prof. Dr.-Ing. Alexander Popp