Ein Akt des Bekenntnisses: Pogromgewalt in der mittelfränkischen Provinz 1934

07. 07. 2021 | 11.30 Uhr - 12.30 Uhr

Bildquelle: Judenfeindliches Holzdenkmal in Gunzenhausen, Stadtarchiv Gunzenhausen (Bildsammlung), Jahr unbekannt

 

Der Vortrag analysiert anhand einer mikrohistorischen Studie über einen antijüdischen Pogrom am 25. März 1934 das Verhältnis von (klein-)städtischem Raum und (kollektiver) Gewalt. Im ersten Schritt wird dafür der in der Gunzenhäuser Altstadt wütende Pogrom rekonstruiert, zweitens die Vorgeschichte der antijüdischen Gewalt in Gunzenhausen kurz dargelegt, und schließlich drittens nach der historiographisch bisher kaum erforschten Tradierung von Gewaltwissen gefragt. Pogromgewalt wird dabei als kommunikative Handlung verstanden, mit der die intendierte soziale Umcodierung des kleinstädtischen Raums ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.

 

Eingeladen sind Gäste wie auch Angehörige der Universität der Bundeswehr.

 

Die Anmeldung ist ab Mitte Juni möglich. Sie erhalten dann zeitnah vor der Veranstaltung eine E-Mail mit den Zugangsdaten zur Videokonferenz.


Ulrike Jureit_175x200.jpgDr. Ulrike Jureit ist Historikerin am Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) und forscht seit über 30 Jahren zu Nationalsozialismus und Holocaust. Sie war unter anderem an der "Zweiten Wehrmachtsausstellung" beteiligt.

 

 

 

Veranstalter:
Prof Dr. Isabelle Deflers, Dr. Anke Fischer-Kattner
Ausrichtung:
Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit
Ort:
online (Zoom)
Termin übernehmen: