Die Gewalt des imperialen Staates: die Expansion des Königreichs Shewa und Äthiopiens in Konkurrenz mit europäischen Kolonialmächten

19. 04. 2023 | 11.30 Uhr - 12.30 Uhr

Bildquelle: © Wolbert G.C. Smidt: Darstellung Kaiser Meneliks II. (1844-1913) in der Entotto-Raguel-Kirche, 2004.

 

Das Horn von Afrika ist geprägt von der Geschichte einer Vielzahl kleiner und größerer Staaten verschiedener Religionen, die im Austausch standen und zeitweise in kriegerischer Konkurrenz. Dieses komplexe System von Nachbarschaften brach im späten 19. Jahrhundert zusammen, als der wichtigste Staat der Region, das christliche Äthiopien, auf der Grundlage einer alten Reichsidee und moderner Waffenlieferungen begann, ein eigenes imperiales Expansionsprojekt zu verfolgen. Im Wettlauf mit den Kolonialmächten unterwarfen die Herrscher von Shewa zahlreiche Nachbarn, mit dramatischen Folgen für die Region und für die Umformung Äthiopiens zu einem modernen Staat.

 


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Dr. Wolbert G.C. Smidt ist Associate Professor für Ethnohistorie am College of Social Sciences and Languages des Departments of History and Cultural Studies der Mekelle University sowie assoziiertes Mitglied im Hiob-Ludolf-Zentrum für Äthiopistik des Asien-Afrika-Instituts der Universität Hamburg.

Veranstalter:
Prof Dr. Isabelle Deflers, Dr. Anke Fischer-Kattner
Ausrichtung:
Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit
Ort:
online (Zoom)
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