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FEAT4AFRICA stärkt nachhaltige Ernährungssysteme in afrikanischen Städten

3 August 2026

Prof. Dr. Gertrud Buchenrieder, Institut für Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften hat mit dem Forschungszentrum RISK das Projekt „Food-Energy-wAter-healTh innovations for sustainable development in AFRICA“ (FEAT4AFRICA) beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eingeworben.

Laufzeit: 01.03.2026 - 28.02.2029

Förderung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)


Das Projekt FEAT4AFRICA stärkt die Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit in afrikanischen Städten, indem es innovative Agrar- und Lebensmitteltechnologien in ein Netzwerk von Reallaboren integriert. Ziel ist, Stadtbewohnerinnen und -bewohner zu befähigen, gesunde und nachhaltige Ernährungsentscheidungen zu treffen, die ihrer Gesundheit, der Umwelt und ihren Gemeinden zugutekommen.

Im Mittelpunkt steht der Water-Energy-Food-Health (WEFH) Nexus. Eingesetzt werden kostengünstige, erdenlose und solarbetriebene Systeme wie Hydro-, Bio- und Aquaponik sowie rezirkulierende Aquakulturen, um den Zusammenhang zwischen Ernährung, Wasser, Energie und Gesundheit zu stärken. Besonders Frauen und junge Erwachsene sollen befähigt werden, diese Technologien in städtische Wertschöpfungsketten einzubringen und dadurch nachhaltige Einkommensmöglichkeiten zu schaffen.

Das Projekt arbeitet transdisziplinär, verbindet Sozial-, Wirtschafts-, Natur- und Ingenieurwissenschaften und bindet zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Stadtverwaltungen ein. Gemeinsam mit afrikanischen und europäischen Partnern werden zirkuläre Agrar- und Ernährungssysteme entwickelt, die integrative und resiliente urbane Ernährung fördern. In vier Reallaboren und zwei Fallstudien in Äthiopien, Nigeria, Kamerun, Tunesien, Namibia und Südafrika werden praxisnahe Lösungen getestet. FEAT4AFRICA kooperiert mit EU-Projekten wie INCiTiS-FOOD, FS4Africa und FrontAg Nexus, unterstützt lokale Initiativen mit gezielter Finanzierung und setzt sich für langfristige Landnutzungsrechte für Gemeinschaftsgärten ein.

Während seiner Laufzeit soll das Projekt jährlich bis zu 2 Tonnen nährstoffreiches Gemüse und 6 Tonnen Fisch (Wels/Tilapia) produzieren – genug, um den Bedarf von rund 2.400 Menschen zu decken und einen Beitrag zu nachhaltiger urbaner Ernährung in Afrika zu leisten.

 


Bild: © gettyimages/WICHAI THONGTAPE