„Die längste Beziehung im Leben“: Auf diese Weise werden Geschwisterbeziehungen gerne bezeichnet. Von emotionalem Zusammenhalt dargestellt in Märchen bis hin zu tödlicher Rivalität in Literatur, Mythologie und Popkultur, alle Genres beschäftigen sich seit Jahrtausenden mit Geschwisterbeziehungen. Die Tagung „Bis dass der Tod sie scheidet. Geschwisterbeziehungen im europäischen Hochadel der Neuzeit (1500–1900)“ der jungen Historikerinnen Anna Scherer (Universität der Bundeswehr München), Johanna Evers (Philipps-Universität Marburg) und Nadine Rüdiger (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg/EHESS Paris) nimmt Geschwisterbeziehungen im Europa der Neuzeit (ca. 1500–1900) in den Blick. Am 10. und 11. Dezember 2025 kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – aus Deutschland, der Schweiz sowie aus Tschechien – im Schloss Heidelberg zusammen, um sich unterschiedlichen Fallbeispielen von Geschwisterbeziehungen aus dem europäischen Hochadel zu widmen. So kann das Verhältnis von Verwandtschaft, Rang, Dynastie und Emotionen in der Frühen Neuzeit neu diskutiert werden.
Die Universität der Bundeswehr München möchte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bei der Durchführung ihrer Projekte unterstützen, fördert deshalb die Tagung finanziell und übernimmt deren Schirmherrschaft im Heidelberger Schloss.