Isabelle Schübel

Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

Isabelle Schübel

Forschungsschwerpunkte

Internationale Beziehungen zwischen Frankreich und Spanien in der FNZ
Diplomatiegeschichte
Grenzforschung
Repräsentation und Propaganda Ludwigs XIV.

Forschungsschwerpunkte

Zur Person

Isabelle Schübel studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universidad Autónoma de Madrid (Spanien) Gymnasiallehramt für die Fächer Französisch, Geschichte, Spanisch und Sozialkunde und schloss das Studium 2018 mit dem ersten Staatsexamen ab. Parallel dazu absolvierte sie ein Bachelorstudium in Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und arbeitete 2013/14 über den Pädagogischen Austauschdienst als Fremdsprachenassistentin an weiterführenden Schulen in Carcassonne (Frankreich). In ihrer Abschlussarbeit befasste sie sich mit einem relational konzipierten Thema und untersuchte das Spanienbild in französischen Repräsentationsmedaillen Ludwigs XIV. In ihrem Promotionsprojekt an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Prof. Mark Hengerer arbeitet sie zum Thema Grenzverschiebung und Herrschaftswechsel zwischen Frankreich und Spanien einschließlich der spanischen Niederlande im 17. Jahrhundert.

Promotionsprojekt

Die spanisch-französischen Grenzräume auf dem europäischen Kontinent waren in der Frühen Neuzeit nicht nur stark verflochtene Begegnungs- und Konflikträume; einige Grenzregionen und -städte wechselten, teils mehrfach, ihre Herrschaftszugehörigkeit.

Ziel meines Projekts ist die Klärung des Beitrags diplomatischer Diskurse und Diskurspraktiken für die Herausbildung teilweise handlungsmächtiger Vorstellung von Grenzen, Herrschaftsübergängen und Territorialität am Beispiel von Abtretungen spanischer und französischer Gebiete vom Ausbruch des französisch-spanischen Krieges 1635 bis zum Ende der habsburgischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel 1700.

Diskurs- und Raumkonstellationen werden in diachroner Weise untersucht und ausgehend von den diplomatischen Korrespondenzen die Konzepte derer gedeutet, welche die Grenzthematik auf mikro- und makropolitischer Ebene diskutierten und aushandelten. Um interne Diskurselemente, Diskursbezüge und deren Wirkung aufzeigen zu können, analysiere ich in einem mehrstufigen Ansatz erstens die Texte der Diplomaten, zweitens die Diplomaten als Elemente im internen Politikgefüge und drittens das außenpolitische Handeln beider Länder hinsichtlich der Veränderung staatlicher Zugehörigkeit von Territorien.