Pressemeldung: BR-Befragung zu KI in Medienhäusern

Pressemeldung: BR-Befragung zu KI in Medienhäusern: Chancen, Risiken und der starke Wunsch nach Zusammenarbeit

Teilnehmende der BR-Veranstaltung AI for Media Hackathon

BR-Befragung zu KI in Medienhäusern: Chancen, Risiken und der starke Wunsch nach Zusammenarbeit

Die Medienbranche sieht im täglichen Umgang mit KI Chancen, aber auch Risiken und Kompetenzlücken. Besonders deutlich wird der Wunsch nach Zusammenarbeit – vor allem untereinander und mit der Wissenschaft. Das zeigt eine Befragung des AI for Media Network des Bayerischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit der Professur Digitaler Journalismus an der Universität der Bundeswehr München sowie der LMU München.  


Künstliche Intelligenz gehört in vielen Medienunternehmen der DACH-Region längst zum Arbeitsalltag. Das zeigt eine Befragung unter Mitgliedern des AI for Media Network des BR: Mehr als 80 Prozent nehmen in ihrem Unternehmen eine befürwortende Haltung gegenüber KI wahr. Genutzt wird KI vor allem für Übersetzungen, Transkriptionen, Recherche, Themenfindung sowie die Produktion und Bearbeitung von Texten.

Chancen, Risiken und Kompetenzlücken

Nachholbedarf sehen die Befragten vor allem bei der technischen Integration von KI und bei der Datenkompetenz. Für den erfolgreichen Einsatz braucht es neben technologischen Lösungen auch Know-how, geeignete Strukturen und gemeinsame Standards. Die Befragten sehen KI zugleich als Chance und Risiko für den Journalismus. Genannt werden Effizienzgewinne, die Entlastung von Routineaufgaben, neue journalistische Formate und bessere Möglichkeiten bei Analyse, Verifikation und Barrierefreiheit. Risiken sehen sie vor allem in Desinformation, KI-Fakes, verzerrten Daten, dem Verlust journalistischer Kompetenzen sowie Abhängigkeiten von großen Technologieunternehmen.

"Beim Blick in die Zukunft unterstreicht unsere Studie, dass das Innovationsfeld KI in der Medienbranche viel mehr ist, als die Produktion von Inhalten. KI wird die Redaktionen und insbesondere deren Abläufe komplett verändern. Der Newsroom der Zukunft wird maßgeblich durch KI gesteuert: Sie liefert neue Abläufe, Rollen und Möglichkeiten, insbesondere als Assistenz, Audit und Archiv“, fasst Prof. Dr. Jonas Schützeneder von der Universität der Bundeswehr München zusammen.

Medienhäuser wollen bei KI kooperieren

Besonders deutlich ist der Wunsch nach Zusammenarbeit: 91,7 Prozent der Befragten wollen im Bereich KI mit anderen Medienunternehmen kooperieren, 90,5 Prozent mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Kooperation wird damit zu einer zentralen Antwort der Branche auf die Herausforderungen durch KI.

Über die Befragung

Die Online-Befragung wurde gemeinsam mit Dr. Sina Thäsler-Kordonouri von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Jonas Schützeneder von der Universität der Bundeswehr München und Prof. Dr. Michael Graßl von der Hochschule Magdeburg-Stendal durchgeführt. Zwischen 13. Februar und 24. März 2026 nahmen 204 Mitglieder des AI for Media Network teil.

Weitere Informationen zum AI for Media Network finden Sie hier: https://aiformedia.network/.

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung zum Netzwerk: Studie zum Download (pdf, 0,7 MB)

Für weitere Informationen und Fragen zur Umfrage und den Ergebnissen, gerne an: 

Prof. Dr. habil. Jonas Schützeneder

Professur Digitaler Journalismus
Institut für Journalistik
Universität der Bundeswehr München
Werner-Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg
Telefon: +49-89-6004-3162
E-Mail: jonas.schuetzeneder@unibw.de

 

 

Titelbild: AI for Media Hackathon (© BR/Julia Knoblauch) 

 


Neubiberg, 28. September 2026


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Pressesprecher

Michael Brauns
Universität der Bundeswehr München
Tel.: +49 89 6004-2004
michael.brauns@unibw.de