Das Erasmus-Programm ist ein weltweit bekanntes Mobilitätsprogramm, welches 1987 von der EU ins Leben gerufen wurde, um den Studierendenaustausch innerhalb Europas zu fördern.

2014 löste Erasmus+ das bisherige EU-Bildungsprogramm für Lebenslanges Lernen (2007-2013) ab. Während seiner Laufzeit integriert Erasmus+ die Bereiche Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Schulbildung, Jugend und Sport und ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Bis zum Jahr 2020 sollen so rund zwei Millionen Studierende von Erasmus+ profitieren, darunter über eine Viertelmillion aus Deutschland. Die Fördermittel werden in Deutschland vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) vergeben.
Für einen ersten Eindruck des Programms, downloaden Sie die ERASMUS+ Broschüre.

Weiterführende Informationen

Programmländer

Erasmus+ Studien- und Praxisaufenthalte von Studierenden, Dozenten und Mitarbeitern können in folgenden Zielländern oder "Programmländern" gefördert werden (alphabetisch):

EU-Länder: Belgien | Bulgarien | Dänemark | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Kroatien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Niederlande | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Schweden | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechische Republik | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Zypern

weitere Länder: Island | Liechtenstein | Mazedonien | Norwegen | Türkei

European Policy Statement (EPS)

ERKLÄRUNG ZUR HOCHSCHULPOLITIK DER UNIVERSITÄT DER BUNDESWEHR MÜNCHEN

(ALLGEMEINE STRATEGIE)

Die Universität der Bundeswehr München wurde 1973 mit dem Ziel gegründet, dem zukünftigen Führungsnachwuchs der Bundeswehr eine profunde wissenschaftliche Ausbildung zu ermöglichen. Heute öffnet sich die Universität weiteren Zielgruppen aus Industrie und Behörden. Eine Besonderheit ist das sehr konzentrierte Studium, das durch eine intensive Betreuung unterstützt wird. Hierdurch ist es möglich, ein Bachelor- und Masterstudium in einer Mindeststudiendauer von 4 Jahren abzuschließen.

Ziel der Universität der Bundeswehr ist es, ihre Vernetzung sowohl in der nationalen als auch der internationalen Hochschullandschaft weiter voranzutreiben und sich als wettbewerbsfähige Forschungsuniversität zu positionieren. Ein zentrales Ziel ist es außerdem, dem Führungsnachwuchs der Bundeswehr eine qualitätsvolle wissenschaftliche Ausbildung zu bieten als auch den Absolventen/-innen der Universität generell sehr gute Chancen auf dem zivilen Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Ein wichtiger Beitrag zur Erreichung dieses Ziels ist die Einbeziehung internationaler Anteile in das Studienangebot, bzw. die Möglichkeit, frühzeitig internationale Erfahrung zu sammeln, um die Studierenden auf künftige Anforderungen ihrer Tätigkeit innerhalb der Bundeswehr, aber auch auf dem zivilen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Ein weiteres Anliegen ist es, im Zuge der Öffnung der Universität das Studienangebot für zivile Studierende sowie für Ausbildungspartner, wie z.B. internationale Unternehmen und Behörden attraktiv zu machen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die verschiedenen internationalen Programmangebote.

Die internationalen Kooperationspartner der Universität der Bundeswehr München werden nach der Qualität der Forschung und der Qualität des Studienangebots der ausländischen Einrichtung, sowie entsprechend der Forschungsschwerpunkte von Professoren und Institutionen als auch der Vertiefungsrichtungen der Studiengänge ausgewählt. Die Universität der Bundeswehr München ist bestrebt, ihr Kooperationsnetzwerk möglichst weitgespannt und ausgewogen auszudehnen, um ein möglichst breites Angebot an Austauschprogrammen anbieten zu können. Regionale Schwerpunkte der Zusammenarbeit bilden hierbei Europa, USA und Lateinamerika.

Einen wesentlichen Schwerpunkt der Mobilitätsaktivitäten bildet der Studierendenaustausch auf Bachelor- und Masterebene. Ziel ist es, den Studierenden bereits frühzeitig internationale akademische Erfahrung zu ermöglichen und über Austauschpartnerschaften ein über das eigene hinausgehendes und vielfältiges Studienangebot anzubieten. Die Studierenden können hierbei aus vielfältigen Möglichkeiten wählen, neben dem klassischen Austauschsemester und Praktikum im Ausland sind die Teilnahme an Summer Schools sowie die Mitarbeit an internationalen Forschungsprojekten im Ausland im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit möglich.

Die Internationalisierung des Studiums wird darüber hinaus durch weitere Maßnahmen und Angebote gefördert. Alle Studierenden sind verpflichtet, an einer Sprachausbildung in mindestens einer Fremdsprache teilzunehmen, die fächerübergreifend integraler Bestandteil des Studiums ist. Darüber hinaus können interkulturelle Trainings sowie die Teilnahme an Projekten zur Integration internationaler Studierender als Studienleistung angerechnet werden. Auf Doktorandenebene werden Auslandsaufenthalte durch finanzielle Mittel der Universität unterstützt. Darüber hinaus ist der Ausbau bzw. der Aufbau weiterer Doctoral Schools und internationaler Doktorandennetzwerke geplant.

Die Universität der Bundeswehr München hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die einen Beitrag zur Erreichung der fünf Prioritäten der Europäischen Modernisierungsagenda leisten:

  1. Die Universität der Bundeswehr München trägt zur Akademisierung und Aufwertung des Offiziersberufes bei. Der Masterabschluss gilt als Regelabschluss. Bei herausragender Leistung steht künftigen Offizieren ein akademischer Abschluss bis zum Doktorgrad offen. Zudem bietet sie im Fachhochschulbereich spezielle Studiengänge für Zielgruppen an, die bisher keine akademische Ausbildung erhalten haben. Mehrere duale Studiengänge werden seit einigen Jahren erfolgreich in Kooperation mit regionalen und internationalen Industriepartnern angeboten.
  2. Sie ergreift eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktoranden sind in der Regel Beschäftigte der Universität mit gesicherter und angemessener Finanzierung. Darüber hinaus besteht eine internationale Graduate School in Kooperation mit 12 europäischen Universitäten. Innerhalb des Doktorandenstudiums sind mehrere Mobilitätsphasen innerhalb des Netzwerkes möglich. Weitere Netzwerke mit internationalen Universitäten, größtenteils mit Hilfe des Erasmus-Programms, befinden sich im Aufbau.
  3. Ein neues Qualitätsmanagement, das alle internationalen Maßnahmen einbezieht, ist bereits vom akademischen Senat der Universität verabschiedet. Der Ausbau des Studienangebotes orientiert sich sowohl am Bedarf des Trägers als auch an demjenigen der Kooperationspartner in der Industrie, Behörden und sonstiger außeruniversitärer Forschung. Durch Einbeziehung von Mobilitätsphasen in die Studiengänge können den Studierenden neue thematische Möglichkeiten und eine passgenauere Spezialisierung, z.B. bei der Anfertigung von wissenschaftlichen Arbeiten geboten werden. Die Zusammenarbeit mit ausgewiesenen internationalen Forschungsinstituten erfordert die gegenseitige Einhaltung von Qualitätsstandards.
  4. Die Universität der Bundeswehr München ist sowohl mit regionalen als auch mit internationalen Unternehmen eng vernetzt und führt in Zusammenarbeit mit Unternehmen zahlreiche Forschungsprojekte durch. Sie bietet Studiengänge an, die auf die speziellen Bedürfnisse von Industriepartnern zugeschnitten sind. Darüber hinaus existiert ein Entrepreneurship Center, das den Weg in die Selbständigkeit fördert.
  5. Folgende Maßnahmen verbessern die universitätsinterne Steuerung: hierzu gehören die Einrichtung von fachübergreifenden Beiräten für verschiedene Fragestellungen, die Neueinrichtung von fakultätsübergreifenden Studiengängen und fachübergreifenden Forschungszentren zur optimalen Nutzung der Ressourcen. Damit verbunden ist die Erschließung neuer Finanzierungsmodelle durch eine verstärkte Drittmitteleinwerbung sowie die Schaffung der geeigneten organisatorischen Grundlagen hierfür. Auch das Weiterbildungsinstitut CASC, das sich aus Studiengebühren für spezialisierte Programme trägt, erschließt neue Finanzierungsmodelle.

Auswahl und Vergabe

Alle Studierenden der UniBw München, die sich für die Teilnahme am Erasmus+ Programm interessieren, müssen sich zunächst über das offizielle Bewerbungsverfahren des Auslandsbüros für einen Auslandsaufenthalt bewerben. Alle wichtigen Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten und Auswahlkriterien finden Sie unter Bewerbung.

Diejenigen Bewerberinnen und Bewerber, die nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens eine Zusage für einen Auslandsaufenthalt erhalten haben und für die Teilnahme am Erasmus+ Programm in Frage kommen, erhalten vom Auslandsbüro eine separate Mitteilung über die Möglichkeit ihrer Teilnahme am Erasmus+ Programm (SMS/SMP).

Ansprechpartner für Studierende:
Melina Rosa Saur, M.A., Koordinatorin Outgoing
Tel: +49 89 6004 2524
Geb. 38, Raum 0119
E-Mail:  melina.saur@unibw.de
(Sprechzeiten: Mo & Do 13-15 Uhr, Di 14-16 Uhr)

Verpflichtende Sprachtests (OLS)

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest für die fünf großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Hauptunterrichts- bzw. Hauptarbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler.

Ziel ist ein Vorher-Nachher-Vergleich in Bezug auf die Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz aller Teilnehmer am Erasmus+ Programm, der eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+ ermöglicht.

Zwischen Partnerhochschulen/-einrichtungen in Inter-Institutional Agreements (IIA) und Learning Agreements (LA) getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind somit nicht mit dem Online-Test zu belegen/zu verwechseln. Diese Sprachkompetenzen müssen durch andere Nachweise abgesichert werden.

Neuerungen

Das ist neu im ERASMUS+ Programm!

  • SMS: Studierende können mehrfach, in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Dokotrat) jeweils bis zu zwölf Monate gefördert werden
  • SMP: Praktika/Praxisaufenthalte sind bereits ab zwei Monaten (60 Tage) möglich und können während und nach Abschluss des Studiums gefördert werden
  • die monatlichen Mobilitätszuschüsse für Studierende werden angehoben, insbesondere für Gastländer mit höheren Lebenshaltungskosten
  • zur Feststelltung der Fremdsprachenkorrespondenz von Studierenden werden ab Oktober 2014 verpflichtende Tests vor und nach der Mobilität flächendeckend eingeführt
  • zur Verbesserung der Fremdsprachenkorrespondenz können Studierenden ab Herbst 2014 in fünf großen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch) Online-Sprachkurse angeboten werden
  • um eine möglichst umfassende Anerkennung von im Ausland erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen zu erreichen, werden die Monitoring-Aktivitäten deutlich intensiviert: Mobility Tool Plus (MT+) der EU KOM befragt alle Geförderten zur Anerkennung von im Ausland erbrachten Studien- und Arbeitsleistungen

Erasmus Charta

Jede Hochschuleinrichtung, die am Erasmus+ Programm teilnimmt, muss über eine gültige Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen.

►  ERASMUS CHARTA FÜR DIE HOCHSCHULBILDUNG 2014-2020

Die ECHE wurde von der Europäischen Kommission vergeben. Sie beweist, dass die Universität der Bundeswehr München alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilname am ERASMUS-Programm erfüllt.

Fördersätze für Studierende

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Mobiliät von Studierenden (SM) orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern ("Programmländern").

Mindestfördersätze für Studienaufenthalte (SMS):
Gruppe 1 (Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden): 250 Euro
Gruppe 2 (Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern): 200 Euro
Gruppe 3 (Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn): 150 Euro

Mindestfördersätze für Auslandspraktika (SMP):
Gruppe 1: 350 Euro
Gruppe 2: 300 Euro
Gruppe 3: 250 Euro

Hinweis: Alle aktuell festgelegten Fördersätze für Studierende der Universität der Bundeswehr München sind auf den Webseiten zu SMS bzw. SMP zu finden.

Unterlagen

Für die Teilnahme am Erasmus+ Programm für Studierende:

  1. Erasmus-Studierendencharta (regelt die Pflichten und Rechte der Studierenden im Erasmus+ Programm)

  2. Grant Agreement = Finanzhilfevereinbarung (wird vom Auslandsbüro erstellt und der/m Studierenden vom Auslandsbüro zugesandt)

  3. entweder Learning Agreement for Studies = Studienvertrag für Studienaufenthalte an europäischen Partnerhochschulen (SMS)
    oder Learning Agreement for Traineeships = Studienvertrag für Praktika/Praxisaufenthalte im europäischen Ausland (SMP)

  4.  Confirmation of Arrival = Ankunftsbestätigung (muss bei Ankunft von der Gastinstitution unterzeichnet werden)
    ACHTUNG: Auszahlung der ersten Erasmus+ Rate erfolgt erst nach Eingang der Ankunftsbestätigung im Auslandsbüro der UniBw München

  5.  Confirmation of Stay = Aufenthaltsbestätigung (muss kurz vor Abreise von der Gastinstitution unterzecihnet werden)
    ACHTUNG: Auszahlung der zweiten Erasmus+ Rate und Berechnung der endgültigen Gesamtfördersumme (entsprechend Angaben auf Confirmation of Stay) erfolgen erst nach Vervollständigung eines Online Surveys, nach der Teilnahme an einem abschließenden Sprachtest sowie nach Eingang der Aufenthaltsbestätigung im Auslandsbüro der UniBw München

Hinweis: Die Dokumente 2 und 3 müssen dem Auslandsbüro vor Beginn der Mobilität vorliegen (Grant Agreement im Original!). Die Dokumente 4 und 5 sollten dem Auslandsbüro kurz nach Beginn bzw. kurz vor Ende der Mobilität elektronisch übersandt werden.

Berichtspflicht

Alle Geförderten, die an einer Erasmus+ Mobilitätsmaßnahme teilgenommen haben, sind verpflichtet, nach Abschluss der Maßnahme einen Bericht über das Mobility Tool Plus (MT+) zu erstellen und zusammen mit entsprechenden Nachweisen (z.B. zur Aufenthaltsdauer) einzureichen.

Achtung: Der Bericht über das MT+ ersetzt nicht den schriftlich ausformulierten Erfahrungsbericht, den alle Studierenden am Ende ihres Aufenthaltes im Auslandsbüro einreichen müssen. Letzterer muss zusätzlich eingereicht werden.