UniBw M beteiligt sich an neuer TUM Security and Defense Alliance
9 Februar 2026
Die Universität der Bundeswehr München (UniBw M) beteiligt sich gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) sowie Partnern aus Industrie, Start-ups und dem öffentlichen Sektor an der TUM Security and Defense Alliance.
UniBw M stärkt europäische Sicherheits- und Verteidigungsforschung
Die neue strategische Initiative bündelt wissenschaftliche Exzellenz und Innovationskraft im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungstechnologien und setzt ein klares Zeichen für europäische Resilienz und technologische Souveränität.
„Als Universität der Bundeswehr München stehen wir für ausgewiesene Expertise in der Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Durch die TUM Security and Defense Alliance können wir gemeinsam mit starken Partnern Kompetenzen bündeln und Wissen zur Wirkung bringen – für ein freies, sicheres und resilientes Europa.“
Prof. Eva-Maria Kern, Präsidentin der UniBw M
Vernetzte Kompetenzen an einem europäischen Schlüsselstandort
Der Münchner Raum zählt zu den führenden Zentren Europas für Forschung, Innovation und industrielle Entwicklung im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Die TUM Security and Defense Alliance verfolgt das Ziel, bestehende und entstehende Kompetenzzentren systematisch zu vernetzen und ihre Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Inhaltlich deckt die Allianz sämtliche sicherheitsrelevanten Domänen ab – von Luft, Land, See und Weltraum bis hin zum Cyber- und Informationsraum – und fördert insbesondere anwendungsnahe, fähigkeitsorientierte Forschung mit klarem Transferfokus.
Brücke zwischen Wissenschaft, Anwendung und Einsatzfähigkeit
Ein zentraler Schwerpunkt der Alliance liegt auf der frühen Validierung von Forschungsergebnissen, dem Aufbau spezialisierter Forschungs- und Testinfrastrukturen sowie der Stärkung von Lehre, Weiterbildung und Talententwicklung. Darüber hinaus fungiert sie als Enabler für Innovationen und Start-ups im Dual-Use- und Defense-Bereich. „Wer den Frieden sichern will, muss ihn verteidigen können. Zu dieser Aussage stehen wir und schaffen mit der TUM Security and Defense Alliance ein Innovationsökosystem für mehr europäische Sicherheit. Die Allianz soll Spitzenforschung und marktfähige Innovationen verantwortungsvoll und effizient in einsatzfähige Fähigkeiten überführen, die der Abschreckung, Krisenprävention, Stabilisierung und Friedenssicherung dienen“, so Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM.

Start der TUM Security and Defense Alliance; mittig v.l. TUM Präsident Thomas F. Hofmann, Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, Prof. Eva-Maria Kern, Präsidentin der UniBw M (© Andreas Heddergott / TUM)
Gemeinsames Signal für technologische Souveränität Europas
Neben der TUM und der UniBw M vereint die Alliance führende Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, technologieorientierte Start-ups, die TUM Venture Labs sowie Akteure des öffentlichen Sektors. Gemeinsam soll Bayerns Rolle als führender Hochtechnologiestandort und als zentraler Pfeiler europäischer Sicherheit weiter gestärkt werden.
Auch die Politik unterstreicht die Bedeutung der Initiative. Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, erklärte anlässlich der Gründung: „Die TUM rüstet auf. Mit der Security and Defense Alliance macht sie den Freistaat zur technologischen Kommandozentrale für Europas Sicherheit. In einer wegweisenden Allianz der Willigen versammelt sich hier alles, was beim Thema Sicherheit Rang und Namen hat. Sicherheit ist mehr denn je eine Frage von starken Innovationsökosystemen. Die neue Allianz institutionalisiert die Zusammenarbeit der Partner von der Grundlagenforschung über Anwendung bis hin zur Gründung von Start-ups. Das stärkt den Standort Bayern als Zentrum für Sicherheits- und Verteidigungstechnologie und sorgt für eigene Stärke. Abschreckung gelingt nicht mit langwierigen Grundsatzdebatten über Zivilklauseln. Unsere Hochschulen müssen sicherheitsrelevante Fragen beantworten – Dual-Use ist ein Gebot unserer Zeit. In Zeiten hybrider Hightech-Kriege ist Mut zur Innovation entscheidender Faktor. Es gilt das Prinzip: Hightech schützt Heimat.“
Zur Website der TUM Security and Defense Alliance (englisch)
Die Partner der TUM Security and Defense Alliance sind neben der Technischen Universität München und der Universität der Bundeswehr München:
- Airbus Defence and Space GmbH
- Diehl Defence GmbH & Co. KG
- Helsing Germany GmbH
- Hensoldt AG
- Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH
- Isar Aerospace SE
- MBDA Deutschland GmbH
- MTU Aero Engines AG
- Neuraspace
- Quantum-Systems GmbH
- Resaro Europe GmbH
- Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
- SAP SE
- TUM Venture Lab Aerospace / Defense
- TYTAN Technologies GmbH
Titelbild (v.l.n.r): Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der Technischen Universität München; Prof. Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr und Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (© Andreas Heddergott / TUM)