Präsidentin Prof. Eva-Maria Kern begrüßt gemeinsam mit Prof. Stephan Stetter den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Nils Schmid

„Strategische Ressource“: Staatssekretär Nils Schmid zu Gast an der UniBw M

17 Juni 2026

Am 16. Juni 2026 besuchte der Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Dr. Nils Schmid, die Universität der Bundeswehr München für einen intensiven Austausch über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen und die Rolle der Universität als strategische Ressource für Bundeswehr und Bundesregierung.

Strategischer Austausch zwischen Wissenschaft und Bundeswehr

Im Mittelpunkt des Besuchs standen Gespräche zwischen Universitätspräsidentin Prof. Eva-Maria Kern, Vertreterinnen und Vertretern der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung (FoKS) sowie dem Staatssekretär Schmid. Die Universität der Bundeswehr München ist Gründungsmitglied der Allianz. Präsidentin Eva-Maria Kern fungiert dabei als stellvertretende Vorsitzende von FoKS, Prof. Stephan Stetter ist stellvertretender Sprecher des wissenschaftlichen Leitungsgremiums.

Staatssekretär Schmid nutzte seinen Besuch, um sich ein umfassendes Bild von den wissenschaftlichen Kompetenzen der Universität und ihrer Bedeutung für die sicherheits- und verteidigungspolitische Beratung zu machen. In seinem Vortrag bezeichnete er die UniBw M als eine „strategische Ressource“ nicht nur für das Bundesministerium der Verteidigung, sondern für die gesamte Bundesregierung.

Die Kombination aus exzellenter Forschung, moderner Lehre und engagierten Studierenden macht die Universität der Bundeswehr München zu einem strategischen Vorteil – für das BMVg, aber auch für die gesamte Bundesregierung.

Dr. Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung

Sicherheitspolitik im Wandel: Drei zentrale Botschaften

Vor rund 100 Angehörigen der Universität sprach Dr. Schmid im Uni-Casino zum Thema „Internationale Sicherheitspolitik und die Rolle und Aufstellung der Bundeswehr“.

Ausgehend von den tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, den wachsenden Einfluss Chinas sowie die Veränderungen im transatlantischen Verhältnis formulierte er drei zentrale Botschaften:

Erstens: Deutschland müsse bereit sein, mehr Verantwortung für die internationale Sicherheit und die europäische Verteidigungsfähigkeit zu übernehmen. Die Bundesrepublik wolle als verlässlicher Partner innerhalb von NATO und EU vorangehen und zur Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur beitragen.


Keynote von Dr. Nils Schmid zur internationalen Sicherheitspolitik im Uni-Casino

Rund 100 Gäste verfolgen die Keynote von Dr. Nils Schmid zur internationalen Sicherheitspolitik im Uni-Casino der Universität der Bundeswehr München (© UniBw M/Saborowski)


Zweitens: Die sicherheitspolitischen Herausforderungen seien nur gemeinsam mit Partnern zu bewältigen. Deshalb setze Deutschland auf enge europäische und transatlantische Kooperationen sowie auf neue strategische Partnerschaften mit gleichgesinnten Staaten.

Drittens: Die Bundeswehr richte sich konsequent auf die veränderte Bedrohungslage aus. Dazu gehörten der personelle Aufwuchs, Investitionen in Fähigkeiten und Infrastruktur sowie die langfristige Stärkung der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands und seiner Bündnispartner.

Rege Diskussion zu Wehrpflicht, Europa und globalen Konflikten

Im Anschluss an die 20-mintütige Keynote entwickelte sich eine ausführliche Fragerunde, die von Prof. Stetter moderiert wurde. Studierende, Forschende und Angehörige der Universität diskutierten mit dem Staatssekretär über aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Themen. Dabei standen unter anderem die Zukunft der Bundeswehr, Fragen zur Personalgewinnung und Wehrpflicht, europäische Rüstungskooperationen, Deutschlands Führungsrolle in Europa sowie internationale Partnerschaften im Fokus.


Übergabe der 3D-gedruckten „Athene“ der UniBw M an Staatssekretär Dr. Schmid

Zum Abschied übergibt Präsidentin Prof. Kern die 3D-gedruckte „Athene“ der UniBw M an Staatssekretär Dr. Schmid (© UniBw M/Saborowski)


Schmid betonte dabei die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise für politische Entscheidungsprozesse. Gerade angesichts der komplexen internationalen Lage seien Orte wie die Universität der Bundeswehr München unverzichtbar, um sicherheitspolitische Entwicklungen zu analysieren, Handlungsmöglichkeiten zu bewerten und politische Entscheidungen wissenschaftlich zu begleiten.

 


Titelbild: Präsidentin Prof. Eva-Maria Kern begrüßt gemeinsam mit Prof. Stephan Stetter (l.) den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Nils Schmid an der Universität der Bundeswehr München (© UniBw M/Saborowski)