Gruppenbild des Hacking for Defense Abschlussevents

Einmalig in Europa: Abschluss des Programms Hacking for Defense

29 Juni 2026

Wie können Drohnentechnologien schneller in die Praxis überführt, kritische Infrastrukturen besser vor Cyberangriffen geschützt und zukünftige Konflikte frühzeitig antizipiert werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Masterstudierende der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) im Rahmen des Lehrformats Hacking for Defense (H4D).

Innovationen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich fördern

Die UniBw M ist der erste Standort in Deutschland sowie auf dem europäischen Kontinent, der das Modul H4D anbietet und im Frühjahrstrimester mit drei studentischen Teams durchgeführt hat. Ursprünglich wurde das Modul an der Stanford University entwickelt. In Deutschland und Europa wird das Programm durch das Common Mission Project verbreitet und koordiniert.

Im Rahmen von studium plus hatten die interdisziplinären Teams der Studierenden gemeinsam mit Partnern aus Bundeswehr und Industrie innerhalb nur elf Wochen Zeit, mithilfe von Lean-Startup-Methoden tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Diese Lösungsansätze wurden in einer Abschlusspräsentation am 26. Juni 2026 im UniCasino präsentiert.


Prof. Renner bei der Begrüßung

Vizepräsident Prof. Karl-Heinz Renner begrüßt die Teilnehmenden sowie alle Beteiligten im Rahmen der Abschlussveranstaltung von H4D im Uni Casino (© UniBw M/Krafczyk)


Vizepräsident für Lehre und Stakeholder Beziehungen, Prof. Karl-Heinz Renner, begrüßte die Anwesenden Problem-Sponsoren, Gäste vom Common Mission Projekt UK, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr und der Defense-Industrie. Er ging außerdem darauf ein, warum H4D ausgezeichnet an die UniBw M passt: „Hacking for Defense hat das Ziel, Innovationen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu fördern. Dieses Ziel stimmt in herausragender Weise mit dem Leitbild unserer Universität überein, die lautet: Sicherheit und Resilienz in Technik und Gesellschaft.“

Auch die Leiterin von studium plus, Dr. Felicitas Meifert-Menhard, war beeindruckt über den Erfolg des Moduls: „Das ist nicht nur ein großes Ding – das ist ein tolles Ding! Ich bin sehr begeistert von den Studierenden. Das, was sie geleistet haben, ist etwas ganz Besonderes.“


Dr. Felicitas Meifert-Menhard, Leiterin von studium plus, auf dem Podium

Dr. Felicitas Meifert-Menhard, Leiterin von studium plus, ist von den herausragenden Leistungen der Studierenden begeistert (© UniBw M/Krafczyk)


Lösungsansätze für reale Herausforderungen

Im Fokus der diesjährigen Abschlusspräsentationen standen die folgenden drei Problemstellungen aus der Bundeswehr:

  1. Drone Delivery – Neuausrichtung einer Strategie für den Drohneneinsatz: Das Innovationszentrum der Bundeswehr benötigt einen besseren Ansatz zur schnellen Umsetzung einer Drohnenkriegsstrategie, um ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bei Forschungs- und Entwicklungsbudgets zu erzielen und sicherzustellen, dass modernste Technologien ohne Verzögerung bei den Endnutzern ankommen.
  2. Picture Perfect – Überwachung von Bedrohungen kritischer Infrastrukturen: Um besser auf Cyberangriffe reagieren zu können, wird ein Ansatz zur Überwachung von Bedrohungen kritischer Infrastrukturen benötigt, da die komplexen Systeme in Deutschland und der EU sonst irreversibel geschädigt werden könnten.
  3. Strategic Foresight – Vorbereitung auf zukünftige Konflikte: Das Referat „Future Analysis“ innerhalb der Planungsabteilung sowie die Thinktanks der Bundeswehr benötigen eine bessere Möglichkeit, strategische Vorausschau in Entscheidungsprozesse zu integrieren, auch um die doktrinäre Weiterentwicklung der Bundeswehr voranzubringen.

 

Über H4D

H4D verbindet akademische Ausbildung, praxisnahe Problemlösung und sicherheitsbezogene Innovation in einem einzigartigen Lehrformat. Das Modul richtet sich an Masterstudierende, umfasst 5 ECTS und wird im Rahmen von studium plus als Kombination aus Seminar und Training angeboten.

Methodisch basiert H4D auf Ansätzen wie Lean Startup, Customer Discovery, agiler Problemlösung und prototypischer Entwicklung. Durch regelmäßige Präsentationen, Blogbeiträge und Abschlussberichte reflektieren die Studierenden ihren Fortschritt kontinuierlich und schärfen ihre Lösungsansätze fortlaufend.

Neben fundierten Methodenkenntnissen im Innovationsmanagement erwerben die Teilnehmenden wertvolle Kompetenzen in Analyse, Kommunikation und Teamarbeit. Das Programm wird von Prof. Patrick Figge, Professur für Innovationsmanagement, sowie weiteren Lehrenden der UniBw M durchgeführt.

 


Titelbild: Strahlende Gesichter nach erfolgreichen Präsentationen die interdisziplinären Teams von der UniBw M mit ihren sogenannten Problem-Sponsoren sowie Mentorinnen und Mentoren (© UniBw M/Krafczyk)