Mehr als 40.000 Gäste beim Tag der Bundeswehr München 2026
8 Juni 2026
Mehr als 40.000 Besucherinnen und Besucher kamen am Samstag, 6. Juni 2026, zum Tag der Bundeswehr auf den Campus der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg. Gemeinsam mit dem Bundeswehr-Dienstleistungszentrum München öffnete die UniBw M ihre Tore für die breite Öffentlichkeit und bot Einblicke in militärische Aufgaben, Forschung und Lehre sowie ein vielfältiges Programm für die ganze Familie. Höhepunkte waren der Beförderungsappell mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, dynamische Vorführungen auf dem Gelände sowie zahlreiche Mitmachangebote für Groß und Klein.
550 Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter befördert
Den feierlichen Auftakt des Tages bildete der Beförderungsappell auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München. Rund 550 Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter wurden durch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zum Leutnant beziehungsweise Leutnant zur See befördert.

(v.l.n.r) Oberst Matthias Henkelmann, Leiter des Studierendenbereichs, Prof. Roland Börger, Präsident des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Prof. Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München und Bundesminister Boris Pistorius schreiten die Formation ab (© UniBw M/Krafczyk)
Im Anschluss nutzte der Minister seinen Besuch für einen Rundgang über das Veranstaltungsgelände und suchte den Austausch mit Angehörigen der Bundeswehr, Hochschulangehörigen sowie Besucherinnen und Besuchern. Der gemeinsame Veranstaltungsansatz von Universität der Bundeswehr München und Bundeswehr-Dienstleistungszentrum München zeigte dabei eindrucksvoll die Vielfalt der Bundeswehr – vom Großgerät wie Kampf- und Gefechtsfahrzeuge über Wissenschaft und Ausbildung bis hin zu Betrieb und Unterstützung.

Ein Highlight unter den zahlreichen Flugvorführungen: die Fallschirmspringer überbringen die Urkunden für die beförderten Soldatinnen und Soldaten (© UniBw M/Krafczyk)
Dynamische Vorführungen und Technik zum Anfassen begeistern Publikum
Auf dem gesamten Campus warteten zahlreiche Vorführungen, Ausstellungen und Mitmachangebote auf die Gäste. Besonders die dynamischen Displays am Appellplatz zogen tausende Zuschauerinnen und Zuschauer an: Der Kampfpanzer Leopard 2A7V demonstrierte seine Leistungsfähigkeit beim Überrollen eines Fahrzeugs, Hubschrauber vom Typ H145 und CH-53 zeigten ihr Können im Flugprogramm und Fallschirmjäger landeten punktgenau auf dem Veranstaltungsgelände. Auch die Überflüge verschiedener Luftfahrzeuge – darunter die Transportflugzeuge C-130J und A400M sowie der Seefernaufklärer P-8A und der Eurofighter – sorgten immer wieder für beeindruckende Momente am Himmel über Neubiberg. Ergänzt wurde das Programm durch Mitfahrangebote, Fahrzeugausstellungen und Einblicke in zahlreiche Truppengattungen und Organisationsbereiche der Bundeswehr.

Am Stand von Prof. Peter Stütz informiert sich der Minister zusammen mit UniBw M-Präsidentin Prof. Eva-Maria Kern über hyperspektrale Drohnen (© UniBw M/Krafczyk)
Forschung, Innovation und Sicherheitspolitik im Fokus der Universität
Mit mehr als 40 Forschungs- und Mitmachstationen präsentierte die Universität der Bundeswehr München ihre wissenschaftliche Vielfalt und machte aktuelle Forschung für Besucherinnen und Besucher erlebbar. Besonders gefragt waren Demonstrationen automatisierter Drohnensysteme und Sensorik des FlightLabs, autonome Fahrzeuge mit Mitfahrmöglichkeiten, Robotik-Anwendungen, Quantenforschung sowie Einblicke in Satellitenkommunikation und 5G-Technologien. Auch Themen wie IT-Sicherheit, Hacking und digitale Forensik, virtuelle Lernwelten, Wasserstofftechnologien und resiliente Versorgungssysteme stießen auf großes Interesse.

Im voll besetzten Audimax diskutieren (v.l.n.r.) Prof. Carlo Masala, Professur für Sicherheits- und Verteidigungspolitik an der UniBw M, Brigadegeneral Stefan Weber, Vizepräsident des Bundesamts für Personalmanagement der Bundeswehr, Florian Hahn, MdB, Staatsminister im Auswärtigen Amt unter der Moderation von Christian Thiels, Ministerialdirigent im Bundesministerium der Verteidigung (© UniBw M/Krafczyk)
Ein Publikumsmagnet war zudem die sicherheitspolitische Podiumsdiskussion mit Prof. Carlo Masala im voll besetzten Audimax. Parallel luden zahlreiche Ausstellungen und Mitmachformate dazu ein, Forschung selbst auszuprobieren – vom Erdbeben-Rütteltisch über VR-Anwendungen bis hin zu historischen Computern, Flugsimulatoren und 3D-Druck. So zeigte die Universität eindrucksvoll die enge Verbindung von Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Verantwortung.
Programm für die ganze Familie auf dem Campus
Neben militärischen und wissenschaftlichen Einblicken bot der Tag der Bundeswehr zahlreiche Angebote für Familien und Kinder. Über das gesamte Gelände verteilt sorgten Foodtrucks und gastronomische Angebote für Verpflegung, während die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr ihr Können präsentierte. Im Family-Bereich warteten Hüpfburgen, Bewegungsparcours, Slacklines und Spielstationen auf junge Gäste. Escape Rooms, Sportangebote, Mitmachstationen sowie musikalische Beiträge des Marinechors „Blaue Jungs“, des Heeresmusikkorps und der Uni Big Band rundeten das Programm ab.

Im Family-Bereich des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums München können sich Kinder austoben und auch ausruhen (© UniBw M/Saborowski)
Der Tag der Bundeswehr zeigte damit eindrucksvoll die Vielfalt der Bundeswehr, der Universität der Bundeswehr München und des Bundeswehr-Dienstleitungszentrums München – und machte den Campus zu einem Ort der Begegnung zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Streitkräften
Titelbild: Ein großes Highlight am Tag der Bundeswehr in München: der Beförderungsappell mit dem Bundesminister für Verteidigung Boris Pistorius (© UniBw M/Krafczyk)