Politische und militärische Kooperation in Europa: Studienfahrt nach Straßburg
11 Februar 2026
Wie funktioniert politische und militärische Zusammenarbeit in Europa unter den Bedingungen aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen? Dieser Frage gingen Studierende des Masterstudiengangs Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München im Januar bei einer Studienreise nach Straßburg nach. Begleitet wurden sie von Prof. Khan und Dr. Riznik.
Einblick in europäische Entscheidungsprozesse
Auf dem Programm der Studienreise standen Hintergrundgespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie die Teilnahme an einer Plenardebatte. Die Studierenden erhielten dabei direkte Einblicke in politische Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene und diskutierten aktuelle Fragen der europäischen Integration, Demokratie und Sicherheitspolitik.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel zwischen politischer Willensbildung und sicherheitspolitischer Umsetzung – ein Thema, das angesichts internationaler Krisen und neuer Bedrohungslagen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Teilnehmende an der Studienfahrt nach Straßburg; in der Bildmitte General Weeke (© Eurocorps)
Militärische Kooperation und historische Perspektiven
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Hauptquartiers des Eurocorps, einer zentralen Säule der militärischen Zusammenarbeit in Europa. General Weeke und weitere hochrangige Militärs nahmen sich einen ganzen Nachmittag Zeit, um mit den Studierenden über die aktuelle sicherheitspolitische Lage und die Herausforderungen multinationaler militärischer Strukturen zu sprechen. Die offene Diskussion bot reichlich Stoff für kritische Nachfragen und Reflexion.

Fort de Schoenenbourg, eine vollständig erhaltenen Artilleriefestung der Maginot-Linie (© UniBw M / Prof. Khan)
Ergänzt wurde das Programm durch eine Führung im Fort de Schoenenbourg, einer vollständig erhaltenen Artilleriefestung der Maginot-Linie. Hier wurde die historische Dimension europäischer Zusammenarbeit besonders greifbar: Die deutsch-französische Freundschaft – Ausgangspunkt der 1989 gegründeten deutsch-französischen Brigade und damit auch des Eurocorps – steht beispielhaft für Versöhnung und Kooperation in Europa. Ob daraus eines Tages eine europäische Armee erwächst, blieb offen – Denkanstöße bot die Reise in jedem Fall reichlich.
Titelbild: Besuch im Europarlament, in der Bildmitte Prof. Angelika Niebler, Mitglied des Europäischen Parlaments (© UniBw M / Prof. Khan)