Gewinner des Hardware Gamechanger Awards mit den Organisatoren auf der Bühne

Innovation, Austausch und Zukunftsdenken für die Verteidigung von morgen

18 November 2025

Am 12. November 2025 fand der Defence Innovation Pitch Day (DIPD) in München statt – ein Treffpunkt für Vordenkerinnen und Vordenker aus Bundeswehr, Industrie und Start-ups, die gemeinsam an der Zukunft der Verteidigung arbeiten. Veranstaltet wurde das Format vom Behörden Spiegel, gemeinsam mit den Innovationselementen der Universität der Bundeswehr München: dtec.bw, founders@unibw und dem Palladion Defence Accelerator. Ziel war es, Innovationen sichtbar zu machen, Kooperationen zu fördern und neue Perspektiven für die Verteidigungsforschung und -technologie zu eröffnen.

Neue Technologien und Hardware im Fokus

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie neue Technologien und der Austausch zwischen unterschiedlichen Akteuren dazu beitragen können, die Bundeswehr besser auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. In ihrer Eröffnungsrede betonte Prof. Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, wie wichtig es ist die richtigen Akteure hierfür zusammenzubringen. Auch Prof. Geralt Siebert, Vizepräsident für Forschung, Innovation und nachhaltige Entwicklung, sowie Marvin Baldauf, Mitglied der Geschäftsleitung des Behörden Spiegel, unterstrichen die Notwendigkeit, Forschung, Industrie und militärische Praxis noch enger zu vernetzen.


UniBw-Präsidentin Prof. Eva-Maria Kern bei Ihrem Grußwort

Prof. Eva-Maria Kern bei Ihrem Grußwort zu Beginn des DIPD 2025 (© Luca Scheuring)


Impulse, Panels und Start-up-Pitches

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartete ein vielseitiges Programm mit wissenschaftlichen Impulsen, Diskussionen und Pitches. Ein Highlight war der Vortrag von Prof. Jasmin Riedl aus dem dtec.bw-Projekt SPARTA, die über die Rolle von Desinformation und hybrider Kriegsführung sprach und damit den Bogen zwischen politikwissenschaftlicher Analyse und technologischer Innovation spannte. In mehreren Expert-Panels diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Verteidigung – darunter General Dynamics, BatchOne und Volkswagen Osnabrück GmbH – über Themen wie Innovationsgeschwindigkeit, Lieferkettenunabhängigkeit und den Wandel der Defence-Industrie.


Prof. Jasmin Riedl von der UniBw M beim Vortrag

Prof. Jasmin Riedl hielt die Ignite Speech zu Desinformation und hybride Kriegsführung (© Luca Scheuring)


Die nächste Generation von Defence-Start-ups

Zehn Start-ups präsentierten beim DIPD 2025 ihre Hardware-Innovationen für den Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Von Robotik über Quantentechnologien bis hin zu neuen Materialien und Steuerungssystemen zeigten junge Unternehmen, wie vielseitig und praxisnah DefenceTech-Innovationen heute gedacht werden. Zu den teilnehmenden Start-ups gehörten unter anderem Muuv, Munich Quantum Instruments, Dcubed, deltaVision, Lemvos Robotics, Oberon Systems und Tandairium.

Der Höhepunkt des Tages war dann die Verleihung des „Hardware Gamechanger Award“, der durch Publikumsabstimmung vergeben wurde. Platz 1 ging an Oberon Systems mit ihren adaptiven Tarnlösungen. Platz 2 ging an Tandairium, Platz 3 an deltaVision. Der Gewinner erhielt ein Ticket für die Berliner Sicherheitskonferenz und damit die Chance, seine Innovation vor einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.


Die sieben Organisatoren des DIPD in orangenen Sesseln und stehend

Die Organisatoren des DIPD: stehend das Behöhrden Spiegel Team. Sitzend v.l.n.r.: Dr. Annika-Kathrin Belz (dtec.bw), Lydia Auerbach (Palladion Defence Accelerator) und Filipa Munoz Petersen (founders@unibw), die auch Innovationselemente der UniBw M vorstellten (© Luca Scheuring)


Austausch und Vernetzung als Erfolgsfaktor

Beim abschließenden Networking Beer-Call nutzten Teilnehmende aus Forschung, Start-up-Szene und Bundeswehr die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und neue Kooperationen anzustoßen. Der DIPD zeigte einmal mehr, dass die Verbindung von Innovation, Kooperation und sicherheitspolitischer Verantwortung entscheidend ist, um technologische Entwicklungen in den Dienst einer modernen, resilienten Bundeswehr zu stellen.

 


Titelbild: Die Gewinner des Hardware Gamechanger Awards zusammen mit den Organisatoren des DIPD (© Luca Scheuring)