WEFE-Nexus-Projekte im Fokus des Delegationsbesuchs aus Jordanien
18 Mai 2026
Am 5. Mai 2026 empfing Prof. Dr. Gertrud Buchenrieder, Inhaberin des Lehrstuhls für Entwicklungsökonomie und -politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften sowie Vorstandsmitglied des Forschungszentrums RISK, eine hochrangige Delegation aus Jordanien. Der Besuch fand im Rahmen einer technischen Studienreise des von der GIZ geförderten Projekts „Stärkung und Verstetigung der Governance des Wasser-Energie-Lebensmittel-Umwelt-Nexus (WEFE-Nexus) in Jordanien“ statt.
Die Delegation bestand aus Vertreterinnen und Vertreter von fünf jordanischen Ministerien, darunter die Ressorts für Landwirtschaft, Umwelt, Wasser und Bewässerung, Energie und Bodenschätze sowie der Obere Rat für Wissenschaft und Technologie und das Nationale Zentrum für Sicherheit und Krisenmanagement, darunter Generalsekretäre, Herr Mohammad Issa Abdelraheem Alhyari, Herr Moh’d Ibrahim Moh’d Aldwairi, Dr. Jihad Saleh Abdel Rahman Al Mahamid und Prof. Mashhoor Abdalla Oqlah Al-Refai. Die GIZ wurde durch Frau Jasmin Freischlad und Herrn Ahmad Sandid vertreten. Die Wirtschaft wurde durch die Firmen WEE Pros GmbH und Luvent Consulting repräsentiert.
Ziel des Besuchs war es, Best Practices für integrierte WEFE-Nexus-Projekte kennenzulernen und mögliche Synergien für die Umsetzung in Jordanien zu identifizieren.
Prof. Dr. Buchenrieder stellte ihre Forschungsarbeit im Rahmen von EU-geförderten Projekten vor, darunter das Projekt FrontAg Nexus (https://frontagnexus.eu/). Dieses konzentriert sich auf klimaschonende und wassersparende Technologien. Im Mittelpunkt standen dabei innovative Ansätze wie Hydroponik, Kreislaufaquakultursysteme (RAS), Insektenzucht und Agrophotovoltaik – Technologien, die auch durch die jordanischen Projektpartner Dr. Jafar AlKasasbeh und Amer Sweity am National Agricultural Research Center (NARC) erprobt werden. Besonders reges Interesse weckte die Frage, wie diese Lösungen in das nationale Governance-Rahmenwerk Jordaniens integriert werden könnten. An die Präsentationen schloss sich ein intensiver fachlicher Austausc
h an.
Ein weiterer Höhepunkt des Programms war die Besichtigung des Labors für Konstruktiven Ingenieurbau unter der Leitung von Dr.-Ing. Vahan Zorayi Zohrabyan. Die innovativen Ansätze im Massiv- und Stahlbau stießen bei den Gästen auf großes Interesse. Die gewonnenen Erkenntnisse und Themen wurden anschließend bei einem gemeinsamen Mittagessen vertieft.
Fazit des Treffens war die einhellige Überzeugung aller Beteiligten, dass die Zusammenarbeit zwischen der Universität der Bundeswehr München und den jordanischen Entscheidungsträgerinnen und -träger erhebliches Potenzial birgt. Der Besuch unterstrich damit auch die Bedeutung internationaler Kooperation für die Bewältigung globaler Herausforderungen wie Wasserknappheit und Klimawandel im Bereich des WEFE-Nexus zwischen Deutschland und Jordanien.
Bildrechte:
Titelbild: Prof. Dr. Uwe Borghoff
Labor: FZ RISK