Die Veranstalter des Abwassersymposiums von Prof. Christian Schaum, Oberst Peter Gerdes und Karsten Heine

Wasserbewusste Entwicklung von Bundeswehrstandorten

16 Juli 2026

Vom 7. bis 9. Juli 2026 fand an der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) das Abwassersymposium 2026 statt. Rund 100 Expertinnen und Experten aus Bauverwaltung, Bundeswehr und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben tauschten sich über aktuelle Herausforderungen für die wasserbewusste Liegenschaftsentwicklung aus.

Das Abwassersymposium wird alle drei Jahre vom Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) durch die Leitstelle des Bundes für Abwassertechnik am Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaft (NLBL) ausgerichtet. Die UniBw M war erstmals Gastgeber der Veranstaltung.

„Wir müssen uns gemeinsam den Herausforderungen stellen“

Für die Universität der Bundeswehr München begrüßte Prof. Christian Schaum, Professor für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik, die Teilnehmenden. Er wies auf die Außenausstellung auf dem Campus hin, auf der u.a. das an seiner Professur entwickelte Projekt NOWATER demonstriert wird – ein modulares technisches System zur Notwasserversorgung bei Infrastrukturausfällen. Oberst Peter Gerdes, Referatsleiter beim BAIUDBw und selbst Absolvent der UniBw M, stimmte in seiner Begrüßung auf die mannigfaltigen Herausforderungen ein, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf die Liegenschaften der Bundeswehr zukommen. Die Bundeswehr wachse – damit wachse auch der Bedarf an neuer Infrastruktur. Dabei gelte es auf Ereignisse wie Starkregen oder auch lange Dürreperioden vorbereitet zu sein. „Diesen Herausforderungen müssen wir uns gemeinsam stellen. Der persönliche Informations- und Erfahrungsaustausch spielt dabei eine große Rolle“, hob Oberst Gerdes die Bedeutung des Abwassersymposiums hervor.


Die Teilnehmenden des Abwassersymposiums 2026

Rund 100 Fachleute aus verschiedenen Institutionen nutzen das Abwassersymposium 2026 für den fachlichen und persönlichen Austausch (© UniBw M/Borghoff)


Aktuelle Themenschwerpunkte

Karsten Heine, Referatsleiter der Leitstelle des Bundes beim NLBL, stellte vor, was die Teilnehmenden fachlich an den kommenden Tagen erwartete. Um den persönlichen fachlichen Austausch zu stärken, behandeln auf dem Abwassersymposium vier Arbeitsgruppen mit maximal 25 Teilnehmenden rollierend vier Themenschwerpunkte. Die diesjährige Veranstaltung behandelte aktuelle Themen wie Niederschlagswasserbewirtschaftung, liegenschaftsbezogene Abwasserentsorgungskonzepte und die Anforderungen an Abscheideranlagen zur Trennung von Schadstoffen aus Abwasser.

Wertvoller Dialog

Veranstalter und Gastgeber zeigten sich nach dem Abschluss des dreitägigen Symposiums sehr zufrieden mit dem Verlauf. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Sie bot eine gelungene Plattform für Vernetzung, Wissenstransfer und neue Kooperationen“, so Prof. Schaum. Sowohl die Teilnehmenden als auch die ausstellenden Firmen hätten durchweg positives Feedback gegeben und sich begeistert vom intensiven und offenen Austausch gezeigt. Besonders der direkte Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der Liegenschaften sei als äußerst wertvoll hervorgehoben worden.

 


Titelbild: Prof. Christian Schaum, Oberst Peter Gerdes und Karsten Heine (v.l.n.r.) begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abwassersymposiums 2026 (© UniBw M/Borghoff)