Hochrangige wallonische Delegation zu Gast an der UniBw M
8 Juli 2026
Eine rund 60-köpfige Delegation aus Wallonien (Belgien) besuchte am 7. Juli die Universität der Bundeswehr München. Angeführt wurde die Abordnung vom wallonischen Ministerpräsidenten Dr. Adrien Dolimont, begleitet unter anderem vom belgischen Botschafter in Deutschland Piet Heirbaut sowie dem belgischen Militärattaché Oberst i.G. Jan Maenhoudt. Gastgeber auf Seiten der Universität waren Prof. Karl-Heinz Renner, Vizepräsident für Lehre und Stakeholder-Beziehungen, sowie Prof. Florian Engstler, Vizepräsident für den Hochschulbereich für Angewandte Wissenschaften und Digitalisierung.
Strategischer Austausch zwischen Wallonien und der UniBw M
Ziel des Besuchs war es, die Forschungs- und Innovationslandschaft der Universität kennenzulernen, den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zu vertiefen und die Grundlage für ein Memorandum of Understanding (MoU) zu schaffen. Dieses soll künftig eine strategische Zusammenarbeit zwischen der Universität der Bundeswehr München sowie wallonischen Institutionen, Unternehmen und Hochschulen ermöglichen. Das abwechslungsreiche Programm umfasste Fachvorträge, Round Tables, Laborführungen und zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Networking.

Im gut besetzten Stauffenberg Saal verfolgen (v.l.n.r.) Piet Heirbaut, belgische Botschafter in Deutschland, Oberst i.G. Jan Maenhoudt, Militärattaché Belgiens, sowie Oberst Matthias Henkelmann, Leiter des Studierendenbereichs der UniBw M die Präsentationen und Fachvortäge (© Claus Schunk)
Gemeinsame Vision für Forschung und Innovation
Zum Auftakt begrüßte Prof. Karl-Heinz Renner die Gäste im Stauffenberg Saal und stellte die strategische Ausrichtung der Universität, ihre Forschungsstärken sowie ihre Aktivitäten im Bereich Dual Use, Technologietransfer und internationale Kooperationen vor. Anschließend unterstrich Ministerpräsident Adrien Dolimont in seiner Keynote die Bedeutung grenzüberschreitender Partnerschaften für Innovation, Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung. Beide Seiten betonten das große Potenzial einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen der Universität der Bundeswehr München und den Akteuren aus Wallonien.

Prof. Christian J. Kähler (r.), Institutsleiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik, präsentiert den wallonischen Gästen die Forschungsobjekte im Windkanal-Labor (© Claus Schunk)
Forschung zum Anfassen und persönliche Begegnungen
Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden in thematischen Round Tables über mögliche Kooperationen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Sensorik und Künstliche Intelligenz, Additive Fertigung, Werkstoffe sowie Cybersicherheit und digitale Resilienz. Ergänzt wurden die Gespräche durch Laborführungen, unter anderem durch den Konstruktiven Ingenieurbau und die Windkanalanlagen der Universität, bei denen die Gäste aktuelle Forschungsinfrastrukturen aus nächster Nähe kennenlernen konnten.

Zum Abschied überreichen Prof. Karl-Heinz Renner und Prof. Florian Engstler dem wallonischen Ministerpräsidenten die Athene als 3D-Druck (© Claus Schunk)
Den Ausklang fand der Besuch bei einem gemeinsamen Mittagessen im Biergarten des UniCasinos. Als besonderes Andenken überreichte Prof. Renner dem wallonischen Ministerpräsidenten eine an der Universität gefertigte 3D-gedruckte Athene. Darüber hinaus erhielten alle Mitglieder der Delegation einen Athene-Schlüsselanhänger aus dem 3D-Druck als Erinnerung an ihren Besuch an der Universität der Bundeswehr München.
Titelbild: Ministerpräsident Dr. Adrien Dolimont (3.v.r.) neben Prof. Karl-Heinz Renner (2.v.r.) und weiteren Teilnehmenden am Austausch der wallonischen Delegation mit der Universität der Bundeswehr (© Claus Schunk)