COMTESSA zeigt europäische Sicherheitsforschung auf der VivaTech 2026
14 Juli 2026
Als offizielles Partnerland stand Deutschland auf der VivaTech 2026 vom 17. bis 20. Juni in Paris im Mittelpunkt Europas größter Technologiemesse. Fast 300.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich über Zukunftstechnologien und Innovationen aus Forschung und Wirtschaft.
Internationale Bühne für deutsch-französische Forschung
Im Deutschen Pavillon war auch die Forschungsgruppe COMTESSA („Core Competence Center for Operations Research, Management Tenacity Experience, Safety & Security Alliance“) der Universität der Bundeswehr München vertreten. Prof. Stefan Pickl präsentierte gemeinsam mit französischen Partnern den Forschungsverbund SANCTUM & COMTESSA (SANCTUM Steht für „Système d'ANticipation de Crise par Traitement Uchronique Modélisable“), der Anfang des Jahres als eines der deutschen Leuchtturmprojekte für den Messeauftritt ausgewählt worden war. Prof. Pickl engagiert sich dabei unter anderem als Beiratsvorsitzender der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) sowie als Vizepräsident des Deutschen Komitees für Katastrophenvorsorge (DKKV).
Living Lab für resiliente Kritische Infrastrukturen
Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand ein deutsch-französisches Living Lab, das innovative Ansätze für den Schutz Kritischer Infrastrukturen sowie für Krisenvorsorge und Resilienz entwickelt. Gemeinsam mit Partnern aus Frankreich und Deutschland entsteht derzeit am House of Logistics and Mobility (HOLM) am Frankfurter Flughafen ein prototypischer Demonstrator. Das Living Lab ermöglicht es, unterschiedliche Krisenszenarien interaktiv zu analysieren, Handlungsoptionen zu bewerten und digitale Entscheidungsunterstützung für Behörden, Wissenschaft und Unternehmen weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu überführen und gemeinsam innovative Lösungen für mehr Sicherheit und Resilienz zu entwickeln.

Die Eröffnungszeremonie des German Park mit Digitalminister Dr. Karsten Wildberger (© Jens Oellermann)
Hochrangige Gäste und europäische Zukunftsthemen
Die Präsentation der Forschungsgruppe stieß während der Messetage auf großes Interesse. Zu den Besucherinnen und Besuchern am Deutschen Pavillon gehörten unter anderem Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wildberger, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sowie der hessische Staatssekretär Dr. Johannes Lohheide.
Im Mittelpunkt der VivaTech 2026 standen Themen wie Künstliche Intelligenz, Digitale Souveränität, verantwortungsvolle Digitalisierung und resiliente Technologien. In seiner Rede hob Bundesminister Dr. Karsten Wildberger insbesondere den Faktor „Tenacity" als entscheidenden Erfolgsfaktor für anspruchsvolle Digitalisierungsvorhaben hervor – ein Leitmotiv, das auch im Namen der Forschungsgruppe COMTESSA (Core Competence Center for Operations Research, Management Tenacity Experience, Safety & Security Alliance) verankert ist.
Titelbild: Vizepräsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule Prof. Andrea Hülsen-Esch, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, DFH-Präsident Prof. Philippe Gréciano und Prof. Stefan Pickl beim Deutschen Pavillon der VivaTech 2026 in Paris (© inshorefilms)