Dr. Daniel Racek bei der Preisverleihung mit den anderen Preistägerinnen und Preisträgern auf der Bühne

KlarText-Preis der Klaus Tschira Stiftung für Dr. Daniel Racek

22 Oktober 2026

Die Klaus Tschira Stiftung zeichnete Dr. Daniel Racek, Abteilungsleiter für Data Science und Softwareentwicklung am Kompetenzzentrum Krisenfrüherkennung der Universität der Bundeswehr München, mit dem KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation aus.

Insgesamt sieben Nachwuchsforschende wurden am 22.10.2026 in Heidelberg für ihre allgemeinverständlichen Beiträge über ihre Dissertationen geehrt. Seit 1997 fördert der KlarText-Preis den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit: Er stärkt die Kommunikationskompetenz junger Forschender und schärft das Bewusstsein für die Bedeutung von Wissenschaftskommunikation insgesamt.

Daten machen Kriegsfolgen sichtbar

Seine Dissertation „Modern Data Science in Conflict Research“ entstand an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Kooperation mit der Technischen Universität München. Darin untersucht Dr. Racek, wie sich statistische Verfahren, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz mit digitalen Datenquellen wie Satellitenbildern und sozialen Medien verbinden lassen. Ziel ist es, Informationslücken in Kriegen zu schließen und Konfliktentwicklungen besser zu analysieren und vorherzusagen.

„Methodisch anspruchsvolle Forschung klar und verständlich zu kommunizieren, war mir immer ein besonderes Anliegen. Auch Menschen ohne entsprechendes Vorwissen sollen nachvollziehen können, welche Fragen wir untersuchen, wie wir dabei vorgehen und welchen Beitrag unsere Forschung leisten kann. Dass dieser Anspruch mit dem KlarText-Preis gewürdigt wird, freut mich besonders.“

Dr. Daniel Racek, Abteilungsleiter für Data Science und Softwareentwicklung am Kompetenzzentrum Krisenfrüherkennung 

Im Mittelpunkt seines Wettbewerbsbeitrags „Den Datennebel im Krieg lichten“ steht eine Methode, mit der sich Gebäudeschäden anhand frei verfügbarer Aufnahmen der europäischen Sentinel-1-Satelliten erkennen lassen. Wiederholte Aufnahmen desselben Gebiets werden dafür miteinander verglichen und statistisch ausgewertet. So können Zerstörungen auch dort sichtbar gemacht werden, wo verlässliche Berichte fehlen. Über die Forschungsarbeit berichtete unter anderem die Tagesschau.

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Titelbild: Dr. Daniel Racek (2.v.r.) bei der Preisverleihung der Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg (©Niko Bruno da Silva Neithardt/KTS)