Dr. Valerie Nur bei ihrer Dankesrede im Rahmen der Preisverleihung

Dr. Valerie Nur erhält den Forschungspreis Ethnographie 2026

15 Juli 2026

Dr. Valerie Nur, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Flucht, Migration und soziale Mobilität der Universität der Bundeswehr München, ist mit dem Forschungspreis Ethnographie 2026 ausgezeichnet worden. Die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen der Feldarbeitstage an der Technischen Universität Dortmund von der Sektion Wissenssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) verliehen. Der Preis würdigt im zweijährigen Turnus herausragende und innovative Arbeiten der ethnographischen Sozialforschung. In diesem Jahr teilen sich Dr. Valerie Nur und Dr. Luis Bastidas von der Universität Bayreuth die Auszeichnung.

Prämiert wurde Dr. Valerie Nurs Buch „Die Unbeständigkeit der Dinge. Handwerk, Familie und Mobilität bei den Tuareg in Niger“ (Dietrich Reimer Verlag, 2024). Die Publikation basiert auf einer 21-monatigen ethnografischen Feldforschung und untersucht das Handwerk der Tuareg als soziale Praxis, in der Wissen und Fertigkeiten über Generationen weitergegeben werden. Die Studie zeigt, wie handwerkliches Können die Wahrnehmung der materiellen Welt sowie die Handlungsmöglichkeiten der Menschen prägt und liefert damit wichtige Impulse für aktuelle wissenschaftliche Debatten zu Handwerk, Lernen und materieller Kultur.

Für ihre Forschung wurde Dr. Valerie Nur bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie unter anderem den Frobenius-Forschungsförderungspreis 2022 sowie den ersten Preis der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) im Jahr 2023.

 


Titelbild: Dr. Valerie Nur bei ihrer Dankesrede im Rahmen der Preisverleihung für den Forschungspreis Ethnographie 2026 (© Thomas Eberle)