Wissenschaftliche Kernfragestellung ist die Erforschung fortschrittlicher Automatisierungsansätze, die die verantwortliche Rolle des Menschen voll umfänglich reflektieren. Die Beurteilung des Gesamtsystems erfolgt unter besonderer Berücksichtigung von Gesichtspunkten des Human-Factors-Engineering.
In diesem Zusammenhang erforschen wir den Ansatz der „Dual Mode Cognitive Automation“ im zukunftsrelevanten Forschungsfeld hochautomatisierter bemannter und unbemannter Flugsysteme.
Basierend auf kognitionspsychologischen Modellen, untersuchen wir die Stärken, analysieren aber auch Beschränkungen des Menschen und entwickeln daraus sinnvolle Unterstützungen durch die Maschine. Dabei kommen insbesondere neue technische Möglichkeiten der Automatisierungstechnik, der Robotik und der künstlichen Intelligenz zur Anwendung. Neben der Entwicklung theoretischer Ansätze stellen wir uns zudem der Herausforderung, den Nutzen der Methoden in Forschungssimulatoren oder eigenentwickelten Fluggeräten nachzuweisen.
Bewusst suchen wir den Kontakt zu potentiellen Nutzern, zum Beispiel in Erprobungskampagnen mit Luftfahrzeugführern der Bundeswehr und ziviler Einrichtungen. Die entwickelten Konzepte, etwa in Form kognitiver Assistenzsysteme, werden zur Beherrschung der Arbeitsbelastung des Menschen sowie zur Verbesserung des Situationsbewusstseins von Besatzungen eingesetzt. Damit leisten wir einen Beitrag zur Erhöhung der Flugsicherheit und der Entscheidungsqualität in Mensch-Maschine Systemen der Luftfahrt.