Prof. Dr. habil. Thomas Pany, Professor für Satellitennavigation, hat das Projekt „NeedForPRS“ im Rahmen des deutschen PRS-Programms eingeworben.
Neben Mobilfunkbetreibern, die mit Hilfe eines ausgebauten Glasfasernetzes ohne GNSS (Global Navigation Satellite System)-Unterstützung ihr Mobilfunknetz betreiben, gibt es auch GNSS-abhängige Mobilfunkbetreiber. Diese verwenden offene GNSS-Signale zur präzisen Zeit- und Taktgebung für die Synchronisation der einzelnen Mobilfunkzellen. Eine Zeitsynchronisation der Daten ist Voraussetzung für eine korrekte Datenübertragung. In diesem Projekt wurden die Schwachstellen des Mobilfunks hinsichtlich Spoofing-Angriffe untersucht. Spoofing ist das Vortäuschen eines GNSS-Signales, um den GNSS-Empfänger in die Irre zu führen. Hierbei kann man dem Empfänger eine falsche Zeit oder Position sowie einen Uhrdrift vorgaukeln. Im Bereich Mobilfunk ist das Zeitspoofing kritisch, da hierdurch die Zellensynchronisation außer Kraft gesetzt werden kann, was zu Verbindungsabbrüchen bei den Mobilfunkteilnehmern führt. Es gibt verschiedene Spoofingtechniken, die allesamt im Projekt getestet wurden. Allen gemeinsam ist, dass der Spoofer sein gefälschtes Signal mit höherer Energie als das echte Satellitensignal in Richtung der Mobilfunkstation schickt.
