Verbundkoordinator
„Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Infrastrukturbetreiber, Behörden mit Sicherheitsaufgaben, Bundeswehr, Wissenschaft und Industrie ermöglichen wir einen gezielten Wissens- und Technologietransfer. Wir als Universität der Bundeswehr München sind stolz darauf, damit einen wirksamen und nachhaltigen Beitrag für Sicherheit und Resilienz in Technik und Gesellschaft zu leisten und unsere Kernkompetenzen fakultätsübergreifend gezielt einbringen zu können.“
- Prof. Dr. mont. Dr.-Ing. habil. Eva-Maria Kern, MBA, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München -
Am 19. Mai 2026 wurde mit der Auftaktveranstaltung des Innovation Hubs SicherNetz ein Projekt gestartet, das die Art und Weise, wie wir die Sicherheit unserer Energieinfrastruktur denken, grundlegend verändern kann. Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Förderrichtlinie „Demonstration und Erprobungen innovativer Lösungen für die zivile Sicherheit“ wird SicherNetz ein offenes, interdisziplinäres Innovationsökosystem, in welchem zivile und militärische Akteure Hand in Hand daran arbeiten, anwendungsrelevante und effiziente Lösungen für die Drohnenerkennung und -abwehr in die Praxis zu überführen – mit dem großen Ziel, die Sicherheit und Resilienz von Energieinfrastrukturen nachhaltig und wirksam zu verbessern.
Ein Kernelement von SicherNetz ist der Aufbau und Betrieb eines einzigartigen Portfolios an Test- und Versuchseinrichtungen. Hierzu zählen mobile Einrichtungen, welche Machbarkeitsnachweise an der realen Infrastruktur ermöglichen, gleichermaßen wie ein Prüffeld für die physische Nachstellung von Störfällen und die Testzentren der Bundeswehr. Dies dient dem übergeordneten Ziel, Lösungen für die Drohnenerkennung und -abwehr zum Schutz von Energie- und Versorgungsinfrastrukturen in den Wirkbetrieb zu überführen. Die Einladung zur Erprobung von Lösungen im Innovation Hub basiert auf mehreren Workshops und Wettbewerben. In SicherNetz analysieren und überwachen wir Anforderungen und Bedrohungsszenarien, erproben agile und modulare Systeme für die Drohnenerkennung, erarbeiten effiziente Kommunikationswege und entwickeln bauliche Schutzmaßnahmen, um auf aktuelle und zukünftige Bedrohungen schnell und effektiv reagieren zu können.
Die Stärke von SicherNetz liegt in der Zusammenarbeit eines hochkarätigen Konsortiums: Neben der Universität der Bundeswehr München als Verbundkoordinatorin sind die TenneT TSO GmbH als Übertragungsnetzbetreiber, die Stadtwerke München GmbH als kommunales Versorgungsunternehmen, das Innovationszentrum der Bundeswehr sowie die Wehrtechnischen Dienststellen 52, 61 und 91 beteiligt. Der Verbund wird durch einen immer größer werdenden Kreis an unterstützenden Partnern gestärkt. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Braml und Dr.-Ing. Stefan Küttenbaum entsteht sukzessive ein Netzwerk, das nicht nur technologische, sondern auch organisatorische, finanzielle und regulatorische Fragestellungen beantworten wird. Mit der Auftaktveranstaltung ist der Startschuss für ein Vorhaben gefallen, das die Versorgungssicherheit in Deutschland nachhaltig stärken wird. In einer Zeit, in der Bedrohungen durch Drohnen immer komplexer werden, bietet SicherNetz eine neue Plattform, um innovative und praxiserprobte Lösungen für eine sichere Zukunft zu nutzen.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich auf dieser Website über den Innovation Hub zu informieren, uns zu kontaktieren und an SicherNetz mitzuwirken!