Willkommen

Das Forschungszentrum RISK - Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt an der Universität der Bundeswehr München zielt darauf ab, die unterschiedlichen Risiko- und Sicherheitsperspektiven in den Sozial-, Natur- und Ingenieurwissenschaften zu verbinden und zu integrieren. Die Arbeiten des Forschungszentrums betreffen die „Logik“ von Entscheidungen unter Unsicherheit ebenso wie die komplexen Wechselbeziehungen zwischen den Konzepten „Sicherheit“ und „Freiheit“. Sie widmen sich der Sicherheit "kritischer Infrastrukturen" in technischer, politischer und sozialer Hinsicht angesichts von Naturkatastrophen, internationalem Terrorismus und organisierter Kriminalität im Spannungsfeld von politischen Vorgaben, gesellschaftlicher Akzeptanz und ökonomischer Zahlungsbereitschaft. Zugleich geht es um (politische) (Un-)Sicherheitskonstruktionen unter nationalen und internationalen Perspektiven.

Kompetenzfelder

Kompetenzfelder RISK.jpgDie am Forschungszentrum RISK - Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt beteiligten Wissenschaftler arbeiten interdisziplinär an vier Forschungsschwerpunkten. 

 

Der Forschungsschwerpunkt Risiko und Entscheidung:

  • Wie funktionieren "Entscheidungen unter Unsicherheit?"
  • Prozess der Herstellung von Sicherheit
  • Katastrophen und Entscheidungen unter Unsicherheit
  • Logik des Ausschlusses von Entscheidungsalternativen

 

 Der Forschungsschwerpunkt Infrastruktur und Sicherheit:

  • Gefährdung baulicher Infrastruktur
    • Naturkatastrophen, Klimawandel
    • Terrorismus
    • Vandalismus
    • Organisierte Kriminalität
    • Havarien (Schiffsanprall, Leckagen, Störfälle)
  • Erfordernis neuer baulicher Systeme
  • Gesellschaftliche Akzeptanz neuer Systeme

 

Der Forschungsschwerpunkt Sicherheit und Freiheit:

  • Einschränkung individueller und kollektiver Freiheit durch Herstellung von Sicherheit
  • Komplexe Wechselbeziehungen zwischen Sicherheit und Freiheit
    • Sicherheit als Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken und Beeinträchtigungen ist
    • Freiheit als Raum autonomen Handelns
  • Konzept der "Human Security" auf internationaler Ebene

 

Der Forschungsschwerpunkt Konflikt und Regulierung:

  • Globale Auswirkungen trans- und internationaler Konflikte
  • Hoher Beitrag von Staaten und internationalen, supranationalen und transnationalen Organisationen bei Konfliktregulierung
    • Humanitäre Hilfen
    • Militärische Einsätze
    • CIMIC-Missionen

 

Projekte

  • 8 Forschungsvorhaben zur Katastrophenforschung mit ca. 2 Mio Bewilligungssumme (Kretzschmar, Münch, Goderbauer-Marchner, Disse, Kulisch, Latzel, Englberger, Sackmann, Gebbeken), BBK, 2014-2017
  • Risikomanagement bei terroristischen Bedrohungen des schienengebundenen Personenverkehrs (RIKOV), BMBF, Verbundprojekt, 5 Partner, 2,5 Mio., 2012-2015, Koordinator Stefan Pickl
  • Verletzbarkeit von Transportinfrastrukturen – Warnung und Evakuierung bei Hochwasser (FloodEvac), BMBF, Deutsch-Indisches Verbundprojekt, 7 Partner, 2,4 Mio., 2015 – 2017, Koordinator Norbert Gebbeken
  • NaCoSi (Nachhaltigkeitscontrolling in der Siedlungswasserwirtschaft) – BMBF, 2013-2016, 134.000,00, Günthert, Krause
  • µMOLE - EU Horizon 2020, Entwicklung eines Systems zum Aufspüren illegaler Drogenlabors, 2015 – 2018; 434.000 EUR, Krause
  • NoWa Notwasserversorgung – BBK, 2015-2016, 110.000,00 EUR, Krause
  • SuBi, Verminderung von Korrosion in Entwässerungssystemen, BMBF; 2015 – 2017; 110.000 EUR, Günthert, Krause
  • Sensor based Security and Emergency management system for underground Metro systems during disaster events (Sense4Metro), BMBF, Deutsch-Indisches Verbundprojekt, 6 Partnern, 2,8 Mio., Koordinatorin FhG, Gebbeken TP „Security of Metro carriages“
  • Baulicher Bevölkerungsschutz - Untersuchung von Gebäuden und Aufenthaltsstätten in und unterhalb der KRITIS-Sektoren unter hochdynamischen Belastungen durch Explosionen mit Erprobung der vorgesetzten und eingebauten Sicherheitsmaßnahmen an unterschiedlichen Gebäudetypen (UGABE), BBK,  900.000,00 EUR, 2015-2017, Gebbeken
  • MOUT – Military Operations in Urban Terrain, Mauerwerkskonstruktionen unter Blast und Impakt, IABG, 300.00,00 EUR, 2015-2017, Gebbeken
  • Erkundung und Bewertung von Brücken, BMVg (BAAINBw), 1.0 Mio. EUR, 2000 – 2017, Gebbeken, Keuser, Mangerig
  • Risikokommunikation und Bürgerbeteiligung im baulichen Bevölkerungsschutz (RIKO), BBK, 2015-2017, Münch
  • Konzeption einer Kommunikationsstrategie für die Umsetzung von Empfehlungen des BBK im Bereich „Vorsorge für Extremereignisse“ bezüglich des baulichen Bevölkerungsschutzes“ (KeK), BBK, 2015-2017, Sackmann
  • Individualisierte Risikokommunikation: Audio-visuelle Darstellung von Naturrisiken und ihre Nutzerakzeptanz, BBK, hier: u.a. Erstellung von 20 Videoclips, Rezeptionsanalyse, 768.000 EUR, 2013-2015, Kretzschmar
  • SCPerform - Steigerung der Versorgungssicherheit durch neue Vertragskonstrukte als Bestandteil des Risikomanagements, Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF), 2014-2016, Eßig
  • Nutzung von Faserbeton im Einsatz, BMVg (WTD52), 2015-2016, 280.000,00 EUR, Keuser.
  • Increasing Resilience in Surveillance Societies, EU-Verbundprojekt, 16 Partner, 2012-2015, Bonß (3,4 Mio; UniBw-Anteil 121000)
  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfgang F. Günthert: Studie Urbane Sturzfluten – Hintergründe – Risiken – Vorsorgemaßnahmen.Auftraggeber: Bundesverband für Baustoff-Fachhandel (BDD) Mai 2016

  • Prof. Dr. Manuela Pietraß: TEAMWORK, Serious Gaming und Simulation zur Erhöhung der Resilienz von Einsatzkräften und der Bevölkerung, BMBF; 2016 – 2019; 5 Partner, 2,1 Mio. EUR (UniBwM: 282.000, EUR)

Zielsetzung

Das Forschungszentrum RISK - Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt stellt sich der Herausforderung, sozial- und technikwissenschaftliche Perspektiven zu integrieren. Es verfolgt u.a. folgende Ziele:

  • Bündelung der Forschung zum Zusammenhang von Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt an der Universität der Bundeswehr München
  • Multidisziplinäre, multimethodische Ausrichtung
  • Einwerbung und Durchführung von Forschungsprojekten zu Risiko und Katastrophe
  • Beratung von Endnutzern
  • Nachwuchsförderung
  • Wertschöpfung, Innovation

Vorstand

Prof. Dr. Ursula Münch

Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre

Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken

Baustatik

Prof. Dr. Wolfgang Bonß

Allgemeine Soziologie

Prof. Dr.-Ing. Christian Thienel

Professur für Werkstoffe des Bauwesens

 

Am Forschungszentrum RISK - Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt der Universität der Bundeswehr München sind derzeit 25 Professoren aus fünf Fakultäten beteiligt. Die Sprecher des Forschungszentrums sind Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken (Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften, Professur für Baustatik) und Prof. Dr. Wolfgang Bonß (Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften, Professur für Soziologie).

Kontakt

Sie erreichen das Forschungszentrum für Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt am besten über den Besuchereingang am Westtor (Zwergerstraße / Universitätsstraße). Bitte halten Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass bereit, mit dem Sie sich an der Wache ausweisen können.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, Gebäude 33/400, Zimmer 2417 Prof. Dr. Wolfgang Bonß, Gebäude 33/100, Zimmer 3153

Legende

  • 1: Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, Gebäude 33/400, Zimmer 2417
  • 2: Prof. Dr. Wolfgang Bonß, Gebäude 33/100, Zimmer 3153