Ein Außenminister besucht erstmals die Universität der Bundeswehr München
3 Dezember 2025
Zum ersten Mal besuchte ein Außenminister die Universität der Bundeswehr München (UniBw M). Der litauische Außenminister Kęstutis Budrys wollte am 2. Dezember die Besonderheiten der UniBw M persönlich kennen lernen und wurde vom Generalkonsul der Republik Litauen in München Donatas Kušlys begleitet.
Empfangen wurden die Gäste von der Präsidentin der UniBw M Prof. Eva-Maria Kern. Der Leiter Studierendenbereich Oberst Matthias Henkelmann stieß ebenfalls zum Gespräch hinzu. Themen waren vor allem der Ukraine-Krieg, die hybriden Bedrohungen sowie die sicherheitspolitische Verantwortung von Deutschland und Litauen im Bündnis der NATO.
„An der Universität der Bundeswehr München wird bereits seit über 50 Jahren im Bereich der Sicherheit und Verteidigung geforscht. Die sicherheitspolitischen Herausforderungen der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass die Potenziale dieser Forschung für die Gesellschaft und die Bundeswehr jetzt sichtbarer und konsequenter genutzt werden. Forschung hat eine sehr hohe Bedeutung für die Resilienz von Gesellschaften, da durch sie Erkenntnisse hervorgebracht werden, die unsere Gesellschaft widerstandsfähiger machen“, erklärte Prof. Kern.
Sicherheitspolitsche Einrichtungen mit besonderen Fähigkeiten
Anschließend stellten Prof. Carlo Masala und sein Mitarbeiter André Bluhm von der Professur für Sicherheits- und Verteidigungspolitik die Fähigkeiten einer einmaligen Konstellation von sicherheitspolitischen Führungsinstrumenten an der UniBw M vor. Mit dem Center for Intelligence and Security Studies (CISS) sowie dem Kompetenzzentrum für Krisenfrüherkennung hat Prof. Masala Einrichtungen an der UniBw M aufgebaut und etabliert, die besondere Fähigkeiten haben.
Das CISS erarbeitet fundierte, unabhängige und vorausschauende Analysen, um nachhaltige Strategien zur Lösung von sicherheitspolitischen und intelligence-relevanten Fragen zu entwickeln. Das Kompetenzzentrum für Krisenfrüherkennung nutzt öffentlich zugängliche Daten, um sie nach bestimmten Parametern für Rückschlüsse auf sicherheitspolitische Entwicklungen zu analysieren. An diesen Fähigkeiten zeigte sich der Außenminister sehr interessiert.

Zum Abschied des Besuches überreichte Präsidentin Prof. Kern die Athene als Teil des Logos der Universität als 3-D-Druck an den Außenminister. Die griechische Göttin Athene symbolisiert die Weisheit, die Strategie und den Kampf.(© UniBw M/Siebold)
Austausch mit Studierenden
Am Ende des Besuches hatten Studierende die Gelegenheit, sich mit dem Außenminister über sicherheitspolitische Fragen und hybride Bedrohungen auszutauschen. Ein Thema war die formal im April 2025 in Dienst gestellte Panzerbrigade der Bundeswehr in Litauen. Besonders für Angehörige des Heeres unter den Studierenden ist ein Einsatz in dieser Brigade grundsätzlich künftig möglich und teils auch wahrscheinlich. Oberst Henkelmann erklärte dem Außenminister mit Stolz, dass Studierende der UniBw M am Design des Brigadewappens maßgeblich beteiligt waren. Bei einem Wettbewerb zwischen verschiedenen Dienststellen der Bundeswehr setzte sich der Entwurf eines ehemaligen Studenten als Sieger durch.
Titelbild (v.l.n.r.): Generalkonsul Donatas Kušlys, Außenminister Kęstutis Budrys, Prof. Eva-Maria Kern, Prof. Carlo Masala, André Bluhm, Oberst Matthias Henkelmann (© UniBw M/Siebold)