Zwischen Hörsaal und datArena: Abschluss des Hochbegabtenprogramms
29 Dezember 2025
Der Campus der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) wurde für besonders begabte Schülerinnen und Schüler des Maria-Theresia-Gymnasiums München (MTG) zu einem außergewöhnlichen Lernort: Im Rahmen des Hochbegabtenprogramms besuchten sie universitäre Vorlesungen – und nahmen nun im feierlichen Rahmen ihre Zertifikate entgegen.
Für die Schülerinnen und Schüler des Maria-Theresia-Gymnasiums München (MTG) bedeutete die Teilnahme am Hochbegabtenprogramm der UniBw M einen Schritt weit über den schulischen Unterricht hinaus. Über mehrere Monate hinweg tauchten sie in den universitären Alltag ein, besuchten reguläre Vorlesungen verschiedener Fakultäten und setzten sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen auf Hochschulniveau auseinander.
Seit rund 20 Jahren engagiert sich die Universität der Bundeswehr München in der Förderung besonders begabter junger Menschen. Den Grundstein für das Programm legte Prof. Stefan Pickl, Professor für Operations Research. Er hatte ein entsprechendes Modell an seiner früheren Universität in Köln kennengelernt, weiterentwickelt und schließlich in angepasster Form an der UniBw M etabliert.
Im Rahmen eines sogenannten Pi-Seminars erhielten besonders begabte Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des MTG die Möglichkeit zu einem Frühstudium an der Universität. Darüber hinaus steht das Hochbegabtenprogramm auch Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren offen, die über einen längeren Zeitraum teilnehmen möchten. Nach individuellen Beratungs- und Orientierungsgesprächen wählen die Teilnehmenden entsprechend ihrer Interessen passende Lehrveranstaltungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. So besuchten die Schülerinnen und Schüler Vorlesungen aus den Themenfeldern „Grundlagen der Elektrotechnik“, „Volkswirtschaftslehre“, „Sozialpsychologie“ und „Technische Mechanik“ und erhielten dabei einen realistischen Einblick in wissenschaftliche Arbeitsweisen und Studieninhalte.

Unser Programm richtet sich an besonders begabte und engagierte Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe (© UniBw M/Siebold)
Einblicke in die datArena
Im Anschluss an die feierliche Urkundenübergabe führte Ralf Neumann die Schülerinnen und Schüler des MTG durch die neugestaltete datArena. Mit ihr entsteht auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München ein einzigartiges Lehr-, Forschungs-, Ausstellungs- und Begegnungszentrum zur Entwicklungsgeschichte der Informations- und Kommunikationstechnologie.
Neben technikgeschichtlich bedeutenden elektronischen Rechnern beherbergt die datArena ein Software-Archiv von internationalem Rang. Sie bietet damit eine hervorragende Infrastruktur für Forschung und Lehre – insbesondere in den Bereichen digitale Langzeitarchivierung, Resilienz von Informations- und Kommunikationssystemen sowie zur Bewahrung des digitalen kulturellen Erbes.

Nach der Übergabe führt Ralf Neumann die Schülerinnen und Schüler des MTG durch die neugestaltete datArena (© UniBw M/Siebold)
Ein Abschluss mit Perspektive
Bei der Adventsfeier setzte Prof. Pickl mit der Übergabe der Teilnahmezertifikate den Schlusspunkt unter das Hochbegabtenprogramm 2025 – ein Abschluss mit nachhaltiger Wirkung: Nach erfolgreich bestandenen Prüfungen werden die erbrachten Leistungen dokumentiert und können den Schülerinnen und Schülern später sogar auf ein Studium angerechnet werden. Ein besonderer Höhepunkt der feierlichen Zertifikatsvergabe war die Anwesenheit des Programmpaten Prof. Robert De Souza aus Singapur, der den Teilnehmenden persönlich gratulierte und die internationale Bedeutung des Programms unterstrich.
Titelbild (v.l.n.r.): Prof. Maximilian Moll, Prof. Robert De Souza, Claudia Knust, Theo Wimmer und Prof. Stefan Pickl bei der Urkundenübergabe in der datArena auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München (© UniBw M/Siebold)