Weiterbildungsprogramm für Mentees: Schlüsselkompetenzen im Fokus

22 April 2020

Im Mentoring-Programm MENTality – #share&grow profitieren die teilnehmenden Doktorandinnen und Postdocs zusätzlich zum Austausch mit erfahrenen Führungskräften von einem separaten Weiterbildungsprogramm.

Eine Einschränkung des beruflichen Aufstiegs von Frauen durch Stereotypen und Vorurteile, aber auch durch andere in der Gesellschaft und Organisationen vorhandene Verfahren oder Verhaltensweisen wird als Gläserne Decke beschrieben. Mentoring möchte die Gläserne Decke ein Stück weit aufbrechen, indem es Potenziale aufdeckt, Stärken weiterentwickelt und berufliche Vernetzung schafft.

Aufbau von fach- und unternehmensübergreifenden Netzwerken

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg hat festgestellt, dass bei der Besetzung von rund einem dritten Drittel der in Deutschland ausgeschriebenen Stellen Netzwerke und Empfehlungen ausschlaggebend sind – umso wichtiger ist es für den beruflichen Erfolg, die eigene Netzwerkkompetenz auszubauen. Als „Nebeneffekt“ stärkt diese Schlüsselqualifikation die Ausprägung weiterer Soft Skills wie Kommunikations- und Teamfähigkeit oder Konfliktmanagement. Mit ihrem einjährigen Mentoring-Programm fördert die zivile Gleichstellungsstelle die Vernetzung über Fachbereiche und Unternehmensgrenzen hinaus:

Zum einen lernen die Mentees Doktorandinnen und Postdocs anderer Institute und Fakultäten kennen. Andererseits bieten die Einzeltreffen mit der Mentorin/dem Mentor und die Netzwerktreffen mit der gesamten Mentoring-Gruppe Gelegenheit, sich mit Führungskräften aus verschiedenen Branchen und Unternehmen auszutauschen.

Separates Weiterbildungsprogramm

Die zivile Gleichstellungsstelle bietet den Mentees im Programm Bausteine für die (Weiter-) Entwicklung beruflicher Schlüsselqualifikationen an:

In drei Workshops werden für Führungspositionen relevante Kompetenzen – ein authentisches und selbstbewusstes Auftreten, Selbstmarketing und Führungskompetenz –gestärkt. Diese können die Teilnehmerinnen in den Netzwerktreffen gleich in die Praxis umsetzen. Online-Kurse werden nach Interesse belegt, z.B. zur Vertiefung der jeweiligen Workshops.

In den Karriere- und Persönlichkeitscoachings beschäftigen die (Post-)Doktorandinnen sich umfassend mit ihren Stärken, Potenzialen und Schwächen. Zu Beginn des Programms setzen sie sich Ziele, was sie im Mentoring erreichen wollen und an welchen Kompetenzen sie arbeiten möchten. In einem Zwischencoaching ziehen sie eine vorläufige Bilanz. Im Abschlussgespräch lassen sie das Mentoring-Programm und ihre Erfolge Revue passieren.

Die je nach Verfügbarkeit angebotenen Unternehmensbesuche runden das Programm ab und ermöglichen Einblicke in verschiedene Karrierewege und Organisationskulturen.