Die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen hat in den letzten Jahren eine große Dynamik entfaltet. Auch wenn in der Tagespresse häufig zu lesen ist, dass demnächst Autos vollkommen autonom fahren, ist dieser Schritt aus Sicht von Fachleuten und Wissenschaftlern noch weit entfernt. Der Begriff autonomes Fahren wurde und wird oft sehr unpräzise verwendet. Mittlerweile gibt es eine Definition für die verschiedenen Ebenen der Unterstützung, die von Stufe 0 = keine Unterstützung bis Stufe 5 = Vollautomatisierung reicht. Sie ist in der Norm SAE J3016 festgelegt.
Ein Blick auf die SAE J3016 zeigt, dass Fahrerassistenzsysteme noch über einen sehr langen Zeitraum von Bedeutung sein werden und voll automatisiertes Fahren – trotz vieler technischer Detailfortschritte – noch in weiter Zukunft liegt.
Am Institut für Arbeitswissenschaft standen bei der Gestaltung und Bewertung von Fahrerassistenzsystemen die nutzergerechte Auslegung sowie die Wirkungen auf die Verkehrssicherheit im Fokus. In Ergänzung der Ressourcen der Universität wurden die Arbeiten unterstützt durch industrielle Partner sowie öffentlich geförderte Projekte, die von PROMETHEUS bis UR:BAN reichen.
Popp, Michael M.: „Folgen der Fahreradaption beim vollautomatischen Fahren“. In: „Automatisierungstechnik (at)“; Band 65, Heft 07/2017: „Der Mensch und Fahrzeugautomatisierung“, 2017. S. 489-494.