Dr. Lina Aschenbrenner

 

Dr. Lina Aschenbrenner

Professur für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islam

Institut für Kulturwissenschaften

Tel.: +49 89 6004-4603

Geb. 33, Raum 1155

lina.aschenbrenner@unibw.de

 

 

 

Lina Aschenbrenner ist Religionswissenschaftlerin mit einem Hintergrund in Kulturwissenschaften. Sie erforscht und analysiert zeitgenössische gelebte Religion, ihre Performanz und Praktiken im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Dynamiken. Dabei fokussiert sie sich auf religiöse Materialität und ihre relationalen und ästhetischen, sinnlich wirksamen, Dimensionen. Ihr Forschungsfeld sind neo-spirituelle Körper- und Bewegungspraktiken (z.B. Yoga oder Freie Tanz- und Bewegungspraktiken) sowie weibliche „Spiritualität“ (z.B. im Zusammenhang mit Mutterschaft) weltweit und in neoliberalen Konsumgesellschaften im Speziellen. Sie setzt sich außerdem mit globaler Indigenität und der Rolle von indigenen Praktiken (z.B. hawaiianischem Hula) als Teil westlicher sowie indigener gelebter Religion auseinander. Ihre Anliegen sind die Weiterentwicklung von körper- und sinneszentrierten Feldforschungsmethoden und der Entwurf ästhetischer Analyseelemente wie der „ästhetischen Assemblage“.

Lina Aschenbrenner promovierte 2020 an der Universität Salzburg mit einem Projekt zu neo-spiritueller Ästhetik und verkörperter Erfahrung im Kontext der Tanzimprovisationspraktik Gaga in Tel Aviv, Israel. Ihre Forschungsergebnisse sind unter dem Titel „Neo-Spiritual Aesthetics“ (2023) bei Bloomsbury Academics erschienen. 2021 bis 2022 begann sie ihr Postdoc Forschungsprojekt zu hawaiianischem Hula als globale Praxis mit einem Stipendium des Landes Thüringen an der Universität Erfurt. Von 2022 bis 2025 war sie als Forschungskoordinatorin Teil der DFG-Kollegforschungsgruppe „Alternative Rationalitäten und esoterische Praktiken aus globaler Perspektive“ an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen. 2023 verbrachte sie einen sechsmonatigen DAAD-Forschungsaufenthalt an der University of Hawai‘i Mānoa. Seit Dezember 2025 ist Lina Aschenbrenner Teil des religionswissenschaftlichen Teams von Prof. Robert Langer an der Universität der Bundeswehr München.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Gelebte Religion
  • Neo-Spiritualität
  • Hawaiianische Religion und Kultur
  • Religion und Macht
  • Religion und Geschlecht
  • Materialitätsforschung und hier insbesondere
    • Religionsästhetik
    • Ritualtheorien
    • Performanz
    • Embodiment und Körperwissen
    • Relationale Materialitätstheorien

 

 

Publikationen (Auswahl)

Aschenbrenner, Lina. 2024a. „Aesthetic Assemblages: Relational Aesthetics of the Israeli Movement Practice Gaga“. Material Religion, März, 1–27. https://doi.org/10.1080/17432200.2024.2303899.

Aschenbrenner, Lina. 2024b. „Studying the Materialization of Power in the Body: The Aesthetics of Neo-Spirituality“. Implicit Religion. https://doi.org/10.1558/imre.25347

Aschenbrenner, Lina, und Katharina Waldner (Hrsg.). 2024. Aesthetics and Affects of Power in the Context of Religion. Special issue Implicit Religion Vol. 26 No. 1.

Aschenbrenner, Lina. 2023. Neo-Spiritual Aesthetics. Embodied Transformation in the Israeli Movement Practice Gaga. Bloomsbury Advances in Religious Studies. London: Bloomsbury Academic.

Aschenbrenner, Lina, und Anne Koch. 2022. „Do Gaga, Be Well? Well-being as Intersectional Dispositif in the Neo-spiritual Israeli Movement Practice Gaga“. In New Spiritualties and the Culture of Well-being, herausgegeben von Géraldine Mossière, 169–84. New York: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-031-06263-6_11.

Aschenbrenner, Lina, und Laura von Ostrowski. 2022. „Embodied Neo-Spirituality as an Experience Filter: From Dance and Movement Practice to Contemporary Yoga“. Body and Religion. https://doi.org/10.1558/bar.20526.

Aschenbrenner, Lina. 2020. „Der tanzende Körper als Subjekt und Austragungsort von (religiösen) Identitätsdiskursen: Aushandlung israelischer und israelisch-jüdischer Identität mithilfe des Körpers“. In Identitäten, herausgegeben von Franz Gmainer- Pranzl und Barbara Mackinger, 581–600. Bern: Peter Lang. https://www.peterlang.com/view/9783631824894/html/ch39.xhtml.