Prof. Dr. Eva Blome

 

Prof. Dr. Eva Blome

Professur für Allgemeine Kulturwissenschaften

Institut für Kulturwissenschaften

Tel.: +49 89 6004-4822

Geb. 33, Raum 1276

eva.blome@unibw.de

 

 

 

Prof. Dr. Eva Blome ist seit Juni 2025 Professorin für Allgemeine Kulturwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München.

Sie studierte Deutsche Philologie, Ethnologie und Soziologie an der Universität Göttingen und der Université d’Aix-en-Provence/Marseille. Von 2003 bis 2006 war sie Stipendiatin am DFG-geförderten Graduiertenkolleg Die Figur des Dritten an der Universität Konstanz, wo sie mit einer Studie über literarisch-kulturelle Konzeptionen von „Rasse“ und Sexualität im Kontext von Kolonialismus, literarischem Primitivismus und Bio-Ästhetiken des frühen 20. Jahrhunderts promoviert wurde. Nach der Promotionszeit, in die auch Forschungs- und Studienaufenthalte an der University of Chicago und an der University of California Irvine fielen (beides 2005), war sie zunächst (ab 2007) als Post-doc am Exzellenzcluster Kulturelle Grundlagen von Integration und dann (ab 2011) als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Konstanz tätig. 2013 wurde sie auf eine Juniorprofessur für Gender Studies am Institut für Deutsche Philologie an der Universität Greifswald berufen, wo sie auch Vorstandssprecherin des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZfG) war; 2014 wurde sie in das Fast Track Programm der Robert Bosch Stiftung aufgenommen; von 2015-2017 war sie Mitglied der Sachverständigenkommission zur Erstellung des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung; von April bis September 2017 forschte sie als Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz. Von April 2019 bis Oktober 2023 vertrat sie eine Professur für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg und im Anschluss daran die Professur für Kulturtheorie an der Universität der Bundeswehr München. Im Juli 2023 wurde sie mit der Studie Ungleiche Verhältnisse. Bildungsgeschichten als literarische Soziologie (2025 im Wallstein Verlag erschienen) an der Universität Greifswald habilitiert. Aktuell arbeitet sie unter anderem an einer Monographie zur Poetik der Ethnographie.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Literatur und Kultur des 18. bis 21. Jahrhunderts
  • Kultur- und Literaturtheorien
  • Ästhetik und Gesellschaft / Literatur(wissenschaft) und Soziologie
  • Bildungsnarrative
  • Medialität sozialer Ungleichheit
  • Autosoziobiographien / Autoethnographien
  • Gender Studies und Intersektionalität
  • Postcolonial und Critical Race Studies
  • Wissenschaftsgeschichte (insbesondere der Ethnologie)

 

Publikationen (Auswahl)

Ungleiche Verhältnisse. Bildungsgeschichten als literarische Soziologie, Göttingen: Wallstein 2025.

Zwischen Life Writing und Kulturtheorie. Literatursoziologische Erkundung der Autoethnographie“, in: Journal of Literary Theory, Heft 19/1 (2025), S. 77–105.

Art. „Alterität“, in: Hansjörg Bay, Laura Beck, Christof Hamann, Julian Osthues (Hg.), Handbuch Literatur und Reise, Stuttgart: Metzler 2024, S. 17–25.

Postautonome Literatur? Gegenwartsliteratur(wissenschaft) in der longue durée“, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (DVjs), 97/4 (2023), S. 973–981.

Autosoziobiographie: Poetik und Politik, hg. mit Philipp Lammers und Sarah Seidel, Reihe: Abhandlungen zur Literaturwissenschaft, Stuttgart: Metzler 2022.

Süüüüß!, hg. mit Moritz Ege, Maren Lickhardt, Maren Möhring und Heide Volkening, Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1/2022.

Rückkehr zur Herkunft. Autosoziobiografien erzählen von der Klassengesellschaft“, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (DVjs), 94/4 (2020), S. 541–571.

„Fantasies of Mixture, Politics of Purity: Narratives of Miscegenation in Colonial Literature, Literary Primitivism, and Theories of Race (1900-1933)”, in: Lara Day Benjamin, Oliver Haag (Hg.), The Persistence of Race: Change and Continuity in Germany from the Wilhelmine Empire to National Socialism, Oxford/New York: Berghahn 2017, S. 44–64.

Bildung, verweigert. Zum Verhältnis von Bildung, Institution und Romanform von „Anton Reiser“ bis zu „Der Hals der Giraffe“ (Themenschwerpunkt; hg. mit Maud Meyzaud), in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (IASL), 41/2 (2016), S. 242–411.

„Erzählte Interdependenzen. Überlegungen zu einer kulturwissenschaftlichen Intersektionalitätsforschung“, in: Peter C. Pohl, Hania Siebenpfeiffer (Hg.), Diversity Trouble. Vielfalt – Gender – Gegenwartskultur, Berlin: kadmos 2016, S. 45–67.

„Serpentina und Chelion. Metamorphes Erzählen in E.T.A. Hoffmanns Der goldene Topf und Adalbert Stifters Die Narrenburg“, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (DVjs), 89/3 (2015), S. 404–424.

„Koloniale Reinigungsarbeit“, in: ZfK. Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1/2013, S. 95–108.

Handbuch zur Gleichstellungspolitik an Hochschulen: Von der Frauenförderung zum Diversity Management? (mit Alexandra Erfmeier, Nina Gülcher und Sandra Smykalla), 2. erweiterte und vollständig überarbeitete Auflage, Wiesbaden: Springer VS 2013.

Reinheit und Vermischung. Literarisch-kulturelle Entwürfe von „Rasse“ und Sexualität (1900-1930), Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2011. (Große Reihe: Literatur–Kultur–Geschlecht, Bd. 59).

 

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