Fachausstellung & Coffee Corner

Die CODE-Jahrestagung wird begleitet von einer Fachausstellung. Zwei Tage lang haben unsere Gäste die Möglichkeit, mehr über ausgewählte Unternehmen aus der IT-Branche zu erfahren und sich über neueste Entwicklungen im Cyber-Bereich zu informieren. 

Falls Sie 2027 auch Ihr Unternehmen vertreten sehen möchten, schreiben Sie uns gern an: code@unibw.de

In der Coffee Corner haben Sie während der Pausen die Möglichkeit, ausgewählte Vorträge zu aktuellen und interessanten Themen der Cybersicherheit zu hören.

Dienstag, 14.07.2026 | Redebeiträge zur Kaffeepause am Vormittag

10:45 - 10:55 | Aufbau einer europäischen Cybersecurity Competence Community | Dr. Christian Fischer, DLR Projektträger | Nationales Koordinierungszentrum für Cybersicherheit

Abstract:

Die EU arbeitet am Aufbau einer europäischen Cybersecurity Competence Community in der europäische Anbieter von Cybersicherheitslösungen, Forschende, Zertifizierungs-Einrichtungen, Behörden u.A. zusammenkommen können. Ziel ist es Kooperationen zu fördern und Europa als Cybersicherheits-Standort zu stärken. Erfahren Sie mehr zur European Cybersecurity Competence Community und wie es für die deutsche Branche weitergeht.

10:55 - 11:05 | Harvest Now, Decrypt Later | Johann Strauß, Dell Technologies

Zur Person:

Johann Strauss ist Field CTO in der Global AI Solutions Organization von Dell Technologies. Er verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung in der internationalen ICT-Branche und verbindet technologische Tiefe mit ausgeprägter Kundennähe. Seine Schwerpunkte liegen auf künstlicher Intelligenz, digitaler Transformation und Ökosystemen. Johann spricht regelmäßig auf internationalen Veranstaltungen, engagiert sich in sicherheitspolitischen Gremien in Bayern und ist Mitautor mehrerer Bücher, darunter „Montag 8:15 Uhr“ und Fachbeiträge zur digitalen Zukunft.

Abstract:

Der Vortrag zeigt, warum Post-Quantum-Security, Trusted AI und Software Defined Defense  zusammen gedacht werden müssen. Für Dell steht dabei nicht nur die Einführung neuer Kryptographie im Fokus, sondern ihre sichere Migration in reale Infrastrukturen – von Servern und Storage bis zu Edge- und KI-Plattformen. Im Mittelpunkt stehen Crypto Agility, langfristiger Schutz sensibler Daten, vertrauenswürdige Ausführung von KI-Workloads und souveräne Plattformen für Core-, FOG- und Edge-Umgebungen. Die Kernfrage lautet: Wie schaffen wir Sicherheit, Handlungsfähigkeit und technologische Souveränität gleichzeitig?

Weitere Inforamtionen:

OEM-Lösungen für die Militär- und Verteidigungsindustrie (ext. Link)

Kontakt:

LinkedIn (ext. Link)

 

Dienstag, 14.07.2026 | Redebeiträge zur Mittagspause

12:50 - 13:00 | Defence Service Bus - Strategische Überlegenheit durch sichere Dateninteroperabilität | Dr. Sebastian Heger, soffico GmbH

Zur Person:

Dr. Sebastian Heger ist Produktmanager bei der soffico GmbH. In der Rolle verantwortet er die strategische Produktausrichtung sowie Forschungsprojekte in Industrie und Verteidigung. Zuvor hatte er führende Positionen bei der tresmo GmbH sowie der Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik und dem Kernkompetenzzentrum FIM inne. Er promovierte in Wirtschaftsinformatik an der Universität Augsburg.

Abstract:

Moderne militärische Strategien erfordern, Operationen über Domänen und Systemgrenzen hinweg zu koordinieren und zu synchronisieren. Dazu ist durchgängige Daten- und Informationsvernetzung notwendig, um komplexen Situationen zu begegnen und Informations-, Führungs- und Wirkungsüberlegenheit zu erlangen. Dies bezieht auch nicht-militärische Instrumente und Akteure ein.

Ein Defence-Service-Bus (DSB) adressiert das zentrale Problem moderner Streitkräfte, sichere, souveräne und NATO-kompatible Vernetzung über heterogene Systeme hinweg zu erlangen. Dabei schützt der DSB kritische C2-Systeme, ermöglicht kontrollierte sowie nachvollziehbare Datenflüsse, erlaubt den zuverlässigen Einsatz heterogener Kommunikationsmittel bei schmaler Bandbreite und stellt FMN-/MIP-konforme Austauschformate bereit. Gleichzeitig bietet der DSB zahlreiche Vorteile für die Bundeswehr. Durch die gezielte Entkopplung der Systeme wird das Gesamtsystem flexibler und schneller anpassbar. Es entsteht eine zentrale Sicherheits- und Governance-Schicht, welche die Kontrolle und Auditierung der Kommunikationsflüsse ermöglicht. Durch eine hochverteilte Architektur erhöht sich zudem die Resilienz, Robustheit, sowie Verlegefähigkeit des Gesamtsystems. Der DSB wird damit zum unverzichtbaren „Enabler “ für die Einsatzfähigkeit und Koalitionsfähigkeit der Bundeswehr. Auch um Kryptographie als strategischen Schlüssel in der digitalen Verteidigung zu realisieren

Der Vortrag zeigt auf, wie souveräne Dateninteroperabilität mit Hilfe eines DSB realisiert werden kann. Er beleuchtet den konzeptionellen Wandel von isolierten Informationssystemen hin zu einem Gesamtsystem und erläutert dessen strategische Schlüsselrolle zur Einführung neuer (post-quanten) Kryptographie.

Weitere Inforamtionen:

https://soffico.de/verteidigung-sicherheit (ext. Link)

 

13:00 - 13:10 | Local AI, Global Defense - Splunk Security & Cisco AIPod auf der Locked Shields 2026 | Frantz Nagel, CISCO

Zur Person:

Frantz Nagel ist Business Solutions Architekt bei Splunk. Sieben Jahre lang war er als IT-Security Consultant mit Schwerpunkt SIEM & SOC bei IT-Dienstleistern tätig. In dieser Zeit hat er zahlreiche Projekte zum Schutz von KRITIS-Kunden umgesetzt und Expertise in unterschiedlichsten Tools erworben. Heute fokussiert er sich bei Splunk auf den Einsatz souveräner, on-premises betriebener KI in der Security-Analyse.

Abstract:

Das Model Context Protocol (MCP) ermöglicht es, externe KI-Assistenten direkt mit Splunk zu verbinden. Über den Splunk MCP Server lassen sich optimierte Suchqueries, Analysen und Dashboards generieren, wobei ausschließlich lesende Zugriffe erlaubt sind. So bleibt die Kontrolle vollständig beim Nutzer. In Kombination mit dem Cisco AIPod, der das souveräne Hosting eigener KI-Modelle ermöglicht, entsteht ein leistungsstarkes und sicheres System, das die Vorteile von KI ohne Risiko eines Datenabflusses nutzbar macht. Wie wirkungsvoll dieses Setup ist, zeigte sich bei den Locked Shields 2026: Bei dieser NATO-Übung sicherte sich das Team rund um Deutschland den zweiten Platz.

Weitere Informationen:

https://help.splunk.com/en/splunk-cloud-platform/mcp-server-for-splunk-platform/1.1/about-mcp-server-for-splunk-platform  (ext. Link)

https://www.cisco.com/site/us/en/solutions/artificial-intelligence/infrastructure/ai-pods.html (ext. Link)

Kontakt:

13:10 - 13:20 | Vom Kryptoinventar zum Kryptolagebild - Wie Standards Krypto-Agilität ermöglichen | Sebastian Kavalir, Sopra Steria

Zur Person:

Sebastian Kavalir ist Senior Cyber Security Consultant bei Sopra Steria mit Fokus auf Kryptomanagement, Kryptoinventarisierung und Post-Quantum-Migration. Er unterstützt Organisationen dabei, aus fragmentierten Krypto-Daten belastbare Lagebilder und steuerbare Strukturen zu entwickeln. Als ehemaliger Offizier im technischen Dienst der Bundeswehr bringt er fundierte Erfahrung aus sicherheitskritischen Umgebungen mit und verbindet technische Tiefe mit einem klaren Blick für operative Anforderungen.

Abstract:

Viele Organisationen verfügen nicht über ein belastbares Kryptolagebild: Kryptoinventare sind unvollständig, statisch und kaum steuerbar. Der Vortrag zeigt, warum Kryptoinventarisierung erst durch Standardisierung ihren eigentlichen Wert entfaltet. Am Beispiel von CBOM im CycloneDX-Standard wird erläutert, wie aus fragmentierten Daten ein konsistentes, maschinenlesbares Lagebild entsteht. Dieses bildet die Grundlage für fundierte Risikoanalysen, regulatorische Nachweise und insbesondere für die Transformation hin zu krypto-agilen Systemen: eine zentrale Voraussetzung im Kontext der Post-Quantum-Kryptographie.

Sebastian KAVALIR
Senior Cyber Security Consultant
Bothestr. 11 - 81675 München
Mobil: +49 1514 0626411

sebastian.kavalir@soprasteria.com

13:20 - 13:30 | SDD - Standardisiert und automatisiert von Core bis Edge: Jetzt möglich! | Tobias Dick, Broadcom

Abstract:

Die Vision von „Software-Defined Defense“ ist auf Plattform-Ebene inkl BW-AppStore heute Realität: Unser SDD-Demonstrator beweist, wie SDD und digitale Souveränität in der Bundeswehr heute einsatzbereit umgesetzt werden kann. Containerisierte sowie Legacy-Workloads effizient und sicher, standardisiert und automatisiert betreiben – von Core bis Edge. Inkl. Härtung und Zero-Trust, CI/CD-pipeline etc.

Kontakt:
Tobias Dick, Defence Lead für VMware by Broadcom

tobias.dick@broadcom.com

 

Plan des Tagungsgeländes

Plan der Fachausstellung