OUT NOW: Paper über die Rolle von Gender in Radikalisierungsprozessen

14 Januar 2026

Welche Rolle Gender für Radikalisierungsprozesse und Terrorismus spielt, ist in der einschlägigen Literatur seit einigen Jahren ein Thema. Das Entstehen des sogenannten Islamischen Staats (IS) in den Jahren 2013/2014 hat zu einer Zunahme der Forschung geführt, nicht zuletzt, da eine große Zahl an Frauen aus europäischen und außereuropäischen Ländern in die damaligen Gebiete des IS in Syrien und Nordirak reisen.

Jedoch hat die Forschung sich bislang weitgehend auf die Erlebnisse von Frauen, insbesondere im Islamismus, konzentriert. Dieser enge Fokus führte zu mehreren Forschungslücken, die sich wiederum in Lücken in der Praxis niederschlugen.

Das Working Paper aus der Feder von Joana Cook, Eva Herschinger, Seran de Leede und Anna-Maria Andreeva identifiziert zentrale Forschungstrends zwischen 2014 und 2024 in der Literatur und zeigt gleichzeitig Leerstellen und Forschungsdesiderate in allen Phasen des Radikalisierungsprozesses auf. Daraus leiten sich Empfehlungen für zukünftige Studien ab, durch die die Forschung zum Thema Gender, Radikalisierung und Terrorismus vorangebracht werden kann.

Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zur Working Paper Series des CISS Munich finden sich hier.

 

Bild: iStockphoto