DEFENSEFOOD: Neus EU-Horizon Projekt zur Stärkung der Lebensmittelsysteme in der EU gestartet

14 November 2025

Heutige Lebensmittelsysteme sind complex und aufgrund des dynamischen Umfelds, in dem sie angesiedelt sind, anfällig für unterschiedliche Bedrohungen: Lebensmittelbetrug und -verfälschung oder andere intentionale Störungen und Disruptionen des Lebenssmittelsystems sind weit verbreitet. Angesichts ihrer gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedeutung ist der Schutz von Lebensmittelsystemen ein zentrales Anliegen moderner Gesellschaften.

Das EU-Horizon-Projekt DEFENSEFOOD (Defending the food systems through science and innovation) zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der europäischen Lebensmittelversorgungskette gegenüber chemischen, biologischen und radiologischen (CBR) Bedrohungen zu verbessern und eine robuste Vorsorge, schnelle Reaktion und effektive Wiederherstellung zu gewährleisten. Es läuft bis Ende September 2029.

Zusammen mit Prof. Dr. Gertrud Buchenrieder von der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr ist Prof. Dr. Eva Herschinger vom CISS Teil des EU-Horizon-Projekts. Zusammen mit dreizehn Partner aus neun Ländern werden sie sich in den kommenden Jahren auf die Erhöhung der Resilenz europäischer Lebensmittelsysteme konzentrieren.

DEFENSEFOOD vereint eine starke Gruppe von Partnern, darunter:

  • Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen mit umfassender Erfahrung und Fachkompetenz in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und angewandte Forschung: Syreon Research Institute (Ungarn), Wageningen University and Research, Wageningen Food Safety Research, National Institute for Public Health and the Environment, Netherlands Food and Consumer Product Safety Authority (Niederlande), Sciensano (Belgien),  McGill University (Kanada), National Research Council (Italien), Spanischer Verband der Lebensmittel- und Getränkeindustrie (Spanien), Fraunhofer (Deutschland),
  • Sicherheits- und Verteidigungsexperten: Sustainable Criminal Justice Solutions (Vereinigtes Königreich), Universität der Bundeswehr München (Deutschland),
  • Experten für Nachhaltigkeit und grüne Technologien: Ubuntoo (Niederlande),
  • Führende Akteure in den Bereichen Verbreitung, Nutzung und Kommunikation: reframe.food (Griechenland).

Das Projekt untersucht die gesamte Lebensmittelkette, um zu verstehen, wo Risiken auftreten können und wie diese effektiv bewältigt werden können. Darüber hinaus konzentriert es sich auf drei kritische Fallstudien (Getreide, Schalentiere und Wasserversorgung), die für die öffentliche Gesundheit von wesentlicher Bedeutung und besonders anfällig für Kontaminationen sind. Um diesen Risiken zu begegnen, zielt das Projekt darauf ab, die Produktion, Verarbeitung und Verteilung von Lebensmitteln durch folgende Maßnahmen zu unterstützen:

  • Entwicklung von KI-gestützten Tools zur Risikoerkennung und Entscheidungsfindung
  • Sensibilisierung von Behörden, Lebensmittelindustrie, Herstellern und Verbrauchern für potenzielle Risiken im Zusammenhang mit Lebensmitteln
  • Bereitstellung von Schulungen und Leitfäden, um Interessengruppen dabei zu helfen, in Krisensituationen sicher und effektiv zu reagieren (mithilfe einer KI-gestützten Wissensplattform und Lerntools)
  • Austausch bewährter Verfahren zwischen den Ländern, um die kollektive Widerstandsfähigkeit Europas zu verbessern

Um diese Ziele zu erreichen, kombiniert DEFENSEFOOD praktische Strategien mit prädiktiven Analysen, Labortechniken und Simulationsmodellen. Diese Kombination ermöglicht eine schnellere Erkennung, genauere Bewertung und fundierte Entscheidungsfindung, wodurch sichergestellt wird, dass Bedrohungen eingedämmt werden und sich die Lieferketten schnell erholen können.

Für alle, die sich für den Fortschritt des Projekts interessieren: Folgen Sie uns in den sozialen Medien: LinkedIn, Facebook, Χ oder besuchen Sie die Website des Projekts unter defensefood.eu.

 

 

 

Bild:  https://defensefood.eu/