Teilnahme am GESIS International Expert Workshop on Earth Observation Data in the Social Sciences

8 Dezember 2025

Die Teilnahme am GESIS International Expert Workshop on Earth Observation Data in the Social Sciences (26. bis 28. November 2025, Köln) bot eine hervorragende Gelegenheit, mit Forschenden an der Schnittstelle von Fernerkundung, Sozialwissenschaften und datenintensiven Methoden in Austausch zu treten. Die Veranstaltung brachte Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um zu diskutieren, wie Erdbeobachtungsdaten (EO) zur Untersuchung von Klimaadaption, Umweltveränderungen, Konfliktdynamiken und politischen Prozessen beitragen können – und welche methodischen, rechtlichen und ethischen Herausforderungen mit diesen Datenquellen verbunden sind.

Die Keynotes von Prof. Dr. Hannes Taubenböck und Prof. Dr. Monika Kuffer verdeutlichten die wachsende Bedeutung der Verknüpfung von EO-Daten mit sozialwissenschaftlichen Perspektiven, um menschliches Verhalten, Vulnerabilität und Governance in einer sich schnell wandelnden Welt besser zu verstehen. In sechs thematischen Panels präsentierten die Teilnehmenden innovative Forschungsarbeiten zu Themen wie Konfliktschadensanalyse, Luftverschmutzungsmonitoring, landwirtschaftliche Resilienz, städtischem Zusammenhalt sowie neuen methodischen Ansätzen zur Integration von EO-Daten in Kausalanalysen und longitudinaler Sozialforschung.

Im Konfliktpanel stellte Clara Clipea ihre Arbeit zur Erprobung des Earth-Observation-Foundation-Modells Terramind im Kontext der Schadensbewertung von Konfliktsituationen vor. Die anschließende Diskussion bot wertvolle fachliche Rückmeldungen und ermöglichte einen intensiven Austausch über Best Practices, Grenzen und zukünftige Entwicklungen in diesem Forschungsfeld. Insgesamt schuf der Workshop ein dynamisches Umfeld für interdisziplinäre Zusammenarbeit und zeigte eindrucksvoll die wachsende Rolle der Erdbeobachtung in den Sozialwissenschaften.