Lehr- und Forschungsbereich Kritische Unsicherheitsforschung

Aktuelle Forschung

In Forschung und Lehre beschäftigt sich das Team kritisch mit verschiedenen Formen der physischen und psychischen Unsicherheit und ihre Konsequenzen für Politik und Gesellschaft während und nach Gewaltkonflikten. Insbesondere beschäftigen sich aktuelle Forschungsprojekte mit der Rolle neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz und sozialen Medien in kollektiver Gewalt (riots, Völkermord), Mikro-Ansätze in den internationalen Beziehungen und Konfliktforschung (Täterinnen und Tätern, Opfer, Upstanders), die (inter)nationale Politik der Erinnerung sowie Diskriminierung und Resilienz von marginalisierten Gruppen (v.a. geflüchteter Rom*nja). Hierbei interessieren uns sowohl Dynamiken während des Gewaltgeschehens sowie für die Konsequenzen für Gesellschaften nach Ende der Gewalt.

Unsere Forschungsprojekte sind dezidiert empirisch und vergleichend angelegt und beschäftigen sich mit kritischen Ansätzen, die die Rolle von Ideen und Ideologien, Sprache und Identitäten, kollektive Dynamiken und individuelle Handlungsmacht herausstellen und einen Blick sowohl auf die breitere politische sowie kulturelle Kontexte für unerlässlich nimmt.

Wir sind angebunden an das Institut für Kulturwissenschaften sowie das Institut für Politikwissenschaft und sind im interdisziplinären Forschungszentrum RISK aktiv, dessen Ko-Sprecher Timothy Williams seit 2021 ist.

Aktuelle Forschungsprojekte

„Transforming Intersectional Discrimination: Resilience and Agency of Displaced Roma“  (TINDRA)

gefördert von der Gerda Henkel Stiftung (2026-2028)

Projektleitung: Timothy Williams & Kirsty Campbell

Umsetzung mit dem Landesrat der Roma NRW; Projektteam: Timothy Williams, Kirsty Campbell & Jakub Haluška

Ziel des Projekts ist es, durch qualitative Forschungsmethoden Diskriminierungserfahrungen, Resilienzstrategien und Empowerment von geflüchteten Rom*nja intersektional zu analysieren. Der besonderer Fokus liegt auf intersektionalen Perspektiven, insbesondere Gender, Religion und Queerness, und wie diese Identitätsmerkmale Diskriminierungserfahrungen, Resilienz und Empowerment beeinflussen.

 

„Diskriminierung und Resilienz. Erinnerung und Kontinuitäten unter Roma“ (DiREKt-Roma)

gefördert von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2023-2024)

Projektleitung: Timothy Williams

Umsetzung mit dem Landesrat der Roma NRW

Projekteam: Timothy Williams & Kirsty Campbell

Dies ist das Vorgängerprojekt von TINDRA, das die Diskriminierungserfahrungen und Bewältigungsstrategien von Roma-Migranten aus Südosteuropa in Deutschland untersuchte. Auf der Grundlage von Lebensgeschichten und thematischen Interviews untersuchte das Projekt verschiedene Formen der Diskriminierung von Roma sowie die Strategien der Betroffenen, damit umzugehen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Kontinuitäten und Brüchen in der Erfahrung dieser Diskriminierung und der Entwicklung von Resilienz.

 

„Supporting Arms Control in Space“ (SACS)

gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (2025–2028)

Projektleitung: Konstantinos Konstantinidis

Projektteam: Konstantinos Konstantinidis, Antje Nötzold, Helena Althoff, Anto Francis und Milan Pathak

Die Nachwuchsforschungsgruppe von Konstantinos Konstantinidis ist auch am Lehr- und Forschungsbereich angesiedelt. Das Projekt hat zum Ziel, die Entwicklung eines hypothetischen Rüstungskontrollvertrags für weltraumgestützte Waffen zu unterstützen, indem strategisch stabile Bedingungen im Weltraum identifiziert werden, die die Wahrscheinlichkeit eines unbeabsichtigten Krieges, die Folgen eines Krieges und die mit der Aufrechterhaltung der eigenen Sicherheit verbundenen Kosten verringern. Das Projekt stützt sich auf eine Reihe technischer Methoden aus interdisziplinären Fachgebieten (Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik, Mathematik usw.) sowie auf Theorien und Methoden aus den Bereichen Internationale Beziehungen und Friedens- und Konfliktforschung.

Team