Prof. Dr. rer. nat. Thomas W. Adam
Prof. Dr. rer. nat. Thomas W. Adam
Prof. Dr. rer. nat. Thomas W. Adam Beschreibung
Prof. Dr. rer. nat. Thomas W. Adam ist Vorstandsmitglied des FZ MORE (Mobilität und regenerative Energien) und im Projekt MORE (Munich Mobility Research Campus) Vorstand des Bereichs Chancen und Auswirkungen sowie Energie und Antrieb. Er ist Professor für Chemie und Umwelttechnik der Fakultät für Maschinenbau.
Aerosole sind die große Unbekannte beim Klimawandel. Sie können je nach chemischer Zusammensetzung sowohl erwärmend als auch abkühlend wirken, wobei das exakte Ausmaß aufgrund der noch großen Unsicherheit in den Modellrechnungen schwierig zu beziffern ist. Zusätzlich haben Aerosole über ihre Wirkung als Kondensationskerne einen starken Einfluss auf die Bildung und Lebensdauer von Wolken, welche ebenfalls zur Abkühlung beitragen. Darüber hinaus können Aerosole, z. B. aus Verbrennungsprozessen, gesundheitliche Schäden verursachen, wie z. B. Krebserkrankungen der Atemwegsorgane, COPD, Asthma, Herzinfarkt oder Schlaganfälle. Laut aktuellen Hochrechnungen sterben jährlich weltweit ca. 5 Millionen Menschen vorzeitig an den Krankheitsfolgen, verursacht durch Luftverschmutzung. Atmosphärische Aerosole spielen somit eine globale Schlüsselrolle beim Klimawandel, als auch bei der Luftreinhaltung.
Das Institut für Chemie und Umwelttechnik beschäftigt sich intensiv mit der Charakterisierung von Aerosolen. Dabei stehen uns für die umfassenden chemischen und physikalischen Analysen modernste Labore und Analysegeräte zur Verfügung. Für Untersuchungen im Feld kommen unsere mobilen Labore und Messfahrzeuge zum Einsatz. Neben Luftqualität und Klimaschutz stehen bei uns die Themen Detektion, Warnung und Überwachung im Vordergrund, da Störfälle wie z.B. Waldbrände oder Industriestörfälle oftmals mit der Ausbreitung von Aerosolen einhergehen. Da eine gesundheitsschädliche Wirkung von Aerosolen auch absichtlich herbeigeführt werden kann, ist der Übergang in die Bereiche Terror- und Gefahrenabwehr fließend.
Zurück zur Mitgliederübersicht
Foto: © Universität der Bundeswehr München