Multitasking klingt nach der perfekten Lösung für jedes Zeitproblem. Ob es aber wirklich funktioniert, hängt davon ab, welche Gehirnregionen beteiligt sind – und wie komplex die Aufgaben sind. Und genau das kannst du trainieren! Meist bedeutet Multitasking nämlich nicht echtes Parallelarbeiten, sondern sehr schnelles Umschalten zwischen Aufgaben (Task Switching). Das klappt am besten, wenn verschiedene Gehirnareale beteiligt sind – so besagt es das Modell der multiplen Ressourcen. Werden jedoch dieselben Areale beansprucht oder ist eine Aufgabe sehr komplex, steigt die Fehleranfälligkeit. Selbst das Gedächtnis kann darunter leiden. Für effektives Multitasking muss es nämlich ein Gleichgewicht zwischen Stabilität (Aufmerksamkeit) und Flexibilität (Anpassungsfähigkeit) geben. Diese Stabilität lässt sich durch Automatisierung – also gezieltes Training – verbessern. Je besser das Gehirn bestimmte Abläufe verinnerlicht hat, desto weniger Ressourcen werden benötigt. Es arbeitet stabiler – und dann kann Multitasking tatsächlich funktionieren. Wie euch ein sogenannter Hinweisreiz beim Multitasken zusätzlich unterstützen kann, erklärt euch Ralph Caspers in diesem Video von Quarks Dimension Ralph.
Kapitel 0:00 Was bedeutet Multitasking? 1:30 Modell der multiplen Ressourcen 2:44 Handy am Steuer: Multitasking im Alltag 3:35 komplexe Aufgaben: Grenzen von Multitasking 4:10 Task Switching: Multitasking ist Aufgabenwechsel 4:40 Switching Costs: Multitasking kostet Zeit 5:34 Schokoladenmoussetorte: ein Rezept für Multitasker 6:22 Fehler und schlechtere Erinnerung durch Multitasking 7:00 Stabilitäts-Flexibilitäts-Dilemma 7:58 ANCM-Prinzip: Fehler vermeiden durch Priorisierung 8:53 Automatisierung: Multitasking trainieren 9:45 Tipp: Hinweisreiz
Autor:innen: Verena Böttcher und Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Anna Gold und Alfred Rehbach
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
Beratung: Prof. Anja Baethge (Medical School Hamburg) und Sophie-Marie Stasch (Universität der Bundeswehr München)