Die Betriebsplanung definiert, wie eine Satellitenmission über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg geplant, gesteuert und überwacht wird – vom Start bis hin zum täglichen Betrieb in der Umlaufbahn. Dazu zählen alle Elemente der Bodeninfrastruktur, die eingesetzten Verfahren sowie die technischen Werkzeuge, die für den erfolgreichen Missionsablauf erforderlich sind.
Im Rahmen der SeRANIS-Mission liegt der Fokus auf der Entwicklung eines flexiblen und zuverlässigen Betriebskonzepts, das sowohl den parallelen Betrieb mehrerer Nutzlasten als auch dynamische Missionsszenarien unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) übernimmt die Universität der Bundeswehr München (UniBw) in der Rolle des Payload Control Centers (PCC) die Verantwortung für die Missions- und Nutzlastplanung. Das GSOC fungiert als Satellite Control Center (SCC) und stellt die Bodeninfrastruktur für Telemetrie, Kommando und Kontrolle des Satelliten bereit.
Gemeinsam mit dem GSOC definiert das Team der UniBw Rollen und Zuständigkeiten, wählt geeignete Werkzeuge aus, konfiguriert sie entsprechend und führt End-to-End-Tests mithilfe eines Satellitenemulators durch. Die tägliche Arbeit umfasst die Analyse von Nutzlastanforderungen, die Entwicklung von Verfahren zur Erstellung von Aktivitätsplänen sowie die Integration der Betriebsabläufe in die Systeme des GSOC. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung, dass alle eingesetzten Tools und Prozesse robust, effizient und benutzerfreundlich gestaltet sind. Darüber hinaus unterstützt das Team die einzelnen Nutzlastverantwortlichen bei der Erstellung, Validierung und Weiterentwicklung ihrer Flugbetriebsverfahren.
