Fehlermanagement an Bord von Raumfahrzeugen

Auch in der Raumfahrt zeichnet sich ein Trend ab, mehr Funktionalität vom Boden in das Raumfahrzeug selbst zu verlagern, um den zuverlässigen Betrieb und das Überleben des Raumfahrzeugs über einen langen Zeitraum auch ohne Eingreifen der Operateure am Boden zu sichern.

Im Gegensatz zu Systemen auf der Erde können Satelliten bei auftretenden Problemen nicht in die Werkstatt geholt werden. Sie müssen vielmehr in den harschen Umgebungsbedingungen des Weltraums mit begrenzten Ressourcen (wie z.B. Speicherplatz, Rechenleistung und verfügbare Energie) über Jahre hinweg wartungsfrei funktionieren. Daher sind an Bord von Satelliten Mechanismen implementiert, die auftretende Fehler erkennen und in vorgegebener Weise darauf reagieren. Bei gravierenden Fehlern geht der Satellit in den sog. „Safe Mode“ und die Operateure am Boden versuchen die Ursache des Fehlers zu identifizieren und zu beheben.

Im Gegensatz zum nominalen Betrieb kann das Fehlen hoch autonomer FDIR-Verfahren im Fehlerfall einen signifikanten Ausfall von operationeller Missionszeit zur Folge haben. Aufgrund dessen ist die Entwicklung innovativer, fortschrittlicher FDIR-Verfahren essentiell für die Erhöhung der Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von zukünftigen satellitengestützten Diensten.

Projekte

Intelligentes FDIR (iFDIR) - Fortgeschrittene Verfahren zur Fehlerdetektion, -isolation und Systemwiederherstellung an Bord von Satelliten, gefördert vom Freistaat Bayern in Kooperation mit Airbus D.S. in Friedrichshafen.

Ausgewählte Publikationen

 

 

Kontakt

Dipl.-Ing. Alexandra Wander

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Univ.-Prof. Dr.-Ing. Roger Förstner

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