PD Dr. habil. Eva Herschinger

Center for Intelligence and Security Studies (CISS)
089/6004 4845
eva.herschinger@unibw.de

PD Dr. habil. Eva Herschinger

Privatdozentin Dr.  habil. Eva Herschinger hat an den Universitäten Mannheim, Heidelberg und am Institut d’Etudes Politiques Paris Politikwissenschaften und Germanistik studiert. Nach einem Volontariat an der Axel Springer Journalistenschule in Berlin promovierte sie 2007 an der Jacobs University Bremen („with distinction“). Nach Stationen an verschiedenen deutschen Universitäten und Forschungsinstituten sowie der University of Aberdeen in Schottland verantwortete Eva Herschinger den Bereich polizeiliche Prävention von Radikalisierung und Extremismus im Stabsbereich Prävention des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. 2017 habilitierte sich Eva Herschinger an der Universität der Bundeswehr München, wo sie bereits von 2009 bis 2014 gearbeitet hatte. Seit August 2019 ist Dr. Herschinger Senior Researcher am CISS an der Universität der Bundeswehr München.

In ihrer Forschung interessiert Dr. Herschinger vor allem die Art und Weise wie Menschen globale Konflikte und Gewalt wahrnehmen, beschreiben und basierend auf diesen Annahmen reagieren. Hier hat sie sich vor allem auf die Phänomene des internationalen Terrorismus, des gewaltbereitem Extremismus sowie Radikalisierung konzentriert und die – oft problematischen – Folgen des globalen „Krieg gegen den Terrorismus“ analysiert. Ihr Fokus liegt dabei oft auf dem Gebrauch und der Analyse des Nutzens von „extremistischer Sprache“ im Prozess der Radikalisierung, Mobilisierung und Rekrutierung. Ihre jüngere Forschung beschäftigt sich u.a. mit den Ähnlichkeiten zwischen islamistischen und rechten Ideologien und der Bedeutung von Gender für Radikalisierung und Terrorismus.

Ihre Arbeiten sind unter anderem in Security Dialogue, Terrorism and Political Violence, Millennium, Politische Vierteljahresschrift, Leviathan: Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft sowie bei Suhrkamp, Routledge und Nomos erschienen. Daneben hält sie Vorträge und Seminare im Bereich der politischen Bildung für PraktikerInnen.

 

Derzeit lehrt Dr. Herschinger im MISS-Studiengang im Modul „Einführung in die Intelligence and Security Studies“ und hat im MISS- Modul "Theoretische Zugänge und Methoden der Intelligence and Security Studies" gelehrt. Zudem ist sie Verantwortliche für den Webauftritt von CISS München und ist in die Lehrplanung im MISS (Propädeutikum & Vertiefungsrichtung Cyber Defence) involviert.

 

Siehe auch https://unibw.academia.edu/EvaHerschinger

 


 

Forschungsschwerpunkte und Expertise

Terrorismusforschung & Terrorismusbekämpfung
Radikalisierung und Radikalisierungsprävention
Bedeutung von Gender für Radikalisierung und Terrorismus
phänomenübergreifende Analyse islamistischer und rechter Ideologien
gewaltbereiter Extremismus

Internationale Sicherheitspolitik
Internationale Beziehungen
Diskursforschung und-theorie
Kritische Sicherheitsforschung

 


 

Wichtigste Publikationen

(Eine vollständige Publikationsliste zum Download finden Sie hier.)

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Constructing Global Enemies. Hegemony and Identity in International Discourses on Terrorism and Drug Prohibition (in The New International Relations Series, Hrgs. Richard Little, Iver B. Neumann, Jutta Weldes), Abingdon, New York: Routledge, 2011 (seit Juli 2014 auch als Paperback erhältlich).

 

 

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A Battlefield of Meanings. The Struggle for Identity in the UN-Debates on a Definition of International Terrorism, in: Terrorism and Political Violence 25 (2): 183-201, 2013.

 

 

 

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Diskursforschung in den Internationalen Beziehungen. Baden-Baden: Nomos (Reihe „Innovative Forschung: Theorien, Methoden, Konzepte“) (mit Judith Renner), 2014.

 

 

 

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Diskursforschung. Ein interdisziplinäres Handbuch (zwei Bände). Bielefeld: transcript (mit Johannes Angermüller, Felicitas Macgilchrist, Martin Nonhoff, Martin Reisigl, Juliette Wedl, Daniel Wrana und Alexander Ziem), 2014.

 

 

 

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War as the Continuation of Hegemony by Other Means. How Contemporary Wars Reach into Societies, in: New Political Science 41 (2), 279-293, 2019.

 

 

 

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Radikalisierung als weibliche Subjektwerdung? Die Bedeutung von
Geschlecht im Kontext von Politisierung, in: Leviathan: Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaften, 48. Jg., Sonderband 35, 121-145, 2020.

 

 


 

Ausgewählte Beiträge zum Wissenstransfer und in den Medien

… in den Medien:
Sie können Leute dazu bringen, Gewalt anzuwenden. Interview über QAnon, Querdenker und Rechtsextremismus mit der Rhein-Neckar-Zeitung, 26. Januar 2021.

Wie Wörter Extremismus fördern. Interview mit MDR Wissen, 12. September 2018.

Zunehmend feindliches Gegenüber. Forschung zur Radikalisierung. Beitrag des Deutschlandfunk (Sendung „Aus Kultur und Sozialwissenschaften“), 13. September 2018.

… in Reports:
Radikalisierung der Gesellschaft? Forschungsperspektiven und Handlungsoptionen, PRIF Report 8/2018, Frankfurt am Main (mit Kemal Bozay, Oliver Decker, Magdalena von Drachenfels, Christian Joppke und Klara Sinha).

… in Blogs:
Radikalisierung der Gesellschaft? Ein Streitgespräch mit Oliver Decker und Christian Joppke (moderiert mit Magdalena von Drachenfels). PRIF-Blog, 17. Mai 2018.

Warum werden Frauen Terroristinnen? Wider eine stereotype Betrachtung des weiblichen Terrorismus. PRIF Blog, 6. November 2017.

Yes, Women Too. A Glimpse at Female Terrorism. The Policy Space, 13. Juli 2017 .

Terrorism and the Cessation of Violence. What we gain when we define terrorism as a tactic. Mobilizing Ideas, 7. März 2016.