Vortrag zur innovationsorientierten Beschaffung bei der IHK Potsdam

10 März 2026

Am 5. März 2026 stellte Hendrik Bangert vom Arbeitsgebiet Beschaffung bei der IHK Potsdam aktuelle Erkenntnisse zur innovationsorientierten öffentlichen Beschaffung im Verteidigungsbereich vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wettbewerb und Innovation in der Beschaffung der Bundeswehr künftig stärker mobilisiert werden können.

Zwar ist Wettbewerb ein zentrales Prinzip der öffentlichen Beschaffung und wird in den Verfahren grundsätzlich angewendet, empirische Analysen zeigen jedoch quantitative und qualitative Herausforderungen: In vielen Vergaben beteiligen sich nur wenige Anbieter, und Innovation spielt bei der Zuschlagsentscheidung bislang nur selten eine Rolle.

Ein Ansatz zur Verbesserung liegt in einer strategischen Steuerung der Lieferantenbasis. Wettbewerb kann in der Breite der Lieferantenbasis und entlang der gesamten Lieferkette – etwa durch die stärkere Einbindung "neuer" Anbieter, Start-ups und Dual-Use-Unternehmen gestärkt werden.

Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch das neu etablierte Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw), das neue Wege zur innovationsorientierten Beschaffung entwickelt und insbesondere den Marktzugang für innovative Unternehmen erleichtern soll. Grundlage der Zusammenarbeit sind unter anderem Interviews (n=26) mit DefenseTech- und Dual-Use-Start-ups.

Im Rahmen des Projekts läuft derzeit außerdem eine Umfrage zur innovationsorientierten Beschaffung und zu Markteintrittsbarrieren für innovative Unternehmen. Die Umfrage richtet sich explizit an alle (potentiellen) Lieferanten der Bundeswehr:

Zur Umfrage:
https://ww2.unipark.de/uc/WOW_22/7725/