Arbeitsgebiet Beschaffung bei der IRSPP 11 in Brüssel
1 Oktober 2026
Das Arbeitsgebiet Beschaffung nahm an der 11. International Research Study on Public Procurement (IRSPP) in Brüssel teil. Im Mittelpunkt des internationalen wissenschaftlichen Austauschs standen aktuelle Entwicklungen und Reformansätze in der öffentlichen Beschaffung.
Das Arbeitsgebiet brachte eine Fallstudie zur Neuausrichtung der Bundeswehrbeschaffung ein. Unter dem Titel „Redesigning Defence Procurement towards Speed, Innovation, and Resilience“ wurde untersucht, wie sich die Beschaffung seit der „Zeitenwende“ verändert hat. Während zunächst die schnelle Schließung akuter Fähigkeitslücken im Vordergrund stand, gewinnen inzwischen Innovation, Resilienz und technologische Souveränität an Bedeutung.
Die Diskussion zeigte zugleich zentrale Herausforderungen auf: Ein erheblicher Anteil der Vergabeverfahren weist nur geringen Wettbewerb auf, innovative Zuschlagskriterien werden kaum genutzt und die strategische Verzahnung von Fähigkeitsplanung, Beschaffung sowie Lieferanten- und Lieferkettenmanagement bleibt ausbaufähig. Der internationale Austausch bot wertvolle Impulse für die weitere Forschung zur öffentlichen und verteidigungsbezogenen Beschaffung.