Arbeitsgebiet Beschaffung beim Munich Youth Forum der MSC Am Freitag, den 13.02., fand das Munich Young Forum als offizielles Side Event der Münchner Sicherheitskonferenz in der Siemens Zentrale in München statt. Auch fünf Doktorandinnen und Doktoranden der Fakultät WOW der Universität der Bundeswehr München konnten an der Veranstaltung teilnehmen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen der inneren und externen Sicherheit, insbesondere Cybersicherheit und Raumfahrt, geopolitische Herausforderungen sowie die strategische Bedeutung neuer Technologien – etwa im Zusammenspiel von Start-ups, Rüstungsindustrie und staatlichen Akteuren. Das Forum bot eine wertvolle Plattform für den Austausch mit jungen internationalen Teilnehmenden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Militär, Industrie und Wissenschaft.
Vortrag zur Verteidigungsbeschaffung bei sicherheitspolitischer Runde in Ulm Am Montag, den 2. Februar 2026, hielt Prof. Dr. Michael Eßig einen Vortrag im Rahmen einer sicherheitspolitischen Runde in Ulm/Dornstadt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Das Beschaffungswesen der Bundeswehr – viel kritisiert und wenig verstanden?!“ und wurde im Casino der Rommelkaserne durchgeführt. In seinem Vortrag ordnete Prof. Eßig die häufig geäußerte Kritik an der Beschaffung der Bundeswehr sachlich ein und erläuterte die besonderen Rahmenbedingungen, Zielkonflikte und strukturellen Herausforderungen der Verteidigungsbeschaffung. Ein besonderer Fokus lag auf den aktuellen Veränderungen im rüstungswirtschaftlichen Umfeld sowie auf der strategischen Bedeutung leistungsfähiger Beschaffungsprozesse für die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT), Sektion Ulm, in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), dem Deutschen Bundeswehrverband (DBwV) sowie der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP) organisiert.
Besuch BMVg Rü I.5 - Arbeitsgebiet Beschaffung Am 28. Januar 2026 besuchte eine Delegation des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg), Rü I.5, das Arbeitsgebiet Beschaffung an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg. Seitens des BMVg nahmen Herr George Monney, Herr Simon Thürnagel, Herr Ministerialrat Thomas Frankenberger sowie Herr Jörg Greve an dem Austausch teil. Die Veranstaltung wurde durch die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München (Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. mont. Eva-Maria Kern MBA) eröffnet, die die Gäste begrüßte und die inhaltlichen Schwerpunkte des Tages einordnete. Darauf folgten Fachpräsentationen von Dr. Andreas Glas sowie Prof. Dr. Michael Eßig, die aktuelle Forschungsergebnisse und praxisrelevante Fragestellungen der Beschaffungsforschung – insbesondere im Verteidigungskontext – adressierten. Den Abschluss bildeten interaktive Poster-Präsentationen der Doktorandinnen und Doktoranden, die einen vertieften Einblick in laufende Dissertationsprojekte ermöglichten und Raum für Diskussion und Austausch boten (u.a. Geschwindigkeit, Innovation, Software und Nachhaltigkeit in der Beschaffung). Der Besuch unterstrich die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis sowie die Bedeutung evidenzbasierter Beschaffungsforschung für die Weiterentwicklung der Verteidigungsbeschaffung.
DWT-Veranstaltung „Perspektiven der Verteidigungswirtschaft“ Am 27. Januar 2026 sprach Prof. Eßig im Rahmen der DWT-Veranstaltung „Perspektiven der Verteidigungswirtschaft“ in Bonn zum Thema „‚Gut einkaufen im neuen rüstungswirtschaftlichen Umfeld“. Im Mittelpunkt des Vortrags standen die veränderten Anforderungen an die öffentliche Beschaffung von Verteidigungsgütern vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Zeitenwende. Ausgehend von fünf zentralen Thesen wurde gezeigt, warum steigende Verteidigungsausgaben allein keine leistungsfähige Bundeswehr garantieren und weshalb Beschaffung zunehmend als strategische Kernkompetenz moderner Streitkräfte verstanden werden muss. Thematisiert wurden unter anderem der Rückgang des Wettbewerbs um öffentliche Aufträge, die Bedeutung innovativer Beschaffungsansätze über marktverfügbare Lösungen hinaus sowie die Herausforderungen für Lieferketten im Kontext von Software Defined Defence. Ein weiterer Fokus lag auf der Rolle des neuen Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetzes (BwPBBG). Dabei wurde deutlich, dass rechtliche Beschleunigung zwar notwendig, für eine nachhaltige Leistungsfähigkeit der Beschaffung jedoch nicht hinreichend ist. Erforderlich sei vielmehr ein ganzheitlicher Ansatz, der strategisches Bedarfsmanagement, aktive Markterkundung und eine differenzierte Steuerung der Lieferantenbasis integriert.
Zur wehrtechnischen Beschaffung im geopolitischen Umbruch bei der IHK Leipzig Dr. Andreas Glas (Arbeitsgebiet Beschaffung) sprach am 20. Januar 2026 bei der Veranstaltung „Verteidigungswirtschaft – Potenziale für den Mittelstand“ der IHK zu Leipzig. In seinem Vortrag widmete er sich der Frage, wie eine zukunftsfähige Beschaffungsstrategie für ein wehrhaftes Europa unter den Bedingungen zunehmender geopolitischer Unsicherheit gestaltet werden kann. Ausgangspunkt des Beitrags war die zentrale Rolle der öffentlichen Beschaffung als strategischer Hebel für Staat und Wirtschaft. Gerade im Verteidigungsbereich gewinnt dieser Hebel angesichts stark steigender Beschaffungsvolumina und wachsender sicherheitspolitischer Anforderungen weiter an Bedeutung. Dr. Glas ordnete diese Entwicklung als Übergang von einer kurzfristig beschleunigten Beschaffung hin zu einer langfristig strategischen Ausrichtung ein, bei der Zeit, Kosten, Leistungsfähigkeit und Innovation gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Wettbewerbsrealität in der wehrtechnischen Beschaffung. Empirische Auswertungen zeigen, dass trotz des vergaberechtlichen Leitprinzips des Wettbewerbs in der Praxis häufig nur eine geringe Wettbewerbsintensität besteht. Vor diesem Hintergrund argumentierte Dr. Glas für eine stärkere strategische Steuerung der Lieferantenbasis und eine systematische Betrachtung von Lieferketten – sowohl in ihrer Breite (Marktzugang neuer Anbieter, insbesondere des Mittelstands) als auch in ihrer Tiefe (Abhängigkeiten bis hin zu Rohstoffen und Vorprodukten).
3. Nachhaltigkeitsgipfel Sachsen - Arbeitsgebiet Beschaffung zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung Dr. Andreas Glas (Arbeitsgebiet Beschaffung) hat am 3. Nachhaltigkeitsgipfel Sachsen am 21. Januar 2026 im Landratsamt Bautzen teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von der Auftragsberatungsstelle Sachsen e. V. (ABSt Sachsen) und der Kompetenzstelle für Nachhaltige Beschaffung Sachsen (KNB Sachsen) ausgerichtet und richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik und Praxis. In seinem Vortrag „Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung? – Blick auf den aktuellen Stand“ stellte Dr. Glas die zentrale Rolle der öffentlichen Beschaffung als strategischen Hebel für nachhaltige Entwicklung heraus. Öffentliche Beschaffung verantwortet einen erheblichen Anteil an Wirtschaftsleistung und Staatsausgaben und besitzt damit sowohl eine starke Innenwirkung auf die Leistungsfähigkeit staatlicher Organisationen als auch eine Außenwirkung auf Märkte und Lieferketten.