30.09. - 02.10.2026 - Katastrophenschutzübung CROSSFLOOD abgeschlossen
2 Oktober 2026
Vom 30. September bis zum 2. Oktober 2026 trainierten Einsatzkräfte aus sechs europäischen Staaten im rumänischen Landkreis Suceava die Bewältigung einer komplexen Hochwasserlage. Das Szenario ging von großflächigen Überschwemmungen in der rumänisch-ukrainischen Grenzregion aus. Verschärft wurde die Lage durch zusätzliche Gefahren eines Post-Konflikt-Gebiets: beschädigte Industrieanlagen, chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahrstoffe sowie Minen und weitere explosive Kampfmittelrückstände.

Zu den Aufgaben der eingesetzten Einheiten gehörten die Rettung und Evakuierung von Personen, der Einsatz von Hochleistungspumpen, die Erkundung und Dekontamination bei Gefahrstofflagen sowie die Kampfmittelbeseitigung. Weitere Schwerpunkte bildeten die gemeinsame Einsatzführung, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Aufnahme internationaler Hilfe durch das betroffene Land.
Die Universität der Bundeswehr München ist durch den Lehrstuhl für Wissensmanagement und Geschäftsprozessgestaltung an der Übung beteiligt. Der Lehrstuhl begleitete die Vorbereitung der Übung und war für ihre wissenschaftliche Evaluation verantwortlich. Ein internationales Evaluationsteam erfasste während der Übung systematisch Beobachtungen aus den verschiedenen Einsatzabschnitten. Die Ergebnisse werden nun gemeinsam mit den beteiligten Organisationen ausgewertet und in Empfehlungen für künftige Übungen und Einsätze überführt.

Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt CROSSFLOOD („Cross Border Flood Response Exercise in a Post-Conflict Environment“) wird durch das rumänische Department for Emergency Situations koordiniert. Zum Konsortium gehören neben der Universität der Bundeswehr München Einsatzorganisationen und Experten aus Österreich, den Niederlanden, Estland, Frankreich, der Tschechischen Republik, Rumänien und der Ukraine.
Bilder: © CROSSFLOOD