Die Professur trägt durch theoriegeleitete, empirische Forschung zum Erkenntnisfortschritt im Bereich Strategisches Management bei. Dabei interessieren wir uns ganz besonders für Fragestellungen an den Schnittstellen von Unternehmensstrategie und Entrepreneurship. Die Forschungsaktivitäten leisten dabei vielfältige Beiträge zur Beantwortung von gesamtgesellschaftlich relevanten Fragen nach der Wertschöpfung der Zukunft.

Forschungsschwerpunkte

Strategische Steuerung und Geschäftsmodellentwicklung in Innovationsnetzwerken

Die fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass sich Unternehmen (insb. kleine und mittelständische Unternehmen) vernetzen, um gemeinsam die verstärkte Dynamik und den Innovationsdruck zu bewältigen. Derartige vernetzte Einheiten (sog. Wertschöpfungsnetzwerke, Kooperationen, Cluster) werden auch als Organisationsformen der Zukunft bezeichnet. Aufgrund ihrer Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden sie von staatlichen Institutionen im Rahmen der öffentlichen Aufgaben finanziell gefördert. Die Professur forscht u.a. zur strukturellen Ausgestaltung und Funktionsweise von Innovationsnetzwerken, die Aufschluss über ihr Geschäftsmodell und ihren Wertbeitrag für die beteiligten Unternehmen geben, und analysiert, wie Unternehmen Innovationsnetzwerke in strategischer Hinsicht nutzen, um aktuellen Herausforderungen bspw. durch die Digitalisierung zu begegnen.

Eigentümerstruktur und strategische Prozesse der Unternehmensführung

Die jüngere Strategieforschung schenkt Unternehmen, die von Gründerinnen und Gründern bzw. deren Familien geführt werden (im Folgenden: Familienunternehmen), wachsende Aufmerksamkeit. Familienunternehmen unterscheiden sich von Nicht-Familienunternehmen durch ihre konzentrierte Eigentumsstruktur. Aus dieser konzentrierten Eigentumsstruktur resultieren verschiedene Besonderheiten der Unternehmensführung, wie z.B. Entscheidungsprozesse, die nicht auf Gewinnmaximierung, sondern auf Maximierung des Familienwohlstands ausgerichtet sind. Zum Familienwohlstand zählt dabei der langfristige Fortbestand des Unternehmens ebenso wie die Reputation als Unternehmerfamilie. Vor diesem Hintergrund untersucht die Professur Unterschiede zwischen Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen hinsichtlich ausgewählter Prozesse der Unternehmensführung, wie bspw. der Fähigkeit zur digitalen Transformation oder der sozialen Identifikation mit dem Unternehmen.

Eigentümerstruktur und die Verflechtung von Spitzenführungskräften

Die konzentrierte Eigentumsstruktur in Unternehmen, die von Gründerinnen und Gründern bzw. deren Familien geführt werden (im Folgenden: Familienunternehmen), führt zu Möglichkeiten der sozialen Einflussnahme bzw. Machtausübung innerhalb und zwischen den Organen der Unternehmensführung, die sich von Nicht-Familienunternehmen unterscheiden. Die Professur analysiert, wie sich die Spitzenführungskräfte von Familienunternehmen vernetzen, inwiefern die Verflechtung mit anderen Familienunternehmen zu einer Verstärkung der speziellen Funktionslogik dieser Unternehmen führt und inwiefern neue Mitglieder in die Führungselite aufsteigen können.