Beförderungsappell der Luftwaffe 2026
18 September 2026
Beförderung als Vertrauensvorschuss
„Welch ein schöner Tag!“ Mit diesen Worten begrüßte Oberst Matthias Henkelmann, Leiter des Studierendenbereichs der UniBw M, die jungen Soldatinnen und Soldaten. Die Ernennung zum Leutnant sei zweifellos die wichtigste Beförderung ihrer bisherigen Laufbahn. Als Offizierinnen und Offiziere würden sie künftig Führungsverantwortung übernehmen und die Weiterentwicklung der Streitkräfte mitgestalten.
Auch die Präsidentin Prof. Eva-Maria Kern würdigte die Leistungen der Beförderten. Sie hätten hohe Anforderungen erfüllt, einen eng getakteten Studienplan bewältigt und Prüfungen bestanden. Zugleich richte sich der Blick nun nach vorn: „Ihre Beförderung ist deshalb beides: eine Würdigung des Erreichten und ein Vertrauensvorschuss für die Zukunft.“
Bildung als Grundlage verantwortlicher Führung
Welche Bedeutung das Studium für den Offizierberuf hat, stellte Festredner Dr. Peter Tauber in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung betonte, dass die Entscheidung für diesen Beruf angesichts der sicherheitspolitischen Lage besonderen Respekt verdiene. Die Bundeswehr der Zeitenwende brauche Offizierinnen und Offiziere, die nicht nur militärisches Fachwissen besitzen, sondern komplexe Entwicklungen einordnen, kritisch denken und ihr Handeln reflektieren können. Ein Studium vermittle deshalb weit mehr als eine wissenschaftliche Qualifikation: Es fördere analytische Fähigkeiten, persönliche Entwicklung und ein umfassendes Verantwortungsbewusstsein.
Mit Rückhalt in eine neue Rolle
Oberfähnrich Davina B. sprach stellvertretend für die Beförderten. Sie erinnerte an die Stationen der bisherigen Ausbildung und machte deutlich, wie sich der Blick auf den Dienstgrad Leutnant während dieser Zeit verändert habe: vom militärischen Vorgesetzten über den Ausbilder bis hin zum Kameraden im Studium. Nun wachse der eigene Jahrgang selbst in diese Rolle hinein.
Damit verbunden seien neue Erwartungen und Aufgaben. Zugleich bringe die junge Generation eigene Stärken und Perspektiven in eine Bundeswehr ein, die sich grundlegend verändert. Entscheidend seien Teamgeist, Kompromissfähigkeit und ein konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Erfahrungen. Ihren Kameradinnen und Kameraden gab sie deshalb einen Gedanken aus der militärischen Fliegerei mit auf den Weg: „Behaltet immer im Blick, was um euch herum geschieht, achtet aufeinander und vergesst nicht diejenigen, die euch den Rücken freihalten.“