Industrielles Projekt- und Produktmanagement (IPPM)
(FT - 2 TWS / 2V - 2 ECTS-Punkte - für M.Sc.)

Lehrbeauftragter: Dr.-Ing. Ralf Geßlein
(Siemens AG Industry Sector, Nürnberg)



Im industriellen Umfeld unterscheidet man häufig die beiden Geschäftsarten Projekt- und Produktgeschäft. Unter Projektgeschäft versteht man vor allem die Bedienung von einmaligen, zeitlich klar abgegrenzten Projekten mit hoher Komplexität, z.B. den Bau eines Kraftwerks. Zur Lösung der Aufgabenstellung sind verschiedene Produkte, Dienstleistungen und Resourcen so einzusetzen und zu überwachen, dass zum Projektende die vertraglich zugesicherten Eigenschaften, Termine und Kosten eingehalten werden. Hierbei entsteht häufig ein komplexer Koordinierungsaufwand, was den Einsatz eines professionellen Projektmanagers incl. Toolunterstützung (z.B. MS Project) erforderlich macht.
Unter Produktgeschäft versteht man die Definition, Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten für wiederkehrende Aufgabenstellungen und Kundenanforderungen. Aufgaben des Produktmanagements sind die Planung und Definition neuer Produkte, sowie das Management existierender Produkte über den gesamten Produktlebenszyklus. Neben Markt- und Wettbewerbsbeobachtung, Marken- und Portfoliostrategie ist das Produktmanagement häufig auch für vertriebsunterstützende Marketingmaßnahmen (Kataloge, Roadshows, Trainings, etc.) verantwortlich. Der Einsatz verschiedener Methoden (QFD, TRIZ, Marketing Mix, etc.), Prozesse (z.B. Requirements Engineering Process, Product Lifecycle Management Process) und Tools hilft dem Produktmanager dabei diese Aufgaben zu meistern.
Ziel der Vorlesung ist die Vermittlung von Methodenwissen am Beispiel ausgewählter industrieller Fragestellungen im