Masterarbeitsthemen jetzt auf ilias verfügbar! 7 Februar 2025 https://ilias.unibw.de/ilias.php?baseClass=ilrepositorygui&ref_id=677693
Neuer Fachartikel zur Beschaffungsmarktorientierung im Management Review Quarterly erschienen Wie können öffentliche Auftraggeber innovative und leistungsfähige Lieferanten identifizieren, bevor ein Vergabeverfahren beginnt? Dieser Frage widmet sich der neue Fachartikel „Adapting signaling and screening theory to advance supply market orientation in public procurement: A review-based typology“ von Hendrik H. Bangert, Julia Werneth, Christian von Deimling und Michael Eßig, der im renommierten Fachjournal Management Review Quarterly erschienen ist. Ausgangspunkt der Studie ist die Erkenntnis, dass öffentliche Beschaffung ihre strategischen Ziele – etwa Innovation, Nachhaltigkeit oder Resilienz – nur erreichen kann, wenn öffentliche Auftraggeber ihre Beschaffungsmärkte systematisch verstehen und aktiv erschließen. Während sich die Forschung bislang vor allem auf das eigentliche Vergabeverfahren konzentriert hat, rückt der Beitrag die Beschaffungsmarktorientierung als zentrale Fähigkeit der vorgelagerten Beschaffungsplanung in den Mittelpunkt. Durch eine frühzeitige Identifikation neuer Lieferanten, Technologien und Markttrends können Informationsasymmetrien reduziert, Wettbewerb gestärkt und bessere Beschaffungsergebnisse erzielt werden. Auf Grundlage einer systematischen Literaturanalyse übertragen die Autorinnen und Autoren die Signaling- und Screening-Theorie aus der Informationsökonomik auf die öffentliche Beschaffung und entwickeln erstmals eine Typologie von fünf Strategien der Beschaffungsmarktorientierung – von der Beschaffungsmarkterkundung bis hin zur kontinuierlichen Beschaffungsmarktbeobachtung und langfristigen Beschaffungsmarktprognose. Damit zeigt der Beitrag Wege auf, wie öffentliche Auftraggeber ihre Beschaffung von einer überwiegend reaktiven Informationsbeschaffung zu einer strategischen und zukunftsorientierten Marktbearbeitung weiterentwickeln können.
Das Arbeitsgebiet Beschaffung begrüßt zwei neue wissenschaftliche Mitarbeiterinnen zum 01. August Zum 1. August 2026 verstärken Marie-Louise Pfeiffer und Elisabeth Roth das Arbeitsgebiet Beschaffung als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen. Mit ihrem Einstieg erweitern sie das Forschungsteam und werden künftig an Forschungs- und Lehrprojekten in den Bereichen öffentliche Beschaffung, Supply Management und strategische Beschaffung mitwirken. Das Arbeitsgebiet Beschaffung heißt Frau Pfeiffer und Frau Roth herzlich willkommen und wünscht beiden einen erfolgreichen Start sowie viel Erfolg für ihre wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität der Bundeswehr München.
Konsultation der Europäischen Kommission zur Reform des EU-Vergaberechts Auf Einladung der Europäischen Kommission nahm Prof. Michael Eßig am 16. Juli 2026 in Brüssel an einem Konsultationsdialog zur geplanten Reform des europäischen Vergaberechts teil. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutierte er mit Vertreterinnen und Vertretern der Generaldirektion GROW (Europäische Kommission) sowie mit Vizepräsident Stéphane Séjourné über die zukünftige Ausgestaltung des europäischen Rechtsrahmens für die öffentliche Beschaffung. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die zentralen Reformschwerpunkte mit Bezug zu Wettbewerb: die Vereinfachung und Digitalisierung des Vergaberechts, die stärkere Ausrichtung auf Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz sowie die Rolle der öffentlichen Beschaffung für die wirtschaftliche Sicherheit und strategische Autonomie Europas. Prof. Eßig brachte dabei unter anderem das am Arbeitsgebiet entwickelte „Magic Square of Public Procurement Competition“ in die Diskussion ein. Das Modell versteht Wettbewerb in der öffentlichen Beschaffung als mehrdimensionales Konzept und verbindet quantitative und qualitative Wettbewerbsaspekte mit Resilienz sowie der Reduzierung von Transaktionskosten als zentrale Gestaltungsdimensionen.
Lehrveranstaltungen Herbsttrimester 2026 Im Herbsttrimester 2026 bietet das Arbeitsgebiet Beschaffung folgende Lehrveranstaltungen an: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (Vorlesung und Übung, 2+1 TWS) Die Vorlesung richtet sich an Studierende des 1.Trimesters WOW und WI. Die Inhalte werden mittels einer Übung vertieft. Logistikmanagement Die Vorlesung richtet sich an Studierende des 4. Trimesters Bachelor WOW und WI. Die Inhalte werden mittels einer Übung vertieft. Bachelorarbeitsseminar (Seminar, 2 TWS): Die Veranstaltung richtet sich an Studierende des 7. und 9. Trimesters Bachelor WOW, die ihre Bachelorarbeit am Arbeitsgebiet Beschaffung anfertigen möchten. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung ab voraussichtlich Anfang September 2026 im ILIAS-System erforderlich. Strategisches Beschaffungsmanagement (Vorlesung, 2 TWS): Die Vorlesung richtet sich an Studierende des 10. Trimesters Master WOW, die den Schwerpunkt Supply Chain Management gewählt haben. Öffentliche Beschaffung und digitale Supply Chains (Vorlesung und Übung, 2+2 TWS) Die Vorlesung richtet sich an Studierende des 7.Trimesters DIV. Die Inhalte werden mittels einer Übung vertieft. Die detaillierten Informationen zur jeweiligen Lehrveranstaltung (Zeit, Ort, Dozierende, Lehrmaterial) können über das ILIAS-System der UniBw M unter folgendem Link eingesehen werden: https://go.unibw.de/beschaffunglehre
Vortrag bei der IHK Region Stuttgart zu Beschaffung und Verteidigung Das Arbeitsgebiet Beschaffung war bei der IHK-Veranstaltung „Aufträge rund um Sicherheit und Verteidigung“ vertreten. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der sicherheitspolitischen Veränderungen auf die Beschaffung der Bundeswehr sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Unternehmen und Lieferketten. Thematisiert wurden unter anderem innovationsorientierte Vergabeverfahren, resiliente Lieferketten sowie der Zugang von Start-ups und mittelständischen Unternehmen zum Verteidigungsmarkt. Im Rahmen der Veranstaltung gab Prof. Dr. Michael Eßig Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse des Arbeitsgebiets Beschaffung und diskutierte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Praxis über zukünftige Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven der Verteidigungsbeschaffung.
8. Berliner Kongress Wehrhafte Demokratie Das Arbeitsgebiet Beschaffung der Universität der Bundeswehr München war auf dem 8. Berliner Kongress Wehrhafte Demokratie vertreten. Der Kongress brachte führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bundeswehr, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen der inneren und äußeren Sicherheit sowie der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu diskutieren.
Anwendertreffen Öffentliches Preisrecht 2026 Am 24. und 25. Juni 2026 nahm das Arbeitsgebiet Beschaffung am Anwendertreffen Öffentliches Preisrecht 2026 in Nürnberg teil. Die jährlich stattfindende Fachveranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Bundesverwaltung, Industrie und Beratung zusammen, um aktuelle Entwicklungen des öffentlichen Preisrechts zu diskutieren. Prof. Dr. Michael Eßig hielt einen Fachvortrag zum Thema „Preisrechtliche Implikationen des Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetzes“. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des neuen Gesetzes auf Wettbewerb, Preisbildung und Beschaffungsmärkte der Bundeswehr. Dabei wurde insbesondere aufgezeigt, wie die stärkere Ausrichtung auf Innovation, Marktverfügbarkeit, Resilienz und europäische Souveränität die Rahmenbedingungen der öffentlichen Beschaffung verändert und welche Konsequenzen sich daraus für das öffentliche Preisrecht ergeben. Der Vortrag verdeutlichte, dass die Weiterentwicklung des Vergabe- und Preisrechts eng mit den aktuellen Herausforderungen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik verknüpft ist. Die intensive Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundeswehr, Ministerien, Unternehmen und Forschung unterstrich die hohe Relevanz des Themas für Wissenschaft und Praxis.