Ausfall beider Vorlesungen am Dienstag 11.03. - Public Supply Management und Einführung in Beschaffung und Produktion 14 Februar 2025
UniBw München mit zwei Forschungsbeiträgen auf dem 19. Wissenschaftlichen Symposium „Supply Management“ des BME Am 9. und 10. März 2026 fand an der Universität Mannheim das 19. Wissenschaftliche Symposium „Supply Management“ statt. Die vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) gemeinsam mit dem Stiftungslehrstuhl für Procurement der Universität Mannheim organisierte Konferenz gilt als die führende wissenschaftliche Tagung zu Beschaffung und Supply Management im deutschsprachigen Raum und bringt Forschende sowie Praxisvertreter aus Wirtschaft und öffentlichem Sektor zusammen. Das Arbeitsgebiet Beschaffung der Universität der Bundeswehr München war auf der Konferenz mit zwei wissenschaftlichen Beiträgen vertreten. Im ersten Vortrag präsentierten Prof. Dr. Michael Eßig, Dr. Andreas H. Glas und Tim Schmidt das Konferenzpapier „Ist die öffentliche Beschaffung ‚langsam‘? Eine beschaffungsprozessorientierte Analyse von Zeit und Zeitdauern“. Der Beitrag untersucht systematisch die zeitlichen Abläufe öffentlicher Beschaffungsprozesse und analysiert, welche Faktoren zu langen oder kurzen Verfahrensdauern beitragen können. Ziel ist es, die Diskussion über vermeintlich langsame Beschaffungsprozesse auf eine empirisch fundierte Grundlage zu stellen. Ein zweiter Vortrag von Prof. Dr. Michael Eßig, Dr. Andreas H. Glas und Elizabeth Girin widmete sich der Frage der „Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung: Eine Analyse des Vergabeverhaltens öffentlicher Auftraggeber in Deutschland“. In diesem Beitrag wurde das Vergabeverhalten öffentlicher Auftraggeber in Deutschland analysiert, um besser zu verstehen, wie Nachhaltigkeitsanforderungen und wirtschaftliche Kriterien im Vergabeprozess miteinander verbunden werden.
Vortrag zur innovationsorientierten Beschaffung bei der IHK Potsdam Am 5. März 2026 stellte Hendrik Bangert vom Arbeitsgebiet Beschaffung bei der IHK Potsdam aktuelle Erkenntnisse zur innovationsorientierten öffentlichen Beschaffung im Verteidigungsbereich vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wettbewerb und Innovation in der Beschaffung der Bundeswehr künftig stärker mobilisiert werden können. Zwar ist Wettbewerb ein zentrales Prinzip der öffentlichen Beschaffung und wird in den Verfahren grundsätzlich angewendet, empirische Analysen zeigen jedoch quantitative und qualitative Herausforderungen: In vielen Vergaben beteiligen sich nur wenige Anbieter, und Innovation spielt bei der Zuschlagsentscheidung bislang nur selten eine Rolle. Ein Ansatz zur Verbesserung liegt in einer strategischen Steuerung der Lieferantenbasis. Wettbewerb kann in der Breite der Lieferantenbasis und entlang der gesamten Lieferkette – etwa durch die stärkere Einbindung "neuer" Anbieter, Start-ups und Dual-Use-Unternehmen gestärkt werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch das neu etablierte Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw), das neue Wege zur innovationsorientierten Beschaffung entwickelt und insbesondere den Marktzugang für innovative Unternehmen erleichtern soll. Grundlage der Zusammenarbeit sind unter anderem Interviews (n=26) mit DefenseTech- und Dual-Use-Start-ups. Im Rahmen des Projekts läuft derzeit außerdem eine Umfrage zur innovationsorientierten Beschaffung und zu Markteintrittsbarrieren für innovative Unternehmen. Die Umfrage richtet sich explizit an alle (potentiellen) Lieferanten der Bundeswehr: Zur Umfrage: https://ww2.unipark.de/uc/WOW_22/7725/
Arbeitsgebiet Beschaffung bei der Tagung für "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit 2026" Vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen „Zeitenwende“ war auch die Tagung „Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit 2026“ in Bonn sehr gut besucht. Vom 3. bis 5. März 2026 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Industrie und Bundeswehr zusammen, um innovative Technologien sowie begleitende Managementansätze für Verteidigung und Sicherheit zu präsentieren und zu diskutieren. Im Rahmen des vielseitigen Programms hielt Maximilian Holzner vom Arbeitsgebiet Beschaffung der Universität der Bundeswehr München einen Vortrag zum Thema „Vom Projektgeschäft zum Integrationsgeschäft: Software Defined Defence und die Auswirkungen auf die Beschaffung“. Der Beitrag beleuchtete insbesondere die Herausforderungen, die sich aus softwaredefinierten Gütern für Beschaffungsorganisationen ergeben. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen unterschiedlicher Innovationszyklen innerhalb softwaredefinierter Systeme sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Beschaffung und Integration. Zudem wurde die Software Supply Chain als zentrale Grundlage softwaredefinierter Verteidigungssysteme und als wichtiger Baustein zur Sicherstellung digitaler Souveränität diskutiert.
Arbeitsgebiet Beschaffung beim Munich Youth Forum der MSC Am Freitag, den 13.02., fand das Munich Young Forum als offizielles Side Event der Münchner Sicherheitskonferenz in der Siemens Zentrale in München statt. Auch fünf Doktorandinnen und Doktoranden der Fakultät WOW der Universität der Bundeswehr München konnten an der Veranstaltung teilnehmen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen der inneren und externen Sicherheit, insbesondere Cybersicherheit und Raumfahrt, geopolitische Herausforderungen sowie die strategische Bedeutung neuer Technologien – etwa im Zusammenspiel von Start-ups, Rüstungsindustrie und staatlichen Akteuren. Das Forum bot eine wertvolle Plattform für den Austausch mit jungen internationalen Teilnehmenden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Militär, Industrie und Wissenschaft.
Vortrag zur Verteidigungsbeschaffung bei sicherheitspolitischer Runde in Ulm Am Montag, den 2. Februar 2026, hielt Prof. Dr. Michael Eßig einen Vortrag im Rahmen einer sicherheitspolitischen Runde in Ulm/Dornstadt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Das Beschaffungswesen der Bundeswehr – viel kritisiert und wenig verstanden?!“ und wurde im Casino der Rommelkaserne durchgeführt. In seinem Vortrag ordnete Prof. Eßig die häufig geäußerte Kritik an der Beschaffung der Bundeswehr sachlich ein und erläuterte die besonderen Rahmenbedingungen, Zielkonflikte und strukturellen Herausforderungen der Verteidigungsbeschaffung. Ein besonderer Fokus lag auf den aktuellen Veränderungen im rüstungswirtschaftlichen Umfeld sowie auf der strategischen Bedeutung leistungsfähiger Beschaffungsprozesse für die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT), Sektion Ulm, in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), dem Deutschen Bundeswehrverband (DBwV) sowie der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP) organisiert.