Konsultation der Europäischen Kommission zur Reform des EU-Vergaberechts
3 August 2026
Auf Einladung der Europäischen Kommission nahm Prof. Michael Eßig am 16. Juli 2026 in Brüssel an einem Konsultationsdialog zur geplanten Reform des europäischen Vergaberechts teil. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutierte er mit Vertreterinnen und Vertretern der Generaldirektion GROW (Europäische Kommission) sowie mit Vizepräsident Stéphane Séjourné über die zukünftige Ausgestaltung des europäischen Rechtsrahmens für die öffentliche Beschaffung.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die zentralen Reformschwerpunkte mit Bezug zu Wettbewerb: die Vereinfachung und Digitalisierung des Vergaberechts, die stärkere Ausrichtung auf Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz sowie die Rolle der öffentlichen Beschaffung für die wirtschaftliche Sicherheit und strategische Autonomie Europas.
Prof. Eßig brachte dabei unter anderem das am Arbeitsgebiet entwickelte „Magic Square of Public Procurement Competition“ in die Diskussion ein. Das Modell versteht Wettbewerb in der öffentlichen Beschaffung als mehrdimensionales Konzept und verbindet quantitative und qualitative Wettbewerbsaspekte mit Resilienz sowie der Reduzierung von Transaktionskosten als zentrale Gestaltungsdimensionen.